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Feuerwehr der Stadt Innsbruck

Bilanz 2012
Insgesamt 970 Personen sind in der Stadt Innsbruck Mitglied bei der Feuerwehr, bestehend aus der Berufsfeuerwehr, der Betriebsfeuerwehr am Flughafen Innsbruck und zehn Freiwilligen Einheiten. 670 sind aktive Mitglieder und damit im Brandfall einsatzfähig. Vizebürgermeister Christoph Kaufmann – seit vier Jahren für den Bereich Feuerwehr in der Stadt Innsbruck zuständig – gab am 31. Jänner im Rahmen eines Pressegesprächs gemeinsam mit Branddirektor Mag. Erwin Reichel und Bezirksfeuerwehrkommandant Walter Laimgruber einen Einblick in die vielschichtige Thematik.

„Die Feuerwehr ist ein spannendes Gebiet und ich bin stolz, dass wir in der Stadt Innsbruck in diesem Bereich gut aufgestellt sind“, so Innsbrucks Vizebürgermeister einleitend.

Insgesamt 5.370 Mal rückte die Feuerwehr der Stadt Innsbruck 2012 zu Einsätzen aus. Viele Einsätze blieben im Kleinen. Besonders erfreulich dabei ist, dass die Brandschadensumme in der Landeshauptstadt Innsbruck sehr gering war. Zu den größeren Herausforderungen gehörten die insgesamt 127 Einsätze im Zusammenhang mit den starken Schneefällen von 5. bis zum 8. Jänner 2012, die von der Berufsfeuerwehr Innsbruck und den Freiwilligen Feuerwehren von Hötting, Mühlau, Neu Arzl und der Hungerburg bestritten wurden. Auch der Brand am 18. Juni 2012 im damals noch im Bau befindlichen Saunaclub am Grabenweg 65 stellte eine besondere Herausforderung dar.

Unter dem Motto „Üben für den Ernstfall“ wurde 2012 auch ein besonderes Übungsszenario abgehalten: Es wurde ein totaler Stromausfall in allen Wachen der freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehren angenommen. Zusätzlich wurde eine nicht angekündigte Evakuierung der Gebäude des Roten Kreuzes Innsbruck und der Berufsfeuerwehr durchgeführt. „Alles hat sehr gut funktioniert, aber für die Feuerwehr ist es wichtig für den Fall einer infrastrukturellen Bedrohung vorbereitet zu sein“, berichtete Branddirektor Erwin Reichel.

Projekte 2013
Das Gesamtbudget (inklusive Personalkosten) für die Innsbrucker Feuerwehr liegt 2013 bei 15 Mio. Euro. Die diesjährigen Schwerpunkten sind die Weiterführung des Projektes Einsatzbekleidung sowie die Planungen an der Mitarbeit des Sicherheitskonzeptes beim Brenner Basis Tunnel. Aktuell liegt das Hauptaugenmerk hierbei auf der Bauphase.

Im Rahmen der baulichen Infrastruktur wurde in den letzten Jahren viel erledigt.
Die Sanierung der Hauptfeuerwache mit einem Investitionsvolumen von 6,8 Mio. Euro geht zu Ende. Nach fast sechs Jahren ist das Gebäude komplett saniert. Aktuell steht die Umsetzung des Siegerprojektes zur Sanierung der Wache der Freiwilligen Feuerwehr Wilten an. Dafür wurden 2012 bereits 300.000 Euro im Budget reserviert, 2013 werden weitere 1,4 Mio. Euro bereitgestellt. Insgesamt entsteht ein transparenter Funktionsbau, bei dem das Raumangebot optimal genutzt wird.

Auch im Bereich der Fahrzeuge wird 2013 wieder viel investiert: Die Berufsfeuerwehr Innsbruck bekommt ein neues Tanklöschfahrzeug. Im Rahmen des Rotationsprinzips wird das ausgeschiedene Fahrzeug völlig saniert der Freiwilligen Feuerwehr Wilten zur Verfügung gestellt.

Die laufende Instandhaltung und Erneuerung der Einsatzgerätschaften ist ein sehr großer Bereich des Budgets der Feuerwehr. So wird 2013 das Projekt Atemschutzgerätschaften weitergeführt. Damit ist der gesamte Bestand sowohl bei der Berufsfeuerwehr als auch bei der Freiwilligen Feuerwehr auf dem neuesten Stand.

Auch der Landesfeuerwehrleistungsbewerb findet heuer von 14. bis 16. Juni in Innsbruck statt. Die Veranstaltung über drei Tage wird im Stadionbereich des Tivoli abgehalten.

Mitglieder werben
Um das System der Feuerwehr mit ihrem vielfältigen Aufgabengebiet aufrecht zu erhalten, braucht es neue Mitglieder. Wer Interesse hat - egal ob Mann oder Frau - sich im Rahmen der Feuerwehr in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, kann sich melden: Für Anfragen steht die Berufsfeuerwehr bzw. auch das Bezirksfeuerwehrkommando unter Bezirksfeuerwehrkommandant Walter Laimgruber gerne zur Verfügung.
31. Jänner 2013