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Festakt im ungarischen Studentenheim

Feierliche Enthüllung einer Skulptur und Bilderausstellung.
Am 15. Oktober lud der Verein „Ungarisches Studentenheim und Kulturzentrum Innsbruck“ zu einem Festakt ins Kardinal-Mindszenty-Haus in der Richard-Wagner-Straße, um die abgeschlossenen Renovierungsarbeiten am Haus zu feiern. Im Rahmen des Festaktes wurde auch eine Skulptur der Bildhauerin Eszter Szabados enthüllt, die unter dem Titel „Die Flucht“ eben jene Migrationsbewegung der 1940er- und 1950er-Jahre von Ungarn nach Österreich und Tirol thematisiert. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer nahm an der feierlichen Zeremonie gemeinsam mit Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter teil.

„Ich freue mich, dass es unter finanzieller Mithilfe der Stadt Innsbruck gelungen ist, dieses Haus und damit das ungarisches Studentenheim zu renovieren und einen Beitrag für das studentische Leben zu leisten“, betonte Bgm. Oppitz-Plörer. „Die Beziehungen zwischen Tirol und Ungarn sind vielfältig. In unserem Land leben noch immer viele Ungarn, die im Rahmen der großen Flüchtlingswellen nach 1945 hierher gekommen sind und in Innsbruck erfreulicherweise ihre zweite Heimat gefunden haben“, so Bgm. Oppitz-Plörer.

Nach dem zweiten Weltkrieg befand sich in der prächtigen Jugendstilvilla zunächst der Wohnsitz des französischen Oberbefehlshabers in Österrreich, General Emile Béthouart. Kurze Zeit später wurde daraus ein ungarisches Gymnasium – der letzte Jahrgang maturierte 1963, seitdem wird es als Wohnheim nicht nur für ungarische Studenten genutzt. Heute stellt das Kardinal-Mindszenty-Haus gleichzeitig auch Kulturzentrum und Treffpunkt der großen ungarischen Gemeinde in Innsbruck dar.

Durch den Festakt führte der Obmann des Vereines, Univ.-Prof. Dr. Tamás Meleghy, gemeinsam mit der Profitänzerin Julia Polai. Im Anschluss an die Enthüllung des Denkmals, der auch die ungarische Staatssekretärin für Nationalpolitik, Zsuzsa Repas, sowie Landesrat DI Dr. Bernhard Tilg beiwohnten, luden die Gastgeber noch zu einer Besichtigung des Hauses und der Eröffnung der Bilderausstellung von Prof. Ibolya Habermann.
18. Oktober 2010