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Feierliche Urnenbeisetzung im „Grab der Einsamen“

Verein „Die Flamme“ organisiert zweimal im Jahr Bestattungsfeiern.
(RMS) Die Stadt Innsbruck hat am Pradler Friedhof und am Westfriedhof „Grabstätten der Einsamen“ geschaffen, in denen Urnen aus aufgelassenen Gräbern und solche von Mitbürgern, die aus sozialen Gründen keine eigene Grabstätte haben, zur letzten Ruhe gebettet werden können. „In der Ewigkeit gibt es keine Unterschiede zwischen Arm und Reich, daher sollen auch jene Innsbrucker Bürgerinnen und Bürger, die jenseits des Wohlstands bzw. einsam lebten, im Rahmen einer würdevollen Feier bestattet werden“, so der u.a. auch für das Friedhofswesen zuständige Vizebürgermeister Franz Xaver Gruber.

Zweimal im Jahr, jeweils am ersten Donnerstag im März am Westfriedhof und am ersten Donnerstag im Oktober am Pradler Friedhof, organisiert der Verein „Die Flamme“ diese Bestattungsfeiern. Für die Kosten kommt die Stadt Innsbruck auf.

Bei der Feier am 7. Oktober in der Einsegnungshalle am Pradler Friedhof und der anschließenden Beisetzung der Urnen im „Grab der Einsamen“ nahmen von Seiten der Stadt Innsbruck Vizebürgermeister Franz Xaver Gruber, GR Helmut Buchacher und Friedhof-Referent Mag. Alexander Legniti teil.

„Die Flamme“ war durch Ehrenobmann Ing. Egon Obermayr und Obmann Richard Nedl vertreten, der in seiner Ansprache neben trostreichen Worten auf die zunehmende Bedeutung der Feuerbestattung verwies. Einst vom Kirchenbann belegt sei die von der Zugehörigkeit von Religions- und Glaubensgemeinschaften unabhängige Kremierung – übrigens eine der ältesten Bestattungsformen - seit 1963 auch aus christlicher Sicht erlaubt.

Seit August 1999 verfügt Innsbruck über ein von den Innsbrucker Kommunalbetrieben geführtes Krematorium im Süden des neuen Pradler Friedhofs.

07. Oktober 2010