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Frühlingszeit ist Fahrradzeit

Mit steigenden Temperaturen ist alljährlich ein Wandel im Innsbrucker Straßenbild bemerkbar, denn die Fahrräder werden aus dem Winterschlaf geholt. Um gut ausgerüstet in die neue Radsaison zu starten, bietet die Stadt Innsbruck unterschiedliche Service-Dienste an.

Angebote, wie die monatliche Radwerkstatt am Marktplatz, Nonstop-Service-Stationen, das Leihradsystem „Stadtrad“ sowie spezielle Schnupperkurse und Radzählanlagen, machen Lust auf umweltfreundliche Mobilität. „Unser oberstes Ziel ist es, den Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern ein so gut ausgebautes Netz zur Verfügung zu stellen, dass das Privatauto immer öfter in der Garage bleiben kann“, begründet die ressortzuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider die umfangreiche Angebotspalette. Die Tiroler Landeshauptstadt ist bereits auf einem guten Weg, wie die Zahlen belegen: Das Fahrrad wird von der Bevölkerung nicht nur als Sportgerät gesehen, es erfreut sich als Verkehrsmittel für Kurzstrecken immer größerer Beliebtheit. Etwa 17 Prozent aller Wege legen InnsbruckerInnen mit dem Rad zurück. Vom Stadtmagistrat wird diese gesunde und klimaschonende Fortbewegung durch den kontinuierlichen Ausbau des bestehenden Radwegnetzes unterstützt. Derzeit existieren rund 100
Kilometer Radwege, -streifen und -routen in verkehrsberuhigten Straßen. „Eine regelmäßige Überprüfung führt Schritt für Schritt zu Lückenschlüssen und sinnvollen Erweiterungen“, weiß Pitscheider.

Sicherer Fahrspaß im doppelten Sinn

Sicherheit im Straßenverkehr ist oberstes Gebot. Dies gilt einerseits für die VerkehrsteilnehmerInnen selbst und andererseits auch für ihre Räder. Mit der Radwerkstatt, die jeweils am ersten Freitag im Monat (April bis Juli sowie September und Oktober) am Marktplatz veranstaltet wird, kann beispielsweise die Straßentauglichkeit des Fortbewegungsmittels überprüft werden. Von 13:00 bis 17:00 Uhr stehen die Spezialisten der Bikerei am 04. Mai bereit und beheben kleinere Mängel direkt vor Ort. Nicht nur die Fahrräder, sondern auch die persönliche Fahrkompetenz steht bei einem „E-Bike-Schnupperkurs für SeniorInnen“ am Mittwoch, 16. Mai, von 09:00 bis 12:00 Uhr im Fokus. Gemeinsam mit ausgebildeten TrainerInnen vom Klimabündnis Tirol wird am Vorplatz der Messe in der Ingenieur-Etzel-Straße das Fahren elektrounterstützter Räder geübt. Anhand einfacher Gleichgewichts-, Fahr- und Bremsübungen sowie einer kleinen Ausfahrt werden alltägliche Situationen durchgespielt. TeilnehmerInnen lernen das Einschätzen von Geschwindigkeit, richtiges Bremsen, Kurven- sowie auch Berganfahren. Der kostenlose Kurs wird von Land Tirol, Stadt Innsbruck und dem Tiroler Verkehrssicherheitsfonds gefördert. Anmeldungen sind beim Klimabündnis Tirol telefonisch unter +43 512 583558 0 oder per Mail (tirol@klimabuendnis.at) möglich. Fahrräder und Helme werden vor Ort zur Verfügung gestellt.

Kleinere und größere Reparaturen

Ein platter Reifen oder eine lockere Schraube halten sich an keine Öffnungszeiten. Für akute Notfälle wie diese stehen in der Landeshauptstadt Rad-Service-Stationen, rund um die Uhr und gratis, zur Verfügung. Eine Pumpe mit unterschiedlichen Ventilen, Imbusschlüssel und Schraubenzieher ermöglichen beispielsweise an den Stationen beim Sillpark und neben dem Marktplatz am Herzog- Sigmund-Ufer schnelle (Selbst-)Hilfe. Zwei weitere Servicestellen bei der Tiflis Brücke und im Norden der Freiburger Brücke sind geplant. Hat das Fahrrad allerdings ein größeres Problem, das sich auf die Schnelle nicht reparieren lässt, ist dies noch lange kein Grund mit dem Auto zu fahren. Das Leihradsystem „Stadtrad“ macht InnsbruckerInnen und TouristInnen generell unabhängig von Stau und Parkplatzsuche. Diese Vorteile scheinen zu überzeugen, wie die Statistik andeutet: Von 2015 auf 2017 haben sich die Ausleihen mehr als verdoppelt: Waren es vor drei Jahren rund 22.300 Ausleihen an 26 Verleihstationen, konnten
im Vorjahr bereits mehr als 55.700 an 37 Stationen gezählt werden. Insgesamt stehen 310 Räder zur Verfügung. Sie können von allen benutzt werden, die sich kostenlos unter stadtrad.ivb.at registrieren.

Den Zahlen auf der Spur

An inzwischen acht Standorten im gesamten Stadtgebiet – der neueste kam vor Kurzem bei der Ottoburg dazu – wird die Anzahl der RadfahrerInnen erfasst. Mittels einer im Asphalt eingelassenen Induktionsschleife wird exakt verfolgt, wie viele Personen mit ihrem Rad täglich über die Zählstelle fahren. Die erhobenen Daten werden mittels GPRS versandt und können somit schnell ausgewertet werden. Für alle sichtbar, präsentieren die Zählanlagen außerdem neben der täglichen Anzahl der RadfahrerInnen
auch die Gesamtanzahl des laufenden Jahres sowie das aktuelle Datum und die Uhrzeit. AA