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Nach der Winterpause werden die Fahrräder bei der Radwerkstatt am 03. April am Marktplatz wieder fit für den Straßenverkehr gemacht.
Nach der Winterpause werden die Fahrräder bei der Radwerkstatt am 03. April am Marktplatz wieder fit für den Straßenverkehr gemacht.

Wenn die Drahtesel aus dem Winterschlaf erwachen

Nicht erst seit der Untersuchung des Verkehrsclubs Österreich aus dem Jahr 2012 ist bekannt, dass die Innsbrucker Bevölkerung besonders fahrradaffin ist. Schon damals wurde jede vierte Strecke in der Alpenstadt mit dem Drahtesel zurückgelegt.

Den Spitzenplatz im österreichweiten Ranking sicherte sich Innsbruck bereits vor drei Jahren durch viele Maßnahmen wie den Ausbau der Infrastruktur, eine fahrradfreundliche Verkehrsplanung, wettergeschützte Parkplätze oder die kostenlose Radmitnahme in Bus und Tram. Im Zeitraum von 2009-2014 hat die Stadt Innsbruck 3,6 Mio. Euro in Maßnahmen für den Radverkehr investiert. Im Rahmen des klima-aktiv mobil Förderungsprogramms hat die Stadt Innsbruck dafür eine Förderung in Höhe von 1,1 Mio. Euro erhalten.

Damit aber nicht genug - Innsbruck möchte noch fahrradfreundlicher werden und das gelingt der Tiroler Landeshauptstadt:

Was sich 2015 verändert

Sowohl die Dreiheiligen- als auch die Universitätsstraße sind beliebte Fahrradstrecken stadteinwärts. Noch heuer wird auch stadtauswärts sicheres Radfahren gegen die dort bestehenden Einbahnen ermöglicht werden. 

Um im Westen Innsbrucks dem Radverkehr ein sicheres Überqueren des Inn zu ermöglichen, werden die bestehenden Gehwege/Gehsteige auf der Karwendelbrücke und der Freiburger Brücke entsprechend verbreitert und Anbindungen an die bestehenden Promenadenwege geschaffen. 

Geprägt wird das Innsbrucker Erscheinungsbild neben Radwegen und -abstellplätzen auch von den zahlreichen Verleihstationen des Stadtrades. Die damit verbundene Unabhängigkeit von Uhrzeit, Stau und Parkplatzsuche kann in Zukunft noch einfacher in Anspruch genommen werden, da 2015 beispielsweise für die Technische Universität, das Universitäts-Sportinstitut Innsbruck, den Flughafen, das Casino, den Adolf-Pichler-Platz sowie das Austria Trend Hotel Congress Innsbruck weitere Stadtrad-Standorte geplant sind. Eine Übersicht aller Standorte ist unter www.stadtrad.ivb.at/standorte.html, nähere Informationen zum Stadtrad unter www.stadtrad.ivb.at zu finden. 

Eine Ausweitung der Radabstellanlagen steht im Stadtteil Wilten an. 71 Radbügel mit Platz für 142 Fahrräder werden dort geschaffen.

Zweite Chance für Gebrauchträder

Ganz nach dem bewährten Prinzip der Tauschmärkte funktioniert die RadlBörse, die wieder von der Stadt Innsbruck, der ARGUS Radlobby Tirol und lokalen PfadfinderInnengruppen veranstaltet wird. Fahrtüchtige Kinder- und Erwachsenenräder, aber auch Sonderfahrräder, Elektroräder und Anhänger können am 28. März von 08:00-10:00 Uhr am Innsbrucker Marktplatz abgegeben werden. Von 10:00-12:00 Uhr erfolgt der Verkauf durch die Veranstalter. Der Erlös bzw. die nicht verkauften Räder können anschließend wieder abgeholt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, funktionstüchtige Fahrräder im Vorfeld den PfadfinderInnen zu spenden. Diese Räder werden dann durch die Pfadis verkauft und der gesamte Erlös fließt ihnen direkt zu. Weitere Infos, wie etwa eine Übersicht über die Abgabezeiten für die PfadfinderInnen Allerheiligen, unter: www.tirol.radlobby.at

„Mehr Radverkehr und mehr nachhaltige Mobilität bedeuten eine höhere Lebensqualität für alle. Durch zahlreiche Angebote und Projekte stärkt die Stadt Innsbruck diese schnelle, einfache und umweltfreundliche Fortbewegung. Unsere Alpenstadt ist somit schon heute fahrradfreundlich und wird auch künftig in diese Entwicklung investieren.“

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Sicher in die neue Radsaison

Bereits am 03. April steht der Marktplatz wieder ganz im Zeichen des umweltfreundlichen Fortbewegungsmittels. Organisiert von der Stadt Innsbruck steht „Innsbruck´s offene Radlwerkstatt - die Bikerei“ jeden ersten Freitag im Monat (08. Mai – aufgrund des Feiertages, 05. Juni, 03. Juli, 02. Oktober) von 13:00-17:00 Uhr allen FahrradfahrerInnen zur Verfügung. Sie bietet eine kostenlose Möglichkeit, das Bike auf Fahrtauglichkeit überprüfen zu lassen. Kleinere Mängel werden direkt vor Ort behoben. Details unter: http://bikerei.org/werkstatt

Mitradeln, Umwelt schützen und gewinnen

Fast 700 TeilnehmerInnen verzeichnete die Stadtgemeinde Innsbruck 2014. Heuer gilt es die 1000-er Marke zu sprengen: Die Rede ist dabei vom Tiroler Fahrradwettbewerb. 457.288,32 km wurden letztes Jahr insgesamt „erradelt“ und damit 64.773,98 kg CO2 – dies entspricht einer Waldfläche von 3.238,70 m² – eingespart. Der vom Land Tirol und dem Klimabündnis Tirol veranstaltete Wettbewerb findet von 20. März bis 07. September statt. Dabei geht es nicht um Schnelligkeit oder Höchstleistungen sondern um ein gemeinsames Sporterlebnis. Wer sich registriert und 100 Kilometer zurücklegt, ist jedenfalls mit dabei. Die Stadt Innsbruck beteiligt sich wie schon in den letzten Jahren als Gemeinde und Betrieb. Alle BürgerInnen sowie Betriebe mit Sitz in Innsbruck können mitmachen. Wissenswertes ist auf der Homepage www.tirolmobil.at zusammengefasst. (AA)