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Es weihnachtet in der Stadtgärtnerei Innsbruck

Nützlingseinsatz hat sich bewährt
In der Innsbrucker Stadtgärtnerei wurden bereits Anfang Juli rund 400 Weihnachtssterne (Euphorbia pulcherrima) eingetopft. Nach intensiver Pflege in den letzten Monaten stehen sie nun rechtzeitig zur Adventzeit zur Auslieferung an verschiedenste Dienststellen der Stadt Innsbruck bereit. Die zu der Familie der Wolfsmilchgewächse zählenden Pflanzen, die auch Poinsettien genannt werden, wachsen in ihrer Heimat Mexiko auf der Hochebene zwischen Sträuchern und Büschen. Weihnachtssterne zählen zu den Kurztagspflanzen, die nur bei kurzen Tagen unter 12 Stunden Tageslicht Blüten bilden.

In der Vergangenheit verursachte der unter Gärtnern gefürchtete Pflanzenschädling „Tabak-Mottenschildlaus“, der mit herkömmlichen chemischen Pflanzenschutzmitteln nur schwer zu bekämpfen ist, immer wieder Probleme.
Der „Weißen Fliege“, wie sie auch genannt wird, rückt man in der Stadtgärtnerei seit nunmehr zwei Jahren mit einem Nützling namens Schlupfwespe zu Leibe.
Durch diesen Nützlingseinsatz kann der Schädling nun effektiv bekämpft und darüber
hinaus konnte der Pflanzenschutzmitteleinsatz stark reduziert bzw. hin zu nützlingsschonenden, biologischen Präparaten umgestellt werden.
„Mit der Schlupfwespe statt mit Gift gegen die Schildlaus“, freut sich der zuständige Stadtrat Mag. Gerhard Fritz: „Unsere GärtnerInnen arbeiten eben mit der Natur und nicht gegen sie. Damit sind sie ein Vorbild für andere – so wie in der gesamten Tätigkeit des Grünanlagenamtes schonender, pfleglicher Umgang mit Ressourcen und Respekt vor der Natur oberstes Gebot ist.“

Auch bei anderen Pflanzen, wie zum Beispiel den Pelargonien unter Glas oder den in der Maria-Theresien-Straße im Sommer aufgestellten Oleanderbäumen werden auftretende Schädlinge, wie z.B. Blattläuse oder Fransenflügler erfolgreich mit Nützlingen bekämpft.
10. Dezember 2013