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Erweiterung der Sportanlage Reichenau

Einstimmiger Beschluss
Einhellig entschieden sich heute Vormittag die Mitglieder des Stadtsenates für die Erweiterung der Sportanlage Reichenau.
„Wir haben die Interessen in einer breiten Diskussion abgewogen und uns für den Ausbau ausgesprochen. Der Stadtsenatsbeschluss war einstimmig. Damit stellen wir sicher, dass der Innsbruck Traditionsverein ‚SVG Reichenau‘ weiterhin eine verantwortungsbewusste Nachwuchsarbeit ausüben kann. Dafür muss eine Modernisierung der Sportanlage nach den Standards des ÖFB erfolgen“, erklärt Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Stimmen zur Erweiterung
In einem Schreiben hielt etwa der Präsident des Tiroler Fußballverbandes, Sepp Geisler, fest, dass der Tiroler Fußballverband den geplanten Ausbau der Sportanlage Reichenau begrüße und diesen sowohl für dringend notwendig als auch zielführend sieht, um den Tiroler Traditionsverein bei seiner besonders verantwortungsbewussten Ausübung, vor allem in seiner Nachwuchsarbeit, zu unterstützen.
Für Dr. Günther Mitterbauer, Präsident der Sportunion Tirol, war es wichtig, das Anliegen klar dazulegen, dass „es angesichts der begrenzten räumlichen Möglichkeiten in Innsbruck ein dringendes Anliegen sein sollte, bestehende Sportanlagen bezüglich ihrer Funktionalität zu optimieren“. Dies betreffe in hohem Maße die Fußballanlage der SVG Reichenau, die in ihrem derzeitigen Zustand aus seiner Sicht nicht nur im Substandard anzusiedeln sei.
Für Franz Götsch, den TFV Bezirksobmann Innsbruck Stadt und Land West, ist der Zustand des derzeitigen Platzes jedem hinlänglich bekannt, vor allem bei schlechter Witterung sei ein normaler Trainings- u. Spielbetrieb kaum möglich. Zudem seien die Kapazitäten auf den Sportplätzen mit Kunstrasen in der Wiesengasse und am Besele ausgereizt.
Und Dr. Gernot Amoser, der Obmann des SVR Reichenau Fußball, stellt die Kritik an den Kosten von rund 1,7 Millionen Euro in Frage. Wenn man die Investitionen schon als Investition in den Verein und seine aktiven SpielerInnen sehe, müsse man erstens die Nutzungsdauer von 15 Jahren heranziehen und weiters sehen, dass die Stadtteile Pradl und Reichenau stetig wachsen. „Jedenfalls kann sich die Stadt Innsbruck sicher sein, dass sich jeder einzelne investierte Euro in dieses so großartige Projekt für die Innsbrucker Kinder und Jugendlichen rentiert!“

Grundlage für Ausbau gelegt
Im Sinne einer langfristig wirtschaftlichen Nutzung und Anpassung an internationale Standards wird ab Oktober/November 2014 nun eine Erweiterung des Fußballfeldes auf 100 x 64 Metern erfolgen. Die Weichen sind durch Vorgespräche mit dem Denkmalamt und bestehende Bestandsverträge zur Nutzung privater Grundstücke gestellt. „Uns ist eine effektive Nutzung des Sportplatzes sehr wichtig. Deshalb werden wir den Naturrasen durch Kunstrasen ersetzen und die Anlage um eine künstliche Beleuchtung ergänzen“, erläutert Vizebürgermeister Christoph Kaufmann.
Im Zuge der Modernisierungsmaßnahmen wird die Sportanlage mit künstlicher Beleuchtung ausgestattet, um eine intensivere Nutzung in den Frühjahrs- und Herbstmonaten gewährleisten zu können. „Damit bauen wir kontinuierlich die Sportinfrastruktur der Stadt Innsbruck weiter aus und modernisieren sie“, freut sich der Vizebürgermeister.

Informationsveranstaltung Anfang Oktober
„Die Sorgen der Anrainerinnen und Anrainer sind dem Stadtsenat selbstverständlich bewusst“, erklärt die Bürgermeisterin mit Blick auf die geäußerten Bedenken. Bei der geplanten Informationsveranstaltung Anfang Oktober stehen neben den VertreterInnen der Stadt auch weitere ExpertInnen deshalb Rede und Antwort zum Ausbau des Sportplatzes. Hier wird mit den angrenzenden BürgerInnen des Sportplatzes Reichenau auch über das Ausmaß der öffentlichen Nutzung des nebenliegenden Sportplatzes und die Betriebszeiten diskutiert, wobei man sich hier an den Betriebszeiten der anderen Sportplätze orientieren werde. Auf Vorschlag der Bürgermeisterin wird nun die Sportplatzverordnung dem Stadtsenat zur Beschlussfassung vorgelegt: „Damit erfolgt eine Standardisierung und mit einem Gremialbeschluss wird eine solide Basis geschaffen“, erklärt sie weiter.
Der Bauzeitplan wird übrigens abgestimmt mit dem Liga-Betrieb. Ab etwa April 2015 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
16. September 2014