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Erstes Behindertentaxi in Dienst gestellt

Ein weiterer Schritt für ein barrierefreies Innsbruck.
(RMS) Für Menschen, die aufgrund eines körperlichen Handicaps im Rollstuhl sitzen, war die Fahrt mit einem Taxi bisher nur schwer möglich. Im Sinne eines barrierefreien Innsbrucks hat die Stadt nun auf Initiative des Behindertenbeirates und des Behindertenreferenten Vizebürgermeister Franz X. Gruber gemeinsam mit einem lokalen Taxiunternehmen und der Wirtschaftskammer Tirol die Anschaffung eines speziellen Behindertentaxis realisiert. Am 16. Dezember wurde das erste Innsbrucker Behindertentaxi von Vizebgm. Gruber offiziell in Dienst gestellt.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass nun auch Innsbruck über so ein Spezialfahrzeug verfügt“, so Vizebgm. Gruber. „Das ist ein Meilenstein für unsere Mitbürger mit Handicap. Die Stadt Innsbruck hat damit einen wichtigen Impuls gesetzt, und ich bedanke mich sowohl bei der Wirtschaftskammer als auch ganz besonders beim Taxiunternehmen „Baser“ für die Bereitschaft, diese wichtige Einrichtung in die Tat umzusetzen.“

„Das ist definitiv ein weiterer Schritt in Richtung einer barrierefreien Stadt“, betonte Hubert Stockner, Vorsitzender des Behindertenbeirates. „Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen ganz herzlich für die Umsetzung und hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht.“

Beim Behindertentaxi handelt es sich um ein speziell umgebautes Fahrzeug, das im Rückraum bequem für einen Rollstuhlfahrer Platz bietet. Daneben ist das Taxi weiterhin als Transportmittel für nicht behinderte Menschen verwendbar. Besonders erfreulich ist die Tarifgestaltung: Die Fahrt mit dem Behindertentaxi kostet gleich viel wie mit einem herkömmlichen.

Die Kosten des Umbaus, der unter anderem eine spezielle Rampe und Befestigungsvorrichtungen umfasste, beliefen sich auf rund 7.000 Euro und wurden von der Stadt Innsbruck getragen.
„Sollte in Zukunft der Bedarf an weiteren Behindertentaxis steigen, ist natürlich die Anschaffung von mehreren Fahrzeugen absolut denkbar“, ergänzte Vizebgm. Gruber. „Aber wir hoffen natürlich, dass sich dann auch private Geldgeber finden, damit die Kosten nicht nur bei der Stadt Innsbruck bleiben.“
16. Dezember 2010