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Erholung in Westendorf für Innsbrucker Pflegepaare

Kostenloser Erholungsurlaub vom 27. bis 31. Mai für pflegende Innsbrucker BürgerInnen und deren pflegebedürftige Angehörige
In der Stadt Innsbruck gibt es eine Vielzahl an Personen, die auf eigenen Wunsch zu Hause eine/n Angehörige/n pflegen und nur selten institutionelle oder professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Aufgrund der Autonomie ist die Gefahr groß, dass diese Gruppe in Vergessenheit gerät. In Kooperation mit dem Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe der TILAK (AZW) und in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Gesundheit (fhg) wurde deshalb nun ein einzigartiges Projekt konzipiert, das Erholung und Prävention verbindet:
Der Stadt Innsbruck ist es ein besonderes Anliegen, diesen InnsbruckerInnen einen kostenlosen Erholungsurlaub zu ermöglichen und lädt sie daher vom 27. bis 31. Mai nach Westendorf ein.

Am 24. April stellten SeniorInnen- und Gesundheitsreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Dr. Waltraud Buchberger, MSc, (Direktorin des Fachbereichs Pflege am AZW), Dipl.-Päd. Markus Moosbrugger, MHPE, (stellv. Direktor des Fachbereichs Pflege am AZW), Dr. Karin Zangerl (Amtsleiterin Familie, Bildung und Gesellschaft) und Mag.a Uschi Klee (Referatsleiterin Frauenförderung, Familien und Senioren) das Angebot vor: „Mit dieser Initiative, die meines Wissens einzigartig ist, kann die Stadt Innsbruck pflegenden Menschen ihre Anerkennung und Wertschätzung zeigen“, freut sich Vizebürgermeister Kaufmann über die gute Zusammenarbeit. „Die idyllische Umgebung in Westendorf bietet den idealen Rahmen für dieses Projekt, das durch die Kooperation mit dem AZW und der fhg überhaupt erst möglich wird.“

Eine Auszeit aus dem Alltag
Laut Schätzungen beläuft sich die Zahl solcher Pflegepaare auf etwa 7.000. Als Auszeit aus dem fordernden Alltag und als Burn-out-Prävention soll das Urlaubsangebot ihnen dabei helfen, ihre anspruchsvolle Lebensaufgabe wieder gut zu meistern. Jedem Pflegepaar wird ein/e SchülerIn des Ausbildungszentrums West für Gesundheitsberufe zur Seite gestellt. So können in diesen Tagen Ausflüge und sonstige Aktivitäten unternommen oder aber auch einfach eine Auszeit in idyllischer Umgebung genommen werden – je nach Vorliebe gemeinsam oder beruhigt alleine, da für die professionelle und optimale Betreuung des/r zu pflegenden Angehörigen gesorgt ist.
Sechs Lehrpersonen (diplomierte Pflegekräfte) und ca. 50 Schülerinnen und Schüler begleiten die Paare durch die fünf Tage.

Die Anmeldung soll so unbürokratisch wie möglich erfolgen: „Interessierte melden sich einfach im Referat Frauenförderung, Familien und Senioren“, erklärt Uschi Klee: „Außerdem wird es vorab ein Zusammentreffen der Erholungssuchenden und der PflegeschülerInnen geben, bei dem es genügend Möglichkeit gibt, sich kennenzulernen.“

Prävention und Langzeitwirkung
Zusätzlich zum Freizeitprogramm werden Mikroschulungen für die pflegenden Angehörigen angeboten, um sie noch besser für ihre ambitionierte Aufgabe zu rüsten. „Wir wollen den Menschen professionelle Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, um ihr Leben einfacher zu gestalten“, informiert Markus Moosbrugger.

Begleitet wird das Projekt von einer wissenschaftlichen Studie zum Thema „Stress“. Es soll damit gezeigt werden, dass dieser Urlaub auch eine nachhaltige Verbesserung auf die Stressbelastung von pflegenden Angehörigen bringt. „Mit der Studie versuchen wir, die Stressoren zu identifizieren und im Anschluss zu reduzieren“, erklärt AZW-Direktorin Buchberger.
24. April 2013