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Erfolgreicher Schutz eines Naturdenkmals

Baumaßnahmen der IKB in Dreiheiligen
Im Zuge der aktuellen Kanalbau-Offensive wird im Kreuzungsbereich Dreiheiligenstraße / Zeughausgasse durch die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) seit Jänner 2013 ein neues, unterirdisches Hochwasserpumpwerk zur Entlastung der Altstadt errichtet. Von diesem großen Bauvorhaben ist eine städtische Grünfläche mit einem zwischenzeitlich unter Schutz gestellten Kastanienbaum betroffen.

Zum Schutz und Erhalt des Baumes wurden frühzeitig seitens der Stadt Innsbruck (Gartenamt) und der zuständigen Abteilung der IKB (Kanalbau) normgerechte Richtlinien ausgearbeitet, die während der gesamten Bauarbeiten laufend abgestimmt und überwacht werden. „Die aufwendigen Maßnahmen haben sich gelohnt, der Baum hat keine Schäden davongetragen“, freute sich Grünraumstadtrat Mag. Gerhard Fritz anlässlich einer Besichtigung am 24. Juli gemeinsam mit Mitarbeitern des Gartenamtes und den Projektverantwortlichen der IKB, Ing. Thomas Alt und DI Bernhard Zit.

Wichtig für Klima und Stadtbild
„Dieser Baum ist aus ökologischer und aus optischer Sicht sehr wertvoll für die Anrainerinnen und Anrainer, das Mikroklima an diesem Ort, das Stadtbild und damit für uns alle“, betonte Stadtrat Fritz und wies darauf hin, dass ein Baum dieses Alters einen Wert im hohen fünfstelligen Euro-Bereich habe. Der Stadtrat bedankte sich bei den Verantwortlichen für die gute Zusammenarbeit: „Dieses Projekt ist beispielgebend für alle weiteren Maßnahmen im Stadtgebiet, bei denen erhaltenswerte Bäume betroffen sind.“ „Das Amt für Grünanlagen war von Anfang an eingebunden und das Bewusstsein aller Beteiligten wurde im Vorfeld besonders auf die Notwendigkeit des Baumschutzes hin geschärft“, erläuterte DI Markus Pinter vom städtischen Gartenamt.

Erhaltung von wertvollem Baumbestand
Die betreffende Rosskastanie ist über 80 Jahre alt und wurde auf Anregung aus der Bevölkerung am 16. Oktober 2012 zum Naturdenkmal erklärt. Bei den acht Meter tiefen Baumaßnahmen werden die Wurzeln des Baumes dank eines aufwendig angebrachten Wurzelvorhanges nicht beschädigt. Besonderes Augenmerk wird auch auf den Schutz der Baumkrone gelegt: Hier dient ein zwei Meter hoher massiver Holzzaun, der im Abstand von sieben Metern zum Stamm aufgestellt wurde, als spezieller Schutz.
24. Juli 2013