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Equal Pay Day 2013 am 27. September

Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern
Der Equal Pay Day, der Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern, kennzeichnet rechnerisch den Tag, an dem Männer bereits die Gehaltssumme erreichen, für die Frauen noch bis Jahresende arbeiten müssen, und verdeutlicht damit die bestehenden Einkommensunterschiede. Auch die Stadt Innsbruck setzte ein Zeichen: Die für Frauen zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider verteilte gemeinsam mit Gemeinderätinnen Tragetaschen mit der Aufschrift „Wir machen halbe/halbe“ um auf den Tag aufmerksam zu machen.

Ab 27. September arbeiten Frauen gratis
Wie aus der Lohnsteuerstatistik der Statistik Austria zu ersehen ist, verdienen Frauen in Tirol – bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung und Vergleich der Brutto-Jahreseinkommen – durchschnittlich 26,1 % weniger als Männer (österreichweit 23,2 %). Umgelegt auf die Kalendertage heißt das, dass Frauen in Tirol ab dem 27. September statistisch gesehen für den Rest des Jahres 2013 gratis arbeiten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einkommenssituation der Frauen minimal verbessert (26,8 % - Equal Pay Day am 25. September 2012).

„Der Equal Pay Day bietet eine gute Möglichkeit, öffentlichkeitswirksam einen konstruktiven Dialog rund um das Thema Einkommensgerechtigkeit zu initiieren“, freut sich Vizebürgermeisterin Pitscheider. „Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen einen zwar recht langsamen, aber stetigen Trend zur Verbesserung. Dennoch haben wir noch einen weiten Weg bis zu wirklicher Einkommensgerechtigkeit vor uns!“

Kampagne „Wir machen halbe/halbe“
Der Frauenausschuss des österreichischen Städtebundes, der sich österreichweit für die Anliegen der Frauen einsetzt, setzt heuer anlässlich des Equal Pay Days die Aktion „Wir machen halbe/halbe“ zur gerechten Verteilung von unbezahlter Arbeit fort. Nach wie vor liegt die Hauptlast der familiären Versorgungsarbeit bei den Frauen, die dafür auf ihre Freizeit verzichten müssen. Dies zeige deutlich die Zeitverwendungserhebung zur partnerInnenschaftlichen Teilung der unbezahlten Arbeit, die im Auftrag der Frauenministerin durchgeführt wurde.

Geteilte unbezahlte Arbeit macht sich bezahlt für beide
Die Kampagne will darauf aufmerksam machen, dass es auch anders geht.
Gerechte Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit bringt unter anderem:
• mehr Einkommensgerechtigkeit
• selbstbestimmtes Leben der Geschlechter, frei von starren Rollenerwartungen
• positive Vorbilder für Kinder und Jugendliche
• mehr Freizeit
• mehr Lebenszufriedenheit für alle
• und höhere Beziehungsqualität.

27. September 2013