Logo Innsbruck informiert

Entscheidung beim „Preis für künstlerisches Schaffen“

2010 war der Kunstzweig Musik ausgeschrieben - 46 Einreichungen
(RMS) Alle zwei Jahre vergibt die Stadt Innsbruck alternierend in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Musik den „Preis der Landeshauptstadt Innsbruck für künstlerisches Schaffen“. 2010 war der Kunstzweig Musik ausgeschrieben. Mit 46 Einreichungen erreichte man beim heurigen Wettbewerb den bisherigen Höchststand. Die Jury zeigte sich vom hohen Niveau beeindruckt und die Entscheidungsfindung war nicht einfach. Dennoch wurden nach intensiver Beratung am 16. September 2010 sämtliche Preise einstimmig vergeben.

Eine hochkarätige, internationale Jury, bestehend aus Mag. Wolfgang Praxmarer, Dr. Hubert Stuppner, Germàn Toro-Pèrez und Maria Makraki entschied über die Zuerkennung der Preise. Die Jury tagte unter dem Vorsitz von Kulturamtsleiter Horst Burmann (in Vertretung von Stadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser). Die feierliche Preisverleihung durch Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer findet zu einem späteren Zeitpunkt statt, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

factbox

Pro Teilgebiet werden Geldpreise von € 4.000 (1. Preis), € 2.500 (2. Preis), € 1.500 (3. Preis) vergeben. Die zu bewertenden Arbeiten mussten in den letzten fünf Jahren vor der Ausschreibung vollendet worden sein. Die Kunstschaffenden müssen in Innsbruck geboren oder ihren ordentlichen Wohnsitz seit sechs Jahren in Tirol – einschließlich Südtirol – haben.

Der Preis für künstlerisches Schaffen wurde 1981 ins Leben gerufen und drückt die Wertschätzung der Stadtführung gegenüber den Kunst- und Kulturschaffenden aus. Als Kunstförderpreis existiert die Auszeichnung schon seit 1952. Seit 1976 wird der Preis alle zwei Jahre alternierend in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur und Musik vergeben.

Lebensläufe der Jurymitglieder
Germán Toro-Pérez , geb. 1964 in Santafé de Bogotá/Kolumbien, Kompositionsstudium in Bogotá bei Luis Torres Zuleta und in Wien bei Erich Urbanner. Es folgten ergänzende Studien in Dirigieren bei Karl Österreicher und Peter Eötvos, sowie in Elektroakustik an der Musikuniversität in Wien und am IRCAM in Paris. Sein bisheriges kompositorisches Schaffen umfasst ca. 50 Werke, darunter Kompositionen für Orchester, Instrumentalensemble, Kammermusik, elektroakustische Musik und interdisziplinäre Klangkunstwerke. 1999-2007 Lehrtätigkeit an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, zuletzt als Gastprofessor für Elektroakustische Komposition.
Seit 2007 ist Germán Toro-Pérez Leiter des ICST - Institute for Computer Music and Sound Technology in Zürich und Dozent für Elektroakustische Komposition an der Zürcher Hochschule der Künste.

Dr. Hubert Stuppner, geb. 1944 in Truden/ Südtirol, Pianist, Musikwissenschafter und Komponist, Gründer und Leiter des Internationalen Festivals Zeitgenössischer Musik Bozen.
1981-1997 Direktor des Bozner Konservatoriums „Claudio Monteverdi“ und Leiter des Internationalen Pianistenwettbewerbs „Ferruccio Busoni“, zahlreiche Auszeichnungen und Kompositionspreise (wie des Internationalen Kunstpreises „Le Muse“/Florenz oder des Würdigungspreises für Musik des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht und Kunst). Hubert Stuppner erhielt Kompositionsaufträge namhafter Orchester und Institutionen, u.a. des Österreichischen Rundfunks, der Salzburger Festspiele, der Biennale von Venedig, des Staatstheaters Stuttgart, der Klangspuren Schwaz, renommierter italienischer Orchester („Pomeriggi Musicale“/Milano; „Arturo Toscanini“/Parma, etc.). Internationale Jurytätigkeit

Maria Makraki, geb. in Thessaloniki/Griechenland, Klavier- und Kompositionsstudium an der Athener Musikakademie, Ausbildung zur Dirigentin an der Musikhochschule „Hans Eisler“/Berlin, Preisträgerin bei internationalen Dirigierwettbewerben (u.a. des C.M. von Weber Dirigier-Wettbewerbs/München sowie des Dirigierwettbewerbs der Bergischen Symphoniker). Sie dirigierte Konzerte mit namhaften europäischen Orchestern, darunter das Berliner, Bostoner und Nürnberger Symphonieorchester. 2003 wurde Maria Makraki Kapellmeisterin der Robert-Schumann Philharmonie, 2005 übernahm sie die künstlerische Leitung der CAMERATA EUROPAEA in Berlin. Ihr künstlerischer Fokus liegt auf der europäischen Gegenwartsmusik.

Wolfgang Praxmarer, geb. 1949 in Innsbruck, Studium der Musikerziehung und Germanistik an der Universität Innsbruck, mehrjährige Arbeit als Musikpädagoge an einem Innsbrucker Gymnasium. Von 1991 bis 2009 Leiter der Abteilung für Ernste Musik im ORF-Landesstudio Tirol. Mitbegründer der Reihe „Musik im Studio“ als Aufführungs- und Diskussionsplattform für zeitgenössische Musik in Tirol. Als Musiker/ Lautenist ist Wolfgang Praxmarer im Bereich der Alten Musik in mehreren Ensembles tätig.
Künstlerische Programmgestaltung zahlreicher Rundfunk- und Fernsehproduktionen, Jurytätigkeit.

16. September 2010