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Energieeffizienz und Nachhaltigkeit werden belohnt

Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sind wichtige Themen in der Tiroler Landeshauptstadt, von denen insbesondere die BürgerInnen profitieren. Die Stadt Innsbruck fördert verstärkt Vorhaben im Bereich Umwelt und Energie, wie etwa Maßnahmen in Wohngebäuden zur Erhöhung des Wärme- und Schallschutzes und – seit 2015 – Wärmepumpen-Anlagen.

Das Jahr 2014 war ein erfolgreiches – insbesondere hinsichtlich Nachhaltigkeit und Energieeffizienz: Viele Maßnahmen aus dem Innsbrucker Energieentwicklungsplan konnten erfolgreich umgesetzt werden. So auch der Beitritt zum e5-Länderprogramm für energieeffiziente Gemeinden. In diesem unterzieht sich die Stadt regelmäßigen Energie-Audits, in welchen ausgearbeitete Maßnahmen zur Energieeffizienz und zum Einsatz erneuerbarer Energien beurteilt werden. Nach dem ersten Audit im Oktober 2014 konnte die Stadt Innsbruck bereits im ersten Anlauf mit dem Prädikat „e3“ ausgezeichnet werden. Maßgeblich zu verdanken ist dies der Bandbreite an energieeffizienten Maßnahmen (Energiecontrolling, LED-Straßenbeleuchtung, etc.), dem Innsbrucker Energieentwicklungsplan, dem EU-Energieeffizienzprojekt „Sinfonia“ sowie hohen Förderungen für energetische Sanierungen und eigenen Energieeffizienzkriterien bei Architektenwettbewerben. Auch im Jahr 2015 wird das e5-Programm weiter fortgesetzt. 

Auf städtischer Ebene wird die bereits mit 01. Jänner 2013 in Kraft getretene Förderung „Innsbruck fördert: energetische Sanierung“ angeboten. Sie umfasst Maßnahmen bei Wohngebäuden zur Erhöhung des Wärme‐ und Schallschutzes und weitere umweltfreundliche Projekte: Maßgeschneiderte Förderungen für Fassade, Dämmung, Fenstertausch und Ähnliches werden auch in diesem Jahr wieder angeboten und mit 01. Jänner 2015 noch um die Förderung von elektrisch betriebenen Wärmepumpen im Neubau und in der Sanierung erweitert. 

Wärmepumpen: Förderung ab sofort möglich

Die Stadt Innsbruck fördert elektrisch betriebene Wärmepumpen seit 01. Jänner 2015 mit 25% der anrechenbaren Kosten im Neubau und mit 12,5% der anrechenbaren Kosten in der Sanierung. Gemeinsam mit den bereits bestehenden Förderungen von Land Tirol und den Innsbrucker Kommunalbetrieben können so Förderquoten von über 40% erzielt werden, was die Verwendung dieser Technologie auch finanziell reizvoll macht. Unter Einhaltung der technischen Voraussetzungen kann die städtische Förderung für Wärmepumpen auch unabhängig von der Tiroler Wohnbauförderung lukriert werden.

Mit einer effizienten elektrischen Wärmepumpe kann die kostenlose Energie aus Erdreich, Wasser und Luft sehr günstig genutzt werden, was sich auch mit den Ergebnissen diverser Studien deckt. Die Tatsache, dass der durch die Innsbrucker Kommunalbetriebe gelieferte Strom zu 100% von erneuerbaren Energieträgern stammt, macht die Verwendung von Wärmepumpen im Stadtgebiet noch sinnvoller. In der Sanierung wie auch im Neubau leisten elektrisch betriebene Wärmepumpen gegenüber erdgas- und heizölbefeuerten Systemen also einen deutlichen Beitrag zur Reduzierung des Einsatzes von fossilen Energieträgern.

Nachhaltigkeit im Wohnbereich ist ein wichtiger Schritt in eine umweltfreundliche Zukunft. Innsbruck hat in Sachen Energieeffizienz schon viel geleistet - es ist wichtig, daran anzuknüpfen und die Bewohnerinnen und Bewohner bei nachhaltigen Projekten zu unterstützen und zu fördern.

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Persönliche Beratung für die ideale Sanierung

Eine gute Beratung im Vorfeld der Sanierung ist besonders wichtig. Ziel ist es, die energetische Gesamtsituation des Gebäudes zu erfassen und wichtige Informationen und Tipps zu verschiedenen Dämmsystemen, Fenstern und Verglasungen, umweltfreundlichen Heizungen, der Nutzung von Sonnenenergie, Fördermöglichkeiten und vielem mehr zu geben. 

Den ersten Schritt zur Inanspruchnahme der städtischen Förderung bildet die kostenlose Energieberatung in den Räumlichkeiten des Stadtmagistrats vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen. Interessierten wird empfohlen, hierfür das Wohnungsservice der Stadt Innsbruck zu kontaktieren oder telefonisch einen Termin mit der Beratungseinrichtung ENERGIE TIROL zu vereinbaren (+43 512 / 589 913).

Eckdaten zur Förderung

Die Förderung „Innsbruck fördert: energetische Sanierung“ ist seit nunmehr zwei Jahren in Kraft. Alleine im Jahr 2014 (Stand 17. Dezember 2014) wurden für insgesamt 422 Ansuchen förderbare Gesamtbaukosten von rund 6.770.000 Euro ermittelt. Die Förderung für insgesamt 620 Maßnahmen beträgt rund 788.500 Euro, für umfassende Sanierungen wurde zusätzlich ein Ökobonus von rund 56.000 Euro ausbezahlt. Das Gesamtförderungsvolumen im Jahr 2014 belief sich somit auf 844.500 Euro. Der weitaus größte Anteil an der Förderung wurde für den Austausch von Fenstern aufgewendet – dies betraf 403 der insgesamt 620 Maßnahmen.

Im Stadtgebiet von Innsbruck gibt es derzeit rund 150 Erd- und 100 Grundwasser-Wärmepumpen. Somit wird von maximal 25-30 Förderfällen pro Jahr ausgegangen. Die Kosten hierfür können derzeit von der jährlich budgetierten Förderung „Innsbruck fördert: energetische Sanierung“ abgedeckt werden. (KS)