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Urgroßneffe und Vertreter der Lechtaler Delegation Toni „Bluatschink“ Knittel, Urenkel und „Familiensprecher“ Helmut Pechlaner, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider und Stadtrat Gerhard Fritz bei der feierlichen Eröffnung des Anna-Stainer-Knittel-Weges. (hintere Reihe 3.v.l.)
Urgroßneffe und Vertreter der Lechtaler Delegation Toni „Bluatschink“ Knittel, Urenkel und „Familiensprecher“ Helmut Pechlaner, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider und Stadtrat Gerhard Fritz bei der feierlichen Eröffnung des Anna-Stainer-Knittel-Weges. (hintere Reihe 3.v.l.)

Ein Weg für Geierwally - Die Künstlerin

Trotz des regnerisch kalten und windigen Wetters kamen viele Gäste zur feierlichen Einweihung und Eröffnung des Anna-Stainer-Knittel-Weges am 22. Oktober. Unter ihnen waren, neben den VertreterInnen der Politik, allen voran Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider, Stadtrat Mag. Gerhard Fritz und zahlreiche GemeinderätInnen und VertreterInnen der städtischen Beamtenschaft, viele UrenkelInnen der Anna Stainer-Knittel.

 

„Es ist schon etwas Besonderes, wenn eine neue Straße einen Namen bekommt, und noch dazu den einer Frau“, betonte Innsbrucks Bürgermeisterin: „Daher freut es mich, dass so zahlreich die Nachkommen der Anna Stainer-Knittel heute hierher gekommen sind, um mit uns diese Einweihung zu begehen.“ In der Höttinger Au dürfen über 400 BewohnerInnen in 142 Wohnungen den ehrenvollen Straßennamen in ihrer Adresse anführen.

 

Wer war Anna Stainer-Knittel?

Anna Stainer-Knittel wurde 1841 in Elbigenalp im Lechtal geboren. Sie studierte an der Kunstakademie München zu einer Zeit, in der noch keine Frauen offiziell an Universitäten zugelassen waren. Ihr Studium musste sie aufgrund von Geldmangel abbrechen und kehrte wieder in ihre Heimat zurück, wo sie aber weiterhin künstlerisch tätig war und sich so ihren Lebensunterhalt verdiente.

1867 ehelichte sie Engelbert Stainer in Innsbruck, wo sie von nun an gemeinsam lebten. Sechs Jahre später eröffnete sie die „Zeichen- und Malschule für Damen“, die sie bis ins hohe Alter leitete.

Ihr Werk „Selbstporträt in Lechtaler Tracht“ wurde vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum angekauft. Unzählige Blumenzeichnungen enstanden während ihrer Schaffensphase und sie malte über 130 Portraits, unter anderem für Kaiser Franz-Josef.

Ein Urenkel Anna Stainer-Knittels und kurzerhand zum Familiensprecher ernannt, Dr. Helmut Pechlaner, schilderte leidenschaftlich und sehr bildhaft das Leben und die Eigenheiten seiner Vorfahrin. Dass sie als Geierwally Berühmtheit erlangte, ist nicht im Sinne ihrer Nachkommen, stellt es doch ihre Berufung und ihr Schaffen als Künstlerin zu sehr in den Hintergrund.

Aufgrund dieser Tatsache und um das wertvolle Andenken Stainer-Knittels zu ehren und zu erhalten, wurde auf Initiative einiger BewohnerInnen des Lechtals der „Anna-Stainer-Knittel-Gedenkweg“ ins Leben gerufen, der im Frühsommer 2015 eröffnet wird. Toni „Bluatschink“ Knittel, ein Urgroßneffe der Geehrten, lädt alle Anwesenden zur feierlichen Eröffnung ein. (VL)