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Einsegnungshalle erstrahlt in neuem Glanz

Jugendstilfresken am Ostfriedhof wurden restauriert
Die Einsegnungshalle am Innsbrucker Ostfriedhof erstrahlt in neuem, würdigem Glanz. Nachdem die Jugendstilfresken in der Halle im Laufe der Zeit verblasst sind und zum Teil nur noch schwer erkennbar waren, wurden sie – in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt und der Kulturabteilung des Landes – in den vergangenen Wochen restauriert. Der Sanierungsauftrag wurde an die IIG vergeben, die Restaurierung von der Firma Pescoller Werkstätten vorgenommen.

Kulturreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und der für Grünanlagen und Friedhöfe zuständige Stadtrat Mag. Gerhard Fritz stellten am 17. Mai im Beisein des Restaurators Walter Faveno (Pescoller Werkstätten) sowie Baumeister Ing. Markus Schöpf (IIG – Geschäftsbereichsleiter Technik) und Mag. Alexander Legniti (Referent Friedhofsverwaltung) das restaurierte Gemälde der Öffentlichkeit vor.

„Es ist wichtig, dass die öffentliche Hand hier Geld in die Hand nimmt um Kultur- und Naturjuwele wie diese zu erhalten und regelmäßig zu verschönern“, so die Bürgermeisterin: „Ich darf der Friedhofsführung gratulieren und mich dafür bedanken, mit welcher Leidenschaft hier Kulturdenkmäler gepflegt werden.“

Stadtrat Fritz betonte den Mehrwert der städtischen Friedhöfe in zeit- und kulturgeschichtlicher Hinsicht: „Seit Kurzem ist Innsbruck Teil der Vereinigung signifikanter Friedhöfe. Hier gehören wir einem Netzwerk von 150 historisch und künstlerisch bedeutsamen Friedhöfen in Europa an, das sich deren Pflege verschrieben hat.“

Ein würdiger Rahmen
Die Gedenkkapelle wurde nach Plänen von Eduard Klingler (damals Leiter des Stadtbauamtes) in den Jahren 1912-1916 erbaut. „Es wurden nicht nur das Gemälde sowie die Holzdecke gereinigt und die Schadstellen restauriert, sondern wir haben auch den Samtvorhang am Eingang erneuert, sodass die Halle nun auch wieder den entsprechend würdigen Rahmen für Trauerfeierlichkeiten bietet“, erklärte Alexander Legniti.

Die Arbeiten fanden im Frühjahr, während des Friedhofbetriebs statt, was eine zusätzliche Herausforderung dargestellt hat. „Die Restaurierung gestaltete sich als sehr aufwendig, da es sich um ein großflächiges Gemälde handelt“, so der Restaurator Walter Faveno. Die Kosten betragen etwa 60.000 Euro brutto, wobei die Sanierung durch Bund und Land mit 10.000 Euro gefördert wurde.

Weitere Eindrücke des restaurierten Freskos finden Sie unter www.innsbruckinformiert.at.
17. Mai 2013