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Eine Straßenbahnfahrt mit Folgen

Ehepaar Schweizer feierte Gnadenhochzeit
Die Geschichte von Emilie und Horst Schweizer beginnt mit einer Straßenbahnfahrt, bei der sich die Eheleute einst kennenlernten. Am 14. Juli 1943 gaben sie sich schließlich das Ja-Wort und legten somit den Grundstein für ihr 70-jähriges Eheglück. Anlässlich ihrer Gnadenhochzeit besuchte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer das rüstige Paar am 25. Juli und überbrachte Glückwünsche sowie einige Präsente.

„Wir sind sehr zufrieden und glücklich, wir waren immer glücklich – 70 Jahre lang, das ist fast nicht zu glauben“, berichtete Emilie Schweizer der Bürgermeisterin. Auch Ehemann Horst erklärte, dass „wir uns nicht beklagen können“. Beim gemütlichen Beisammensitzen stellte das Innsbrucker Stadtoberhaupt fest, dass man dem Jubelpaar die Zufriedenheit ansehe. Außerdem meinte sie: „Es ist ein Segen, so wie Sie beide gemeinsam und noch dazu im eigenen Heim alt werden zu dürfen“.

„Die ersten Jahre waren nicht einfach“, erzählte Horst Schweizer, der noch ganz genau weiß, dass er seine Emilie in der „alten Einser“ kennengelernt hat. Während des Krieges war er in Italien stationiert, bekam glücklicherweise aber Heiratsurlaub. Emilie Schweizer ging in Folge der Bombardierungen nach Kitzbühel, wo auch ihr Sohn zur Welt kam. Die beiden 94-Jährigen haben insgesamt drei Kinder und inzwischen sogar acht Enkel sowie sieben Urenkel.

Um den Haushalt in ihrer Pradler Wohnung kümmert sich Horst Schweizer, der auch für das leibliche Wohl seiner Frau sorgt. „Mein Mann kocht so gut“, lobte Emilie die Kochkünste ihres Gatten, der lange Zeit als Revisor tätig war. Ihr Hochzeitsjubiläum feierte das Paar im Kreise der Familie, für die sie auch gemeinsam kochten.
29. Juli 2013