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Ein steinernes Eheversprechen

Anni und Walter Graziadei feiern 67,5 gemeinsame Ehejahre.
Seit 67 ½ Jahren sind Anni und Walter Graziadei aus Innsbruck verheiratet – doch die gegenseitige Liebe und Wertschätzung ist noch so frisch wie am ersten Tag. Am 20. Jänner besuchte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer das glückliche Jubilarpaar in der Seniorenresidenz Veldidena, um zur steinernen Hochzeit zu gratulieren.

„Im Namen der Stadt Innsbruck darf ich Sie beide zu diesem freudigen Jubiläum beglückwünschen“, so die Bürgermeisterin, die mit einem bunten Blumenstrauß besonders Anni Graziadei erfreuen konnte. „Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit für die nächsten Jahre und hoffe, dass Sie auch weiterhin so harmonisch und glücklich miteinander leben werden.“

Harmonie und Zusammenhalt
Geheiratet haben die gebürtige Bayerin und der gebürtige Innsbrucker vor genau 67 ½ Jahren am 20. Juli 1944 – in Aschau, dem Heimatort von Anna Graziadei. „Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht“, meint Walter, der vom ersten Tag an von „seiner Anni“ begeistert war: „Ich hab sie gleich als geist- und schwungvolle Person erlebt, das hat mich sehr beeindruckt.“

Der mittlerweile fast 93 Jahre alte Walter Graziadei studierte an der Technischen Hochschule München und arbeitete lange Zeit bei den Innsbrucker Stadtwerken, ehe er 1985 aus dem aktiven Dienst als Generaldirektor des Unternehmens ausschied. Auch im hohen Alter blieb er ein begeisterter Sportler: Bis zu seinem 83. Lebensjahr fuhr er Ski und Tennis spielte er sogar noch mit 85.
Seine drei Jahre jüngere Ehefrau, die einer bayerischen Brauereidynastie entstammt, kümmerte sich um die Erziehung der insgesamt drei Kinder. Die Familie lebte – nach vier Jahren in Bayern – ab 1949 in Innsbruck. In die Seniorenresidenz Veldidena sind die beiden aber erst vor knapp einem Jahr gezogen.

„Der Zusammenhalt und die Harmonie in der Familie waren mir immer am wichtigsten und ich wollte diese Werte meinen Kindern, auf die ich sehr stolz bin, mitgeben“, so Anni Graziadei. „Ich finde es traurig, dass sich heute so viele junge Paare wegen Kleinigkeiten wieder scheiden lassen. In einer Ehe muss man auch Zugeständnisse machen können.“
Besonders freut sie sich, wenn sie ihre Kinder, zu denen sich mittlerweile schon zahlreiche EnkelInnen und UrenkelInnen gesellt haben, besuchen kommen.
23. Jänner 2012