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Ein Jahrhundert an Lebenserfahrung:

Edith Reiter feiert ihren 100. Geburtstag.
Drei Tage und 100 Jahre ist es her, dass Edith Reiter am 27. August 1911 das Licht der Welt erblickte. Ein volles Jahrhundert später, am 29. August 2011, wurde Sozialreferent Vizebürgermeister Franz X. Gruber die Freude zuteil, Frau Reiter zu ihrem 100. Geburtstag zu gratulieren. Mit Kaffee und Kuchen bewirtschaftete die fröhliche Seniorin den Gast, der einen bunten Sommerblumenstrauß als Geschenk mitbrachte.

Edith Reiter, deren Mutter aus Rattenberg und Vater aus Brixlegg stammten, wurde in Urfahr bei Linz geboren, wo ihr Vater als Apotheker tätig war. Nach Innsbruck kam sie mit ihrem Mann Dr. Vinzenz Reiter, der als erster leitender Staatsanwalt bis 1964 im Dienste des Gesetzes stand. Mit ihm hat sie zwei Kinder großgezogen und ist nun zweifache Oma und Uroma. „Geheiratet haben wir 1933 in der Stiftskirche von Wilten bei Dominikus Dietrich, Innsbrucks letztem Stadtpfarrer“, erzählte die Jubilarin.

Alt werden im Kreise der Familie
Noch heute wohnt die rüstige Seniorin im Haus der Familie Reiter gemeinsam mit ihrer Pflegerin Anna, mit ihrem Sohn und der Familie ihres Enkels. „Wir sind alle sehr froh, dass es ihr gesundheitlich so gut geht, dass sie noch zu Hause leben kann und sind den Pflegerinnen sehr dankbar“, beteuerte der Sohn Dr. Gerhard Reiter. Auch das Geburtstagskind genießt es sichtlich, im Kreise ihrer Lieben zu wohnen.

Früher ging Frau Reiter gerne mit ihrem Mann auf den Berg, unternahm Skitouren und benutzte nie einen Skilift. Heute sind ihre Beine zwar nicht mehr stark genug, um sie auf längeren Spaziergängen zu tragen, doch ihr Gedächtnis funktioniert noch immer wunderbar. „Wenn ich mich an etwas nicht mehr erinnern kann, dann muss ich nur meine Mutter fragen, sie weiß alles ganz genau“, bestätigt Altphilologe Dr. Gerhard Reiter, der mittlerweile selbst schon 77 Jahre alt ist.

Interessiert lauschte die 100-Jährige den politischen und geschichtlichen Gesprächen, die Vizebürgermeister Gruber mit ihrem Sohn führte und klinkte sich immer wieder mit eigenen Kommentaren ein. Auch Gruber hatte Spaß: „Diese Termine gehören für mich zu den schönsten. Ich freue mich schon, Sie auch im nächsten Jahr wieder besuchen zu dürfen.“ Frau Reiters Antwort darauf: „Sie sind immer willkommen, ich habe Sie für nächstes Jahr schon vorgemerkt.“
30. August 2011