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Ein herzlicher Besuch im Rathaus

Herzspezialist Univ.-Prof. Dr. Franz zu Gast bei der Bürgermeisterin
Ein „Innsbruck-Buch“ gab es von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer für Univ.-Prof. Dr. Wolfgang-Michael Franz, den neuen Leiter der Universitätsklinik für Innere Medizin III – Kardiologie und Angiologie, Schwerpunkt Kardiologie. Vergangene Woche besuchte der Münchner Herzspezialist das Innsbrucker Stadtoberhaupt im Rathaus und berichtete von Entwicklungen im Gesundheitswesen, den Möglichkeiten der Kardiologie, seiner Liebe zu den Bergen sowie seinem Vorhaben, die Grundlagenwissenschaft in Innsbruck auszubauen.

„Ich beobachte Entwicklungen an der Klinik sowie im Gesundheitswesen mit großem Interesse“, begrüßte Bürgermeisterin Oppitz-Plörer ihren Gast. Auch Prof. Dr. Franz zeigte sich über das Treffen erfreut: „Schön, dass wir Zeit für ein persönliches Gespräch gefunden haben.“ Beim gemütlichen Beisammensitzen war unter anderem die neue Heimat des Herzspezialisten Thema. Dabei waren sich die Bürgermeisterin und der Direktor einig: „Innsbruck ist eine kleine Großstadt. Die Qualität der Innsbrucker Einrichtungen im Kultur-, Freizeit- und Bildungsbereich spricht für sich.“

Herzkreislauferkrankungen bei Frauen
Prof. Dr. Franz berichtete zudem aus seinem Arbeitsalltag sowie der Erkrankung des Herzinfarktes: „Der Herzinfarkt und seinen Folgen stellen die häufigste Todesursache bei Frauen dar. Trotz wesentlicher Fortschritte in der Therapie, haben Frauen ein höheres Risiko an einem Herzinfarkt zu versterben als Männer.“ Außerdem erklärte er, dass in der Summe internationaler Daten die Mortalität von Frauen nach einem Herzinfarkt, vor allem während der ersten sieben bis 30 Tage mit etwa 10 Prozent fast doppelt so hoch sei, wie die von Männern. Ein Grund dafür könnten laut dem Herzspezialisten die unterschiedlichen Symptome eines Herzinfarktes bei Frauen sein (Rückenschmerzen, Schwäche oder Hitzegefühle), welche zu einer falschen Einschätzung der Situation führen.

Zudem erläuterte Prof. Dr. Franz, dass Patientinnen bei Auftreten eines Herzinfarktes im Schnitt etwa zehn Jahre älter sind als Männer. Im Durchschnitt also 72 Jahre statt 63 Jahre bei Männern.

Von Auslandsaufenthalten, Fähigkeiten und der Familie
Prof. Franz wurde in München geboren und wuchs auch dort auf. „Später kam ich viel in der Weltgeschichte herum“, erzählte der Direktor. Stationen seiner Laufbahn waren dabei etwa Porto Allegre, Rio de Janeiro (beide Brasilien), Johannesburg (Südafrika), San Diego, Villejuif (Frankreich) sowie Heidelberg oder Lübeck.

Am 1. Juli 2013 trat er schließlich den Dienst als Leiter der Universitätsklinik für Inneren Medizin, Schwerpunkt Kardiologie, an. Wie der Arzt selbst berichtete, erleichterte auch die Tatsache, dass er mit einer gebürtigen Innsbruckerin verheiratet ist, den Umzug in die Tiroler Landeshauptstadt.

Der langjährige, invasiv tätige Oberarzt vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München verfügt über das gesamte Spektrum der modernen interventionellen Kardiologie und ist ein anerkannter Forscher.
20. Dezember 2013