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Ein Ehejubiläum mit Seltenheitswert

Rosa und Johann Lanbach feierten Gnadenhochzeit
Silberne Hochzeit, Goldene Hochzeit und Steinerne Hochzeit – all diese Jubiläen konnten Rosa und Johann Lanbach bereits begehen. Am 21. Mai besuchte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer das Jubelpaar anlässlich eines seltenen Jubiläums: Dem 70-jährigen Eheversprechen, der Gnadenhochzeit. Als Anerkennung für diese besondere Lebensleistung gab es für das Paar nicht nur einen Blumenstrauß, sondern auch eine Urkunde und die Jubiläumsgabe des Landes Tirol in der Höhe von 1.100 Euro.

„Dass man ein solches Jubiläum wie das Ihrige gemeinsam erleben kann, ist sehr selten und nicht selbstverständlich. Ich wünsche Ihnen alles Gute“, zeigte sich Bürgermeisterin Oppitz-Plörer beeindruckt. Auf die Frage nach dem Geheimnis für ein langes, glückliches Leben gab die 91-jährige Rosa Lanbach den Rat, das Leben „so zu nehmen wie es ist und das Beste daraus zu machen“. Ihren Hochzeitstag feierte das Ehepaar bereits am 8. Mai im Kreise der Familie: Zwei Kinder, drei Enkel und sechs Urenkel hat das rüstige Ehepaar inzwischen.

Rosa Lanbach und ihr Johann lebten lange Zeit im Stadtteil Pradl, bevor sie Ende Jänner schließlich in das Wohnheim Reichenau zogen. Auch wenn die Entscheidung für den Umzug in das Wohnheim nicht leicht fiel, sind die Eheleute mittlerweile sehr zufrieden mit ihrem neuen Domizil: „Das Personal ist nett und freundlich und außerdem fährt man mit dem Lift hinunter und ist gleich im Grünen“, erklärte der 93-Jährige, der mit seiner Frau heute noch gerne spazieren geht.

Kennengelernt haben sich die beiden über Rosas Brüder, die mit Johann zur Schule gingen. Während des Zweiten Weltkrieges war Johann Lanbach in Russland stationiert und geriet später in Kriegsgefangenschaft, während seine Ehefrau als Stenotypistin drei Jahre lang in Frankreich arbeitete. Nach dem Krieg war Johann Lanbach beim Wasserwerk der Stadt Innsbruck tätig.

Zum Schluss präsentierten die gebürtigen Innsbrucker ihre alten Hochzeitsfotos, von denen sowohl Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer als auch Heimleiterin Katharina Becke und Pflegedienstleiterin Mag.a Bakk. Renate Kirchler begeistert waren.
22. Mai 2013