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Ein Besuch in der Heilstättenschule

Schulische Betreuung im Krankenhaus.
Damit PflichtschülerInnen auch während ihres Klinikaufenthalts nicht zu viel vom Lernstoff versäumen, bietet die Heilstättenschule Innsbruck schulische Betreuung in enger Absprache mit der jeweiligen Stammschule. Pro Jahr werden durchschnittlich 500 Kinder und Jugendliche, deren Klinikaufenthalt länger als zwei Tage dauert, von insgesamt 10 PädagogInnen unterrichtet.

Bildungsreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann machte sich zusammen mit Dr. Karin Zangerl (Amtsleiterin Familie, Bildung und Gesellschaft) und Mag. Christian Biendl (Referent Bezirksschulangelegenheiten) am 25. Jänner persönlich ein Bild von der Einrichtung. Die Stadt Innsbruck ist Schulerhalter der Heilstättenschule, die TILAK stellt Räumlichkeiten und andere Ressourcen zur Verfügung.

„Ich bin sehr beeindruckt, unter welchen Umständen und wie flexibel die Lehrerinnen und Lehrer hier in der Klinik ihre Arbeit verrichten“, so Bildungsreferent Vizebürgermeister Kaufmann. Denn die meisten der 7- bis 15-Jährigen sind längerfristige Patienten, beispielsweise auf der Onkologie oder den Stationen der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Eine weitere Herausforderung: Der Verlauf des Unterrichts ist oft von der Tagesverfassung der Kinder abhängig und muss daher individuell und offen sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Klinikpersonal gestaltet werden.

„Wir verstehen uns als das Bindeglied zur Herkunftsschule während des Klinikaufenthalts“, erläuterte Schulleiter Andreas Waidhofer. „Unser nächstes Ziel ist es, eine Bücherei mit aktuellen Schulbüchern aufzubauen, denn der versäumte Lernstoff soll so gut wie möglich erarbeitet werden“. Doch nicht allein die Aufarbeitung des Lernstoffs sei wichtig: „Uns geht es darum, die Tagesstruktur und die sozialen Kontakte der Kinder zu den Mitschülern aufrecht zu erhalten“, so Waidhofer.

Das Engagement der PädagogInnen geht oft über den eigenen Unterricht hinaus: Die LehrerInnen der Heilstättenschule organisieren auch einen häuslichen Unterricht, denn häufig dürfen gerade die an Krebs erkrankten Kinder wegen der Infektionsgefahr ihre Stammschule über einen längeren Zeitraum hinweg nicht besuchen.

Weitere Informationen unter www.heilstaettenschule.schulweb.at
26. Jänner 2011