Logo Innsbruck informiert
Stadtrat Franz X. Gruber, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Stadtrat Gerhard Fritz (v.l.n.r.) gratulierten Felix Mitterer (2.v.l.) zum Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck.
Stadtrat Franz X. Gruber, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Stadtrat Gerhard Fritz (v.l.n.r.) gratulierten Felix Mitterer (2.v.l.) zum Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck.

Städtisches Kulturehrenzeichen an Felix Mitterer

Bekannter Tiroler Autor und Schauspieler geehrt

Die Tiroler Landeshauptstadt ist besonders kulturaffin. Dies drückt sich unter anderem in der finanziellen Förderung und Unterstützung vieler Kulturvereine, Institutionen und Infrastrukturbauten aus, wird aber auch anhand der Verleihung des Ehrenzeichens für Kunst und Kultur deutlich. Im Anschluss an die Premiere von „Don Camillo und Peppone“ am 04. Dezember im Dom zu St. Jakob, wurde diese Ehre auch dem bekannten Tiroler Autor und Schauspieler Felix Mitterer zuteil. Mitterer wurde bereits 1978 mit dem Kunstpreis der Stadt Innsbruck für Dramatische Dichtung ausgezeichnet.

Bürgermeisterin und Kulturreferentin Mag.a Christine Oppitz-Plörer nahm die Ehrung in Anwesenheit von VertreterInnen aus dem Innsbrucker Stadtsenat und Gemeinderat persönlich vor: „Sie zählen zu den Größen in der Tiroler und Österreichischen Literatur. Als Dramatiker und Schauspieler sind Sie nicht mehr aus der Kulturszene wegzudenken. Mit Ihren gesellschaftskritischen Texten waren Sie oft Ihrer Zeit voraus. Vor allem die legendären Theaterstücke ‚Kein Platz für Idioten‘ und ‚Kein schöner Land‘ sowie die durchaus kontroversiellen Fernsehproduktionen ‚Die Piefkesaga‘ und ‚Verkaufte Heimat‘ haben in den ausgehenden 1980er Jahren für Aufregung gesorgt“, strich Innsbrucks Bürgermeisterin hervor.

Kulturehrenzeichen an Felix Mitterer

Felix Mitterer (geb. am 06. Februar 1948 in Achenkirch) ist als österreichischer Dramatiker und Schauspieler und als Theater-, Hörspiel- und Drehbuchautor tätig.

Er wurde als Sohn der verwitweten Landarbeiterin Adelheid Marksteiner und eines rumänischen Flüchtlings geboren und direkt nach der Geburt von einem mit der Mutter damals befreundeten Landarbeiterehepaar adoptiert. In Kitzbühel und Kirchberg ging er zur Schule, besuchte danach die Lehrerbildungsanstalt in Innsbruck und arbeitete ab 1966 beim Innsbrucker Zollamt. 1970 wurden seine ersten Beiträge im ORF gebracht. 1977 machte er sich als freier Autor selbständig. Neben seiner literarischen Tätigkeit tritt er auch immer wieder, wie in seinem ersten Theaterstück Kein Platz für Idioten, als Schauspieler auf. Felix Mitterer arbeitet und lebt seit 1995 in Castlelyons (Caisleán Ó Liatháin), Irland. 2010 hat er einen Bauernhof in Ravelsbach im Weinviertel gekauft, den er seit 2011 bewohnt.

Mitterer bezeichnet sich selbst als „Tiroler Heimatdichter und Volksautor“ und führt mit seinen Werken, die sich oft einer mundartlichen Kunstsprache bedienen, die Tradition des Volksstücks in Inhalt und Form fort. Dabei greift er meist problematische und kontroverse Themen auf. Einige bekannte Werke: „Piefke-Saga“, „Verkaufte Heimat“, „Kein Platz für Idioten“, „Die wilde Frau“, „Kein schöner Land“ usw..

Darüber hinaus schrieb er in Anlehnung an die Geschichte von Pius Walder Drehbücher für mehrere in Österreich spielende Tatortfolgen.

Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck

Personen, die sich um die Stadt auf dem Gebiet der Kunst oder der Kultur verdient gemacht haben, kann der Innsbrucker Gemeinderat das „Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck" (nach §4 Absatz 4 des Innsbrucker Stadtrechtes) verleihen. Die Ehrung für Felix Mitterer wurde vom Gemeinderat in der Sitzung am 16. Juli 2015 beschlossen. (KR)