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Dr. Elmar Schmid zum Gedenken

Stadt Innsbruck sowie Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiterschaft der IKB trauern um Dr. Elmar Schmid.
Stadt Innsbruck sowie Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiterschaft der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG trauern um Dr. Elmar Schmid, der von 1974 bis 2001 maßgeblich die finanziellen Geschicke der Stadt Innsbruck und zwei Jahrzehnte lang auch die der IKB AG geprägt hat. Dem schließt sich auch der Mitaktionär TIWAG an. Bereits von 1992 bis 1994 war Schmid als Vorsitzender der Projektgruppe „Innsbrucker Kommunalbetriebe AG“ ausschlaggebend an der erfolgreichen Gründung der IKB AG beteiligt. Von 1994 bis 2003 bekleidete er die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden. Ab 2003 übernahm er den Vorsitz im Vorstand, bis er sich 2010 gesundheitsbedingt in den Ruhestand zurückziehen musste.

Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer hob die Verdienste Schmids bereits als Finanzdirektor der Landeshauptstadt hervor, eine Position, die er bis zu seiner Pension 2001 innehatte und die u.a. in die Gründung der IKB AG und konsequenterweise mit ihm als erstem Aufsichtsratsvorsitzenden mündeten: „Bei Elmar Schmid stand immer die Sachlichkeit im Vordergrund. Ganz besonders war aber seine Glaubwürdigkeit. Deshalb hatten Stadtregierung und Gemeinderat immer fraktionsübergreifend höchstes Vertrauen in Schmid und seine Arbeit.“

Vorstandsvorsitzender Dr. Bruno Wallnöfer, jahrzehntelang Weggefährte in Stadtverwaltung, Kommunalpolitik und Energiewirtschaft, betonte namens der TIWAG als Mitaktionär der IKB: „Elmar Schmid hat nicht nur den Grundstein für die Umwandlung der Stadtwerke in eine Aktiengesellschaft gelegt. Hernach gelang es Elmar Schmid mit seinen exzellenten kommunalpolitischen Erfahrungen, das Unternehmen als Aufsichtsrats- und zuletzt als Vorstandsvorsitzender sicher durch alle steuerlichen, wirtschaftlichen und politischen Stromschnellen zu steuern.“

IKB-Aufsichtsratsvorsitzender Univ.-Prof. Dr. Manfried Gantner würdigt vor allem die persönlichen Fähigkeiten Schmids: „Ein analytischer Geist, eine hohe Umsetzungskompetenz, Beharrlichkeit und intellektuelle Redlichkeit sind einige der Eigenschaften, die Schmid immer ausgezeichnet haben. Für uns war er immer ein Vorbild. Ohne ihn wäre der wirtschaftliche Erfolg der IKB niemals möglich gewesen. Dafür ist ihm zu danken“.

IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider betont: „Unter der Ägide von Dr. Schmid, der zum persönlichen Freund wurde, entstand aus den früheren Stadtwerken eines der erfolgreichsten Stadtwerk im deutschsprachigen Raum. Dazu nur einige Schlagworte: Ausweitung der IKB-eigenen Stromerzeugung (Naturstromkraftwerk Mühlau, Kraftwerk Schreierbach und Kraftwerk Mühlen); neue Abfalllösung für den Tiroler Zentralraum samt Errichtung der mechanischen Abfallsortieranlage Ahrental; Aus- und Neubauten der Umspannwerke und Start der Kanaloffensive; neues Bäderkonzept gemeinsam mit der Stadt und Neueröffnung der Erlebnisoase im O-Dorf als Familienbad. Elmar Schmid war auch maßgeblich verantwortlich dafür, dass der Infrastrukturkonzern IKB AG mit Beteiligungen wie den Innsbrucker Verkehrsbetrieben und weiteren strategischen Beteiligungen wie dem Innsbrucker Flughafen und zahlreichen Tochterunternehmen substantielle Zuwächse erzielen konnte. Namens meiner Vorstandskollegen DI Franz Hairer und DI Helmuth Müller sowie der gesamten Mitarbeiterschaft der IKB entbiete ich der Familie unser tiefes Mitgefühl.“

Betriebsratsvorsitzende Verena Steinlechner-Graziadei spricht über den Verstorbenen als „ganz tollen Chef“, mit dem es u.a. gelungen sei, einen modernen Kollektivvertrag auszuhandeln.

Schmids Verdienste hatte die Stadt mit der Verleihung des Ehrenringes im Jahr 2002 gewürdigt. Das Land Tirol zeichnete Schmid vor kurzem mit dem Verdienstkreuz aus.
29. Oktober 2012