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Die nächsten Schritte zum Ausbau der Straßenbahn

Stadtführung präsentierte neue Kommunikationsstrategie
Im Rahmen des Medien-Jour fixe stellte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes die weiteren Schritte der gemeinsamen Kommunikationsstrategie zum Ausbau der Straßenbahn vor. Unter dem Motto „Eine gute Verbindung – die Straßenbahn“ beschreiten Stadt Innsbruck und IVB dabei neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit, um die Bevölkerung noch umfassender und laufend über dieses infrastrukturelle Großprojekt zu informieren.

„Der Ausbau der Straßenbahn kommt jetzt dort an, wo es die Bevölkerung auch spürt. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, gezielt vor Ort gemeinsam zu informieren“, so die Bürgermeisterin: „Wir scheuen das Gespräch nicht. Es ist eine Bringschuld der Politik, sich vor Ort der Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern zu stellen. Politik und Fachexperten sollen hier Überzeugungsarbeit leisten.“

Gemeinsamer Auftritt in neuem Design
Im Vordergrund steht der engere gemeinsame Auftritt von Stadt Innsbruck und IVB. Aber nicht nur inhaltlich soll die Kommunikation der Projektverantwortlichen mit den BürgerInnen und AnrainerInnen verbessert werden, auch der optische Auftritt der Informations- und Marketingmaßnahmen wurde neu gestaltet.

Unter anderem werden Informationsschreiben und -broschüren an alle Haushalte zugestellt sowie digitale Auftritte besser aufeinander abgestimmt und miteinander verbunden. Als erste größere Maßnahme sollen zwei Infoveranstaltungen – in Hötting West und in Pradl – vor Ort alle interessierten BürgerInnen umfassend über die aktuellen und geplanten Arbeiten informieren.

In weiterer Folge werden auch über die IVB Homepage, die auch über städtische Internetseiten verlinkt wird, allgemeine Projektdaten sowie aktuelle Baustelleninformationen und Projektabschnitte veröffentlicht. Diese beinhalten die Umleitungspläne für den Individualverkehr, Öffentlichen Verkehr oder RadfahrerInnen. Über soziale Medien wie Facebook werden entsprechende Auftritte eine enge Einbindung der BürgerInnen in den Projektverlauf auf breiter Ebene ermöglichen.

„Das Projekt schreitet zügig voran und damit kommen wir dem Projektziel 2020 mit jedem fertiggestelltem Abschnitt näher“, erläuterte IVB-Geschäftsführer Baltes: „Das Wohlbefinden der Fahrgäste ist uns neben Komfort und Mobilität ein großes Anliegen. Ein gut ausgebauter öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) entwickelt sich immer mehr zum Standortvorteil. Daher möchten wir künftig über viele Mobilitätsthemen berichten und informieren“

Erfolgsprojekt Straßenbahn
Die Gründe für einen umfangreichen Ausbau der Straßenbahn sind vielfältig: „Der mittel- und langfristige Ausbau ist der einzige Weg, die Mobilität in der Stadt aufrecht zu erhalten. Schließlich müssen wir der fortschreitenden Stadt- und Standortentwicklung gerecht werden“, führte die für Mobilität zuständige Vizebürgermeisterin Pitscheider aus: „Sowohl die Wirtschafts- als auch die Wohnbauentwicklung erfordern effiziente Systeme in der Mobilität.“

Die für 2020 prognostizierten Fahrgastzahlen, die zu Beginn des Projektes angenommen wurden, wurden bereits 2012 erreicht. Ein erhöhtes Umweltbewusstsein der Bevölkerung sowie hohe Benzinpreise sind nur einige der Ursachen, weshalb die Fahrgastzahlen der IVB (allein 2013 hochgerechnet 44,9 Millionen – 6 Prozent mehr als im Vorjahr) konstant ansteigen. Mit den bisherigen Transportkapazitäten der Busse ist das kaum mehr bewältigbar. Allein eine Straßenbahn-Doppelgarnitur kann mehr als doppelt so viele Fahrgäste transportieren wie beispielsweise ein aktuell im Einsatz befindlicher Bus der Linie O. Dadurch kann auch die Verkehrsbelastung im Stadtgebiet erheblich reduziert werden.

Der Ausbau der Straßenbahn wird somit die Mobilität und die Lebensqualität der InnsbruckerInnen deutlich erhöhen. Als leistungsfähiges und stadtverträgliches System, das sich an die Raumverhältnisse ideal anpasst, stellt es eine bequeme, unkomplizierte und nicht zuletzt umweltfreundliche Verkehrsverbindung zwischen Osten und Westen der Stadt dar.

Mit einer Streckenlänge von 15,09 Kilometern wird die neue Straßenbahnverbindung nach Abschluss der Bauarbeiten die Linie O vollständig ersetzen und somit werden 17 Busse weniger im Straßenverkehr unterwegs sein. Der zum Antrieb der Bahnen benötigte Strom kommt zu 100 Prozent aus dem Ökostromnetz der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) und jüngsten Messungen zufolge ist das Lärmaufkommen der Tram im Vergleich zu Bus und Pkw deutlich geringer. Zudem bieten die modernen Straßenbahnfahrzeuge aufgrund der Niederflurausrüstung einen barrierefreien Zugang für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen oder Kinderwägen.

Effiziente Verbindung aller wichtigen Knotenpunkte
Wichtigstes Ziel des Straßenbahnausbaus ist es, nah an den InnsbruckerInnen zu sein. Im Vordergrund der Streckenführung steht also weniger eine möglichst schnelle Verbindung von Ost nach West, sondern eine Einbindung der wichtigsten Knotenpunkte der Stadt. So sollen Bildungseinrichtungen und Universitäten ebenso einfach erreichbar werden wie große Unternehmen und dicht besiedelte Wohngebiete (Hötting West, Höttinger Au, Wilten, Pradl, Reichenau und Olympisches Dorf) – also all jene Orte, an denen mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen ist.

Noch 2013 sollen die Bauabschnitte in der Amraser Straße/Leipzigerplatz und in der Kranebitter Allee (ÖBB-Unterführung bis Fischerhäuslweg) abgeschlossen sein. Begonnen werden soll heuer noch mit den Kanalarbeiten im Abschnitt der Technikerstraße bis zur Viktor-Franz-Hess-Straße bzw. Karl-Innerebner-Straße bis zur Abzweigung Peerhofstraße. 2014 folgt schließlich der Innrain in beiden Fahrtrichtungen. Bis 2018 ist mit der Projektfertigstellung im Stadtgebiet zu rechnen und bis 2020 mit dem Abschluss der Regionalbahnäste nach Völs und Rum.

Die Finanzierung der Projektabschnitte innerhalb der Innsbrucker Stadtgrenzen übernimmt zu zwei Dritteln die Stadt und zu einem Drittel das Land Tirol. Die Strecken außerhalb des Stadtgebietes (nach Völs und Rum) trägt zu 100 Prozent das Land Tirol.
17. September 2013