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Die „Innsbrucker Wirtschaftsgeschichte“ zum Nachlesen

Über die wirtschaftliche Entwicklung Innsbrucks von der Stadtgründung bis zur Gegenwart
Im Laufe ihrer ereignisreichen Geschichte durchlebte die Stadt Innsbruck Perioden des Auf- und Abschwungs, der Innovation sowie des Stillstands. Heute ist die Tiroler Landeshauptstadt ein weit über die Landesgrenzen hinaus renommiertes Handels-, Tourismus-, Forschungs- sowie Verwaltungszentrum. Einen Gesamtüberblick über die wirtschaftliche Entwicklung Innsbrucks – von der Stadtgründung bis zur Gegenwart – legt nun Autor Mag. Philipp Strobl mit seinem Werk „Innsbrucker Wirtschaftsgeschichte“ vor.
Im Rahmen des Medien-Jour fixe am 2. Dezember präsentierte Wirtschaftsreferentin Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer das Buch gemeinsam mit dem Autor und Referent Christian Kapferer (Wirtschaft und Tourismus).

„Dieses Buch ist ein überaus vielseitiges wie übersichtliches Nachschlagewerk zur Wirtschaftsgeschichte unserer Stadt. Aus den geschichtlichen Entwicklungen lassen sich interessante Vergleiche zur heutigen Zeit ableiten“, zeigte sich Bürgermeisterin Oppitz-Plörer von der Studie sehr beeindruckt. „Mein Dank gilt dem Autor Mag. Philipp Strobl, der in akribischer Forschungsarbeit die Entwicklungsphasen unserer Landeshauptstadt in einem lehrreichen und unterhaltsamen Buch zusammengefasst hat.“

„Neben dem Tourismus ist die Wirtschaft eine der tragenden Säulen der Tiroler Landeshauptstadt“, betont Referent Christian Kapferer. „Zahlreiche Grafiken und Tabellen von Beschäftigten- und Betriebszahlen veranschaulichen in diesem Buch die langfristigen Entwicklungen und das aktuelle Gesicht des Wirtschaftsstandortes Innsbruck. Philipp Strobl ist es dabei gelungen, alle Prozesse leicht verständlich darzustellen.“

Umfangreicher wirtschaftsgeschichtlicher Überblick
Seit geraumer Zeit war es der Stadt Innsbruck ein Anliegen, die wirtschaftliche Entwicklung der Alpenstadt in ihrer Gesamtheit von den Anfängen bis zu ihrer heutigen Ausprägung zu dokumentieren. 2011 erfolgte über Beschluss des Stadtsenates der Auftrag zu einem entsprechenden Werk. Mit Mag. Philipp Strobl wurde schnell ein ambitionierter und fachkundiger Autor gefunden, der eineinhalb Jahre Recherchearbeit investierte und die Wirtschaftsgeschichte zu einer auch für eine breite Öffentlichkeit interessanten Gesamtschau zusammenfasste.

Mit diesem Buch ist nun erstmals eine kompakte Darstellung der städtischen Wirtschaftsgeschichte entstanden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 20. und 21. Jahrhundert. Beleuchtet werden Phasen des Niedergangs und des Aufschwungs. Im Mittelpunkt steht stets die Frage, warum sich manche Wirtschaftssektoren zu bestimmten Zeiten besonders entfalten konnten, während andere sich nicht entwickelten. 111 Fotografien, Bilder und Grafiken aus verschiedenen Epochen illustrieren den Band besonders reichhaltig.

Die Studie ist das Ergebnis eines Zusammenwirkens mehrerer Institutionen und Personen: Neben der Stadt Innsbruck, mit dem Referat Wirtschaft und Tourismus und dem Stadtarchiv/Stadtmuseum, stand auch die Universität Innsbruck und die Wirtschaftskammer Innsbruck dem Verfasser unterstützend zur Seite. Herausgegeben wurde das Buch vom Studienverlag Innsbruck mit einer Auflage von 1.000 Stück, die Stadt Innsbruck unterstützte die Umsetzung mit rund 9.000 Euro.

Starker Wirtschaftsstandort
Innsbruck präsentiert sich heute als dynamischer, prosperierender Wirtschaftsraum, in dem 25 % (6.147 Millionen Euro) der Tiroler Wertschöpfung erzielt werden. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten, zu denen etwa der begrenzte Siedlungs- und Wirtschaftsraum zählt, war die Ausgangssituation hierfür allerdings nicht einfach. Durch den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, der Verlegung des Verwaltungssitzes nach Innsbruck (Residenzstadt seit 1420, Landeshauptstadt seit 1720) und der im vergangenen Jahrhundert verstärkten Partizipation an den starken Wirtschaftsräumen Süddeutschland und Norditalien, konnte sich der Wirtschaftsstandort jedoch sukzessive positiv entwickeln.

Aktuelle Wirtschaftsdaten und Schwerpunkte
Ein hoher Anteil des Dienstleistungssektors und eine vielfältige Gewerbestruktur sind nur zwei Beispiele, die den Wirtschaftsstandort Innsbruck auszeichnen. Die Tiroler Landeshauptstadt ist zudem eine bekannte Tourismusdestination, mehrfach ausgezeichneter Kongress- und Messestandort, überregional ausstrahlender Handelsstandort sowie renommierter Bildungs- und Forschungsstandort.

10.529 Arbeitsstätten und 694 Lehrbetriebe gibt es aktuell in der Stadt, in denen 2.273 Lehrlinge und 90.187 Beschäftigte tätig sind. Die Arbeitslosenrate beträgt 6,4 %, die Erträge aus der Kommunalsteuer rund 49,83 Millionen Euro, was ein Plus zum Vergleichszeitraum des Vorjahres von 4,28 % ist.

Der Autor
Mag. Philipp Strobl, MA, studierte Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Innsbruck sowie Zeitgeschichte an der University of New Orleans. Derzeit leitet er ein Projekt des Tiroler Wissenschaftsfonds (TWF) an der Universität Innsbruck und ist als Lektor an der Wirtschaftsuniversität in Bratislava tätig. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher und Artikel zum Thema Wirtschaftsgeschichte, Stadtgeschichte sowie zur Geschichte der Globalisierung.
03. Dezember 2013