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Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Mitte) bedankte sich im Beisein von Magistratsdirektor Bernhard Holas (1.v.r.) und Personalchef Ferdinand Neu (3.v.r.) bei ihren MitarbeiterInnen.
Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Mitte) bedankte sich im Beisein von Magistratsdirektor Bernhard Holas (1.v.r.) und Personalchef Ferdinand Neu (3.v.r.) bei ihren MitarbeiterInnen.

Ein herzliches „Danke“ an die MÜG

Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) sorgt für gute Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge

Besonders das Thema „unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge“ (beschäftigt die Einsatzkräfte der MÜG. Auch bei den Einsätzen im Zuge des G7-Gipfels Anfang Juni leisteten sie viel und gute Arbeit. Dafür bedankte sich heute das Innsbrucker Stadtoberhaupt Mag.a Christine Oppitz-Plörer im Beisein von Magistratsdirektor Dr. Bernhard Holas und Personalchef Mag. Ferdinand Neu: „Das große Engagement, das tagtäglich und im Speziellen beim G7-Gipfel an den Tag gelegt wird und wurde, gilt es zu honorieren. Ich möchte mich im Namen der Stadt Innsbruck herzlich bei Ihnen bedanken.“ Im Zeitraum von 26.05. bis 15.06.2015 wurde das Schengen-Abkommen durch die Bundesrepublik Deutschland außer Kraft gesetzt. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 72 minderjährige Flüchtlinge, die allein unterwegs waren, in Tirol aufgegriffen.

MÜG kümmert sich tirolweit um junge Flüchtlinge

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Tirol aufgegriffen werden, fallen in den gesetzlichen Aufgabenbereich der Stadt Innsbruck. Für die Sondersituation im Juni wurden für diese Personengruppe insgesamt drei extra Unterkünfte geöffnet. Neben dem Forellenhaus in Westendorf wurden auch das Kinderfreundehaus auf der Hungerburg und die Ferienkolonie Wildmoos bereitgestellt. Dort versorgten die MitarbeiterInnen der MÜG die jungen Flüchtlinge.

Zahlen, Daten & Fakten

Der Großteil der aufgegriffenen Kinder und Jugendlichen kam aus afrikanischen Ländern und war männlich. Für kaum welche von den jungen Menschen war Österreich bzw. Tirol das wirkliche Ziel der Reise, lediglich sechs stellten Asylanträge. Die meisten Aufgriffe ereigneten sich in den Nachtstunden des 29. Mai. Auch die Zahl der von den MÜG-Dienstwägen abgespulten Kilometer sprechen für sich: Insgesamt waren es 13.655. Das entspricht entweder 29 Mal der Strecke von Innsbruck nach Wien oder der Fahrt von Innsbruck nach Eritrea und retour. Aus dem über 6.500 km entfernten Land in Afrika stammte ein Großteil der aufgegriffenen Flüchtlinge.

Lob für Einsatz

Neben der Bürgermeisterin spricht auch Elmar Rizzoli, Amtsvorstand Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen, ein großes Lob aus: „Der Einsatz hätte ohne das große Engagement aller betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Vorplanungen nicht so reibungslos abgewickelt werden können. Die im Amt vorhandenen Krisenstrukturen haben sich bestens bewährt und haben deren Bedeutung gezeigt.“

Dank an alle Mithelfenden

Ein spezieller Dank galt auch dem Amtsarzt Ing. Dr. Hanspeter Rammer. „Die Arbeit, die geleistet wurde, ist nicht selbstverständlich, dazu gehört ein hohes Maß an Herz und Menschlichkeit. Vielen Dank“, bedankte sich Bürgermeisterin Oppitz-Plörer abschließend bei allen Anwesenden. (DH)