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Bürgermeisterin gegen Abschiebung

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer spricht sich gegen die Abschiebung der Familie Kirakosyan aus.
(RMS) Im Fall jener Familie, die nach Armenien abgeschoben werden soll, intervenierte Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer beim Bundesministerium für Inneres gegen die Abschiebung.

Die Bürgermeisterin führte am Mittwoch und Donnerstag mit der Familie und deren Anwalt ausführliche Gespräche. „Ich habe den Einzelfall genau hinterfragt, alle Unterlagen geprüft und dann der menschlichen, gesetzlichen und politischen Verantwortung gemäß gehandelt“, so Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Juristisch stellt sich der Fall so dar, dass bei der Bürgermeisterin als zuständige Behörde nach dem Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz (NAG) nämlich noch Anträge auf Erteilung eines humanitären Aufenthaltstitels anhängig sind. Diese Anträge begründen kein Bleiberecht.

Aufgrund der neu hervorgekommenen Umstände sind die Aussichten der Familie auf eine positive Erledigung ihrer Anträge seitens der Bürgermeisterin aber gut: Das Ehepaar Rafik und Anusch Kirakosyan lebt seit 4. Juni 2002 in Österreich bzw. seit 2007 in Innsbruck, absolvierte die Deutschprüfung und hat Arbeitsmöglichkeiten. Die beiden Kinder der Familie sind in Österreich geboren und besuchen in Innsbruck den Kindergarten bzw. die Volksschule. Nachdem im Asylverfahren alle Instanzen ausgeschöpft waren, stand die Abschiebung der gut integrierten Familie unmittelbar bevor.
03. Februar 2011