Logo Innsbruck informiert
Die „Rettung“ der eingeschlossenen Personen aus dem sechsten Stock verlief ohne Zwischenfälle.
Die „Rettung“ der eingeschlossenen Personen aus dem sechsten Stock verlief ohne Zwischenfälle.

Brandschutzübung im Stadtmagistrat gut verlaufen

IIG informiert BewohnerInnen mit neuen Informationsflyern

Unachtsamkeit und Unwissen können oftmals große Auswirkungen haben. So passiert es immer wieder, dass Feuer ausbrechen. Damit das in Unternehmen und Privatwohnungen möglichst selten passiert, sollten Brandschutzmaßnahmen getroffen werden. Im Stadtmagistrat werden regelmäßig Übungen durchgeführt.

Ein nicht ausgeschalteter Wasserkocher in der Betriebsküche, ein überhitzter PC am Schreibtisch oder ein Adventskranz im Empfangsbereich – all das sind mögliche Gefahren. Deshalb sollten in Betrieben drei Arten von Brandschutzmaßnahmen vorgenommen werden, um mögliche Schäden zu verhindern – bauliche, technische und betriebliche. „Im Stadtmagistrat wird zum Beispiel sehr großer Wert darauf gelegt, dass die Gefahr eines Brandes kleinstmöglich ist. Unterschiedliche Maßnahmen wurden dafür installiert“, erklärt der ressortzuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann. Neben einer Brandmeldeanlage als Früherkennungsmaßnahme und einem elektroakustischen Alarmsignal mit Lautsprechersystem im kompletten Gebäude, verfügt der Magistrat – wie die meisten öffentlichen Einrichtungen – über eine direkte Verbindung über die Leitstelle Tirol zur Berufsfeuerwehr. Dadurch kann gewährleistet werden, dass eine Alarmierung im Brandfall automatisch und zeitnah passiert.

Jährliche Ernstfallübungen

Um im Ernstfall bestmöglich reagieren zu können, wird dieser mindestens einmal im Jahr geprobt. Bei diesen  Brandschutzübungen werden unterschiedliche Szenarien nachgestellt und das richtige Verhalten geschult. Die letzte Übung fand Ende Oktober statt: Dichter Nebel in der Toilette vor dem Plenarsaal in Innsbruck – dieses Szenario wurde bei der Brandschutzübung im Stadtmagistrat absichtlich heraufbeschworen. Wie im Ernstfall schallten Durchsagen mit der Aufforderung das Gebäude direkt auf den gekennzeichneten Fluchtwegen zu verlassen und sich am Sammelplatz einzufinden, durch das Rathaus. Wenig später waren bereits zwei Einsatzwägen der Berufsfeuerwehr vor Ort.

„Solche Übungen sind wichtig – einerseits für die Belegschaft, um zu sehen welche Wege zu gehen sind, andererseits für die Berufsfeuerwehr, um mögliche Risiken oder Ungereimtheiten bereits vor dem Ernstfall zu erkennen. Die Übung hat gezeigt, dass auf die Berufsfeuerwehr Verlass ist“, erläutern Magistratsdirektor Dr. Bernhard Holas und sein Stellvertreter Dr. Herbert Köfler unisono.

Gelungene Rettung

Laut Übungsplan war ein herkömmliches Verlassen des Plenarsaals im sechsten Stock nicht mehr möglich. Deshalb mussten eingeschlossene Personen mit Hilfe eines Hubrettungsfahrzeugs durch ein Bergungsfenster gerettet werden. Dieser Ablauf funktionierte reibungslos – die zwei „Eingeschlossenen“ hatten wenig später wieder festen Boden unter den Füßen.

Durchwegs positiv fiel schließlich auch das Resümee der gesamten Übung, welche geordnet, ruhig und unfallfrei verlaufen ist, aus.

In Sachen Brandschutz geht die Stadt Innsbruck allgemein als gutes Beispiel voran. So erhält beispielsweise jede neuer Mitarbeiterin bzw. jeder neue Mitarbeiter zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn eine Ausbildung in Erster Löschhilfe. „Allein die Tatsache, dass man das Löschen mit einem funktionstüchtigen Feuerlöscher schon einmal ausprobieren konnte und Kenntnisse über das richtige Verhalten hat, kann im Fall eines echten Brandes Leben retten“, erklärt Johann Zimmermann von der Berufsfeuerwehr Innsbruck: „Ein weiterer Vorteil dieser Schulungen ist die Tatsache, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Erlernte nicht nur im Berufsumfeld sondern auch privat umsetzen können.“

Bewusstseinsbildung in IIG-Wohnbauten

Besonders in den kalten Monaten steigt die Brandgefahr in Wohnungen: Kerzen werden angezündet, Kastanien gebraten und Heizdecken angesteckt. Seitens der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) wird deshalb nun in Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Innsbruck eine Aktion zur Bewusstseinsbildung gestartet. Mitte November ergeht an alle rund 6.000 Wohnungen der IIG eine Postwurfsendung die einen Informationsflyer zum Thema Brandschutz enthält. Oftmals könnten einige einfache Handgriffe vorab im Ernstfall nämlich viel ausmachen. „So erscheint beispielsweise die Lagerung von Gegenständen im Stiegenhaus für viele harmlos und nützlich. Im Brand- bzw. Evakuierungsfalls stellen Schuhkästen, Kinderwägen und Ähnliches jedoch gefährliche Hindernisse dar“, so Kaufmann. (DH)