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Bodenerosionen auf der Nordkette

Großes Interesse an wissenschaftlichen Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen.
Am 7. Februar besuchte Vizebürgermeister Franz Xaver Gruber das Institut für Naturgefahren und alpine Wanderregionen des Bundes-Forschungs- und Ausbildungszentrums (BFW). Bei einem Rundgang durch das Haus und einer Vorstellung des Instituts mit einer Präsentation der Abteilungen „Schnee und Lawinen“, „Wildbach und Erosion“, „Gebietswasserhaushalt und Alpine Waldregionen“ erläuterte Institutsleiter Dr. Karl Kleemayr die Dringlichkeit des Forschungsprojektes EROSTAB, wobei er auch auf das Erfordernis einer Mitfinanzierung durch die Stadt Innsbruck hinwies.

„Innsbruck profitiert ungemein von dieser wichtigen Forschungsarbeit und kann dem Ergebnis entsprechend durch zielorientierte Maßnahmen reagieren“, so Vizebgm. Gruber bei seinem Besuch.

Das Projekt EROSTAB verfolgt als Ziele, die Abklärung der Ursachen für die rezente Zunahme der Bodenerosion, die Ableitung von Ansätzen zur Prognose der künftigen Erosionsentwicklung und von möglichst einfachen und kostengünstigen Vorbeugungs- und Sanierungsmaßnahmen.

Ein im Projekt vorgesehenes Testgebiet sind die Bereiche des Höttinger Baches und des Höttinger Grabens. Vom Forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung wurde die Frage der rezenten Erosionsentwicklung in diesem Einzugsgebiet und der daraus resultierenden Einflüsse auf den Hochwasserabfluss bei Starkregen als sehr dringend eingestuft.

Grünraum- und Forstreferent Vizebgm. Franz Xaver Gruber bestätigte das Interesse der Stadt Innsbruck an derartigen wissenschaftlichen Untersuchungen, da über die Ursachen der Erodierungen auf der Nordkette in Höhenlagen zwischen 1500 und 2000 Metern keine ausreichende Klarheit besteht und Sanierungsmaßnahmen dringend erforderlich wären.

Durch die Erosionen werde, neben landschaftlich unschönen Anbrüchen und dem Verlust an Weideflächen, der Wasserabfluss insbesondere im Bereich des Quelleinzugsgebietes der Wasserversorgung Innsbrucks nachteilig beeinflusst. Daher sei eine wissenschaftliche Untersuchung, die einen Lösungsvorschlag bringt, unbedingt zu begrüßen, so Gruber, der zusagte, sich für eine Mitfinanzierung des EROSTAB-Projektes einsetzen zu wollen.
09. Februar 2011