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Bischof-Reinhold-Stecher-Platz

Vorplatz der Neuen Universitätskirche erinnert an ihn
Der im Jänner verstorbene Altbischof Dr. Reinhold Stecher lebt in den Herzen und Gedanken zahlreicher InnsbruckerInnen weiter. Um Dr. Stecher ein dauerhaftes Andenken zu bewahren, erinnert nun ein Platz in der Innsbrucker Innenstadt an ihn: Der Platz vor der Neuen Universitätskirche am Innrain trägt seinen Namen.

Zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Stadtrat Franz X. Gruber, die GemeinderätInnen Herlinde Keuschnigg, Andrea Dengg, Mag. Lucas Krackl, Mag. Markus Stoll und Helmut Kritzinger, Landtagspräsident DDr. Herwig van Staa, Altlandeshauptmann Dr. Alois Partl, die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde Dr. Esther Fritsch und VertreterInnen der Universitätsführung, wohnten der feierlichen Einweihung des Platzes am Abend des 20. Oktober bei.

Bischof Dr. Manfred Scheuer zelebrierte gemeinsam mit Universitätspfarrer Monsignore Prof. Bernhard Hippler den Festgottesdienst in der bis zum letzten Platz gefüllten Neuen Universitätskirche. Bischof Scheuer hob in seiner Predigt den Einsatz Stechers für die Mitmenschen in der Gesellschaft hervor.

Bürgermeisterin Oppitz-Plörer zitierte in ihrer Ansprache einen Text des verstorbenen Innsbrucker Ehrenbürgers, in dem er vom Blick der Nordkette ins Tal bei Nacht schrieb. „Bischof Stecher bezeichnete die tausend Lichter unserer Landeshauptstadt als funkelnden Diamantenteppich. Er selbst war einer dieser Diamanten, der zahlreiche Seitengassen, Hinterhöfe und Schattenwinkel in unserem Innsbrucker Häusermeer sowie unserer Gesellschaft zum Strahlen gebracht hatte“, so die Bürgermeisterin: „Der Vorplatz der Neuen Universitätskirche soll ab sofort an sein strahlendes Wirken erinnern. Er wird nun einer dieser stillen Diamanten unter zahlreichen Plätzen, Straßen und Gassen unserer Stadt sein, der uns nicht vergessen lässt, dass auch in der Dunkelheit das Licht der Menschlichkeit hell erstrahlt.“

Musikalisch umrahmt vom Bläserensemble Amras wurde im Anschluss an den Gottesdienst die Gedenktafel übergeben. Landtagspräsident van Staa bedankte sich bei Initiator Monsignore Hippler und beim Gemeinderat der Stadt Innsbruck für die Entscheidung der Platzbenennung: „Mein Dank gilt der Stadt Innsbruck für diese Würdigung unseres unvergessenen Bischofs Reinhold Stecher.“

Enge Verbundenheit zur Neuen Universitätskirche am Innrain
Der Gemeinderat der Landeshauptstadt hat am 30. September der Benennung des Vorplatzes der Johanneskirche, der Neuen Universitätskirche am Innrain, einstimmig zugestimmt.

Alt-Bischof Dr. Stecher ist mit der Geschichte der Johanneskirche, der heutigen Universitätskirche, eng verbunden: Während seiner Amtszeit als Diözesanbischof wurde die frühere Expositurkirche St. Johannes von der Dompfarre St. Jakob getrennt.

Das Gotteshaus wurde unter ihm nicht nur grundlegend restauriert, sondern auch 1993 offiziell zur Universitätskirche erhoben. Mit dieser Entscheidung hatte Alt-Bischof Stecher einen neuen Abschnitt in der Hochschulseelsorge in der Stadt Innsbruck begründet.

Dem Hl. Johannes von Nepomuk (1350-1393) gewidmet, ist das Gotteshaus seit mehr als 260 Jahren ein eigenes Seelsorgezentrum im Herzen von Innsbruck. Die vom Hofbaumeister Georg Anton Gumpp erbaute Universitätskirche St. Johannes, ursprünglich am Rand der Stadt stehend, liegt heute im Mittelpunkt eines Stadtteils, in dem vor allem die Leopold-Franzens-Universität und die Medizinische Universität mit ihren diversen Einrichtungen und Instituten, Kliniken, Bibliotheken, Studentenheimen und Mensen angesiedelt sind.

Bereits zum zehnjährigen, aber auch zum 20-jährigen Jubiläum der Erhebung zur Universitätskirche zelebrierte Dr. Stecher den Festgottesdienst – zuletzt neun Tage vor seinem Tod. „Es gibt kaum einen Platz in der Stadt, der unmittelbarer mit dem Wirken von Dr. Stecher in Zusammenhang steht. Dass der Vorplatz der Kirche nun ihm geweiht ist, trägt auch seinem Einsatz für Innsbruck Rechnung“, so die Bürgermeisterin.
21. Oktober 2013