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Die vierte Klasse „Grafische Berufe“ der Tiroler Fachberufsschule St. Nikolaus präsentierte im Dezember die im Rahmen ihres Abschlussprojektes erbrachten Leistungen vor VertreterInnen der Stadt, der Tiroler Landesumweltanwaltschaft und des Landesschulrates.
Die vierte Klasse „Grafische Berufe“ der Tiroler Fachberufsschule St. Nikolaus präsentierte im Dezember die im Rahmen ihres Abschlussprojektes erbrachten Leistungen vor VertreterInnen der Stadt, der Tiroler Landesumweltanwaltschaft und des Landesschulrates.

Blühende Vielfalt in urbaner Umgebung

Unter dem Motto „Biodivercity – Natur für die Stadt!“ gestalten Schülerinnen und Schüler von insgesamt drei Tiroler Fachberufsschulen (TFBS) in Innsbruck öffentliche Flächen unter ökologischen Gesichtspunkten, um die biologische Vielfalt in der Landeshauptstadt zu fördern. Das schulübergreifende Projekt wird von der Stadt Innsbruck, der Tiroler Umweltanwaltschaft und dem Landesschulrat für Tirol unterstützt. Es startete im vergangenen September und ist auf eine Dauer von drei Jahren ausgelegt.

Bei den an dem Projekt beteiligten Schulen handelt es sich um die TFBS für Garten, Raum und Mode, die TFBS für Bautechnik und Malerei sowie die TFBS für grafische Berufe. Im Mittelpunkt der Aktion stehen Bepflanzungsmaßnahmen, die von den LandschaftsgärtnerInnen der Tiroler Fachberufsschulen (TFBS) für Garten, Raum und Mode anhand einer von der Universität Innsbruck festgelegten Artenliste durchgeführt werden. Die Herausforderung besteht darin, die unterschiedlichen Ansprüche verschiedenster Pflanzen auf kleinstem Raum zu erfüllen. Die so gestalteten Flächen sollen ökologisch funktionell, optisch ansprechend und nicht zuletzt pflegeleicht sein.

Der für Grünanlagen zuständige Innsbrucker Stadtrat Mag. Gerhard Fritz freut sich über das Engagement der SchülerInnen und weiß: „Biodiversität ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Ökosysteme langfristig funktionieren können. Sie wirkt sich nicht nur unmittelbar auf die Vielfalt der städtischen Umwelt aus, sondern beeinflusst auch die Lebensqualität der Menschen positiv.“

Alpin-urbane Wertigkeit

In Hinblick auf die Gestaltung werden mehrere solcher Kleinlebensräume trittsteinartig miteinander vernetzt. Für Insekten bietet dieses Modell ideale Rückzugsmöglichkeiten und fördert so den biologischen Austausch im betreffenden Stadtgebiet.

Neben der Gestaltung bereits bestehender städtischer Grünfläche ist die Errichtung und Pflege weiterer künstlicher Habitatinseln an verschiedenen Plätzen der Landeshauptstadt (Landesmuseum, Landestheater, Franziskanerplatz) vorgesehen. Diese „grünen Inseln“ werden mit Infotafeln versehen und bieten Interessierten wichtige Informationen zu den Projektinhalten und -zielen. Die geplanten Habitatinseln werden derzeit von Schülerinnen und Schülern der TFBS für Bautechnik und Malerei angefertigt.

Die von den Schülerinnen und Schülern der involvierten Tiroler Fachberufsschulen gesetzten Maßnahmen werden von Studenten der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck im Rahmen von Diplomarbeiten evaluiert und dokumentiert. Ein erster Meilenstein des dreijährigen Projektes wurde mit der Einrichtung des Webauftritts und der Fertigstellung projektbezogener Drucksorten erreicht. Die vierte Klasse „Grafische Berufe“ der Tiroler Fachberufsschule St. Nikolaus präsentierte im Dezember die im Rahmen ihres Abschlussprojektes erbrachten Leistungen vor VertreterInnen der Stadt, der Tiroler Landesumweltanwaltschaft sowie des Landesschulrates. Die Arbeiten können online unter www.biodivercity.at eingesehen werden. (KS)