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Bilanz der Stadtteilsprechstunden

Großer Andrang auf städtische und gemeinnützige Wohnungen.
An sieben Tagen im November tourte Innsbrucks Wohnungsstadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter durch die Innsbrucker Stadtteile und hatte ein offenes Ohr für die Wünsche und Anliegen der Bevölkerung in Bezug auf städtische und gemeinnützige Wohnungen. Am 20. Dezember zog die Stadträtin über die Aktion Bilanz.

„Noch nie war der Andrang zu den Stadtteilsprechstunden so groß wie heuer“, freute sich die Stadträtin, „121 Parteien berichteten mir von ihren Wünschen und Problemen, weitere 29 mussten wir aufgrund von Zeitmangel auf Jänner verschieben.“ Dies zeige, dass ein hoher Druck am Wohnungsmarkt bestehe und dass die Preise für private Wohnungen für viele Familien nicht mehr leistbar seien, so die Stadträtin weiter.

Hauptthema Wohnungsvergabe
Mehr als drei Viertel der Anfragen betrafen die Vergabe städtischer und gemeinnütziger Wohnungen. Einerseits wurden sie von bereits vorgemerkten WohnungswerberInnen gestellt, die wissen wollten, wie lange sie noch warten müssten. Andererseits erkundigten sich viele noch nicht eingetragene InteressentInnen, wie sie zu einer städtischen/gemeinnützigen Wohnung kommen könnten. „Vor allem junge Paare mit Kleinkindern und Alleinstehende können sich die sehr teuren Apartments und Garconnières auf dem privaten Wohnungsmarkt nicht mehr leisten, daher melden sie sich vermehrt für eine städtische Wohnung“, erläuterte die Stadträtin.

Stark nachgefragt werden seit kurzem auch Seniorenwohnungen. Diese scheinen bei der Bevölkerung immer mehr Anklang zu finden. Darin können ältere Menschen vollkommen unabhängig und selbstständig leben, haben aber ein Wohnheim oder eine Einrichtung der Sozialen Dienste in unmittelbarer Nähe. Weitere Themen, die im Rahmen der Stadtteilsprechstunden behandelt wurden, waren die Möglichkeit eines Lifteinbaus, Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, barrierefreie Gestaltung der Wohnungen, Wohnungstausch oder in seltenen Fällen Nachbarschaftsprobleme.

Objektive und soziale Vergabe
Die Stadt Innsbruck vergibt über 15.000 Wohnungen, zehntausende InnsbruckerInnen leben sozusagen mit der Stadt. Dabei ist der Großteil der BewohnerInnen sehr zufrieden. „Das Punktesystem berücksichtigt eine Vielzahl von Faktoren und ermöglicht uns somit eine objektive und soziale Vergabe“, betonte die Stadträtin in diesem Zusammenhang.

Aktuell sind auf den Wartelisten für die Vergabe städtischer und gemeinnütziger Wohnungen 2.235 MietwohnungswerberInnen und 897 EigentumswohnungswerberInnen vorgemerkt, wobei die Vergabe der Wohnungen im Olypischen Dorf 3 schon erfolgt ist. Auch im kommenden Jahr wird eine hohe Nachfrage an Wohnungen erwartet. „Viele Menschen suchen auch deshalb in Innsbruck eine Wohnung, weil die Stadt ab dem ersten Tag nach Anmeldung des Hauptwohnsitzes die Mietzinsbeihilfe vergibt. Wenn auch die Umlandgemeinden sich daran halten würden, würde das den Wohnungsmarkt gewiss entlasten“, ist Pokorny-Reitter überzeugt.

Weitere Informationen und Sprechstunden
Neben dieser jährlichen Sprechstundenoffensive bietet die Stadträtin über das ganze Jahr hinweg private Sprechstunden an. Informationen zu städtischen oder gemeinnützigen Wohnungen erteilt das Wohnungsservice der Stadt Innsbruck (0512/5360-2188) oder das Büro von Stadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter (Tel: 0512/5360-1336).
20. Dezember 2011