Logo Innsbruck informiert
Präsentierten die gemeinsame Baustellenkoordination: (hinten; v. l.) Baustellenkoordinator Dr. Herbert Köfler, Amtsvorstand DI Dr. Walter Zimmeter (Tiefbau), IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes, Ing. Mag. Eckart Pichler (Zentrale Technische Planung IKB); (vorne; v. l.) Ing. Harald Muhrer (Projektleitung Tram/Regionalbahn), TIGAS-Geschäftsführer DI Richard Mastenbroek, Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider
Präsentierten die gemeinsame Baustellenkoordination: (hinten; v. l.) Baustellenkoordinator Dr. Herbert Köfler, Amtsvorstand DI Dr. Walter Zimmeter (Tiefbau), IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes, Ing. Mag. Eckart Pichler (Zentrale Technische Planung IKB); (vorne; v. l.) Ing. Harald Muhrer (Projektleitung Tram/Regionalbahn), TIGAS-Geschäftsführer DI Richard Mastenbroek, Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider und IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider

Stadt Innsbruck, IKB, IVB und TIGAS ziehen an einem Strang

Auch 2015 werden im Innsbrucker Stadtgebiet wieder notwendige Bauvorhaben realisiert. Hinter der Umsetzung dieser Projekte steckt bereits vor dem Start der Bauarbeiten viel Koordinations- und Organisationsarbeit. In einer gemeinsamen Pressekonferenz gaben die Stadt Innsbruck, die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG, die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und die TIGAS am 05. Februar einen Einblick in die umfassende Abstimmung untereinander. Durch diese Zusammenarbeit und Absprachen sollen die Auswirkungen der vielfältigen baulichen Maßnahmen auf die Mobilität der Menschen möglichst gering gehalten werden.

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider, Baustellenkoordinator Dr. Herbert Köfler, Amtsvorstand DI Dr. Walter Zimmeter (Tiefbau), IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider, Ing. Mag. Eckart Pichler (Zentrale Technische Planung IKB), IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes, Ing. Harald Muhrer (Projektleitung Tram/Regionalbahn) und TIGAS-Geschäftsführer DI Richard Mastenbroek machten die professionelle Koordination der Unternehmen anhand aktueller Bauvorhaben sichtbar.

 

„Unsere Landeshauptstadt steht nicht still. Sie entwickelt sich ständig weiter, wodurch die Lebensqualität der Innsbruckerinnen und Innsbrucker steigt. Diese Weiterentwicklung ist auch an der Realisierung zahlreicher Bauprojekte im Stadtgebiet zu erkennen“, schildert Mag.a Sonja Pitscheider: „Für eine rasche und koordinierte Umsetzung der Bauarbeiten sowie eine Reduzierung der damit verbundenen Auswirkungen für die Bevölkerung auf ein Minimum, ist es wichtig, ein starkes Team zu haben. Dieses Team haben wir durch die Zusammenarbeit von IKB, IVB, TIGAS und nicht zuletzt der Stadt Innsbruck, die Hand in Hand arbeiten.“

 

„Wir alle arbeiten an der langfristigen und nachhaltigen Erhaltung der Infrastruktur der Landeshauptstadt Innsbruck“, fasst IKB-Vorstandsvorsitzender DI Harald Schneider das Ziel aller beteiligten Unternehmen zusammen: „Uns ist bewusst, dass Baustellen nicht immer bequem sind: Zunächst kann es Lärm, Schmutz oder auch Verkehrsbehinderungen geben, aber am Ende ist es besser als zuvor. Denn jede Baustelle bringt ein Stück mehr an Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger.“ Weiters erklärt er: „Wir bedanken uns bei unseren Partnern für die gute Zusammenarbeit und bei den Anrainerinnen und Anrainer für ihre Geduld während der Bauarbeiten und ihr Verständnis für die Notwendigkeit der Arbeiten.“

 

„Der Bau der Tram/Regionalbahn ist ein umfangreiches Projekt und ein wichtiger Schritt für eine mobile Stadt Innsbruck. Hinter jedem Bauabschnitt stecken viele Ideen und detaillierte Planungen“, erklärt IVB-Geschäftsführer DI Martin Baltes: „Als Mobilitätsdienstleister ist es uns wichtig, die Innsbruckerinnen und Innsbrucker und unsere Fahrgäste laufend über das Projekt zu informieren. Die Info-Tage bieten beispielweise eine ideale Plattform zum Austausch, wir freuen uns immer wieder über Feedback und konstruktive Kritik.“

 

„Die TIGAS verfolgt 2015 ambitionierte und innovative Bauprojekte, um zukünftig den Bewohnerinnen und Bewohnern Innsbrucks noch mehr Komfort und ein höchstes Maß an Versorgungssicherheit bieten zu können. Dies ist nur durch eine professionelle Koordination und Abstimmung aller Beteiligten möglich“, lobt auch TIGAS-Geschäftsführer DI Richard Mastenbroek die produktive Zusammenarbeit.

 

Koordination, Information und Kontrolle

„Im Bezug auf die Zusammenarbeit und Abstimmung der Baustellen übernimmt die Stadt Innsbruck drei zentrale Aufgaben: Sie koordiniert, sie informiert und sie kontrolliert“, erläuterte Baustellenkoordinator Herbert Köfler. Ein federführendes Koordinationsteam – bestehend aus demBaustellenkoordinator der Magistratsdirektion und je einem Vertreter der Straßenverkehrsbehörde, der Verkehrsplanung und dem Tiefbau/Straßenbetrieb – behält durch die wöchentliche Absprache mit allen Leitungsbetrieben (IKB, IVB, TIGAS, Postbus, UPC, A1) den Überblick über die zeitliche Planung und Abwicklung sämtlicher Baustellen. Außerdem koordiniert die Stadt die Verkehrsflüsse (z.B.: geänderte Ampelregelungen, lokale Verkehrsumleitungen) und die Öffentlichkeitsarbeit der Leitungsbetriebe durch eine gemeinsame digitale Plattform.

 

Eine umfassende Information der betroffenen AnrainerInnen, Betriebe, BürgerInnen und VerkehrsteilnehmerInnen über bevorstehende oder laufende Baustellen erfolgt gemeinsam mit den Leitungsbetrieben zudem über viele verschiedene Wege. Ob Hausanschläge oder Postwurfsendungen, persönliche Kontaktaufnahme vor Ort (wöchentliche Baucontainergespräche für alle), Informationsveranstaltungen der politischen EntscheidungsträgerInnen und Leitungsbetriebe, Presseaussendungen und Informationen auf den jeweiligen Homepages, Umleitungsbeschilderungen oder Baustellenabschlussfeste – die Stadt und ihre Partner setzen auf Auskunft und Bekanntmachung. Die Beschilderung direkt vor Ort gibt den VerkehrsteilnehmerInnen zusätzlich Informationen darüber, wer für die Baustelle zuständig ist, wie lange gebaut wird und wer bei Fragen kontaktiert werden kann. 

 

Gemeinsam mit der Verkehrspolizei kontrolliert die Stadt darüber hinaus die Beachtung der Auflagen durch die Baufirmen, die sichere Einrichtung der Baustellen und die Einhaltung der Bauzeiten. Auf Beschwerden erfolgt eine umgehende Reaktion. BürgerInnen können mögliche Anregungen telefonisch mitteilen und diese auch jederzeit und unkompliziert unter https://www.buergermeldungen.com/Innsbruck bekannt machen.

 

 

Auszug aus dem Baustellenprogramm 2015

Ein beispielhafter Einblick in die geplanten Baustellenprojekte der einzelnen Unternehmen macht auch die notwendige Abstimmung und Zusammenarbeit der Beteiligten deutlich:

 

Riedgasse

Die Riedgasse wird auf ihrer gesamten Streckenlänge vom Höttinger Kirchplatz bis zur Fallbachgasse voraussichtlich von Oktober 2015 bis Herbst 2017 vollständig saniert. Dabei arbeiten das Tiefbauamt der Stadt Innsbruck mit der IKB, TIGAS und der IVB (Busumleitungen) zusammen. Abwasserkanäle, Trinkwasserleitungen, die Strom- und Datenversorgung der IKB, Gasleitung der TIGAS und Datenleitungen der UPC werden erneuert. Anschließend wird der Straßenoberbau neu hergestellt und gleichzeitig der Gehsteig verbreitert.

 

Alle AnrainerInnen werden gebeten Baumaßnahmen, welche sie selbst in diesem Zeitraum durchführen wollen, rechtzeitig mit dem Magistrat bzw. den Leitungsbetrieben abzustimmen. Weiters werden sie ersucht, ihren Bedarf an Erweiterung bestehender Hausanschlüsse bzw. Neuanschlüsse den jeweiligen Leitungsbetrieben (IKB, TIGAS, UPC, A1, Telekom) bekannt zu geben. Im Zuge der Generalsanierung können diese Arbeiten kostengünstiger hergestellt werden. Gemäß Grabungsordnung können nach Abschluss der Generalsanierung der Riedgasse für fünf Jahre keine weiteren Grabungen genehmigt werden.

 

Sammler West

Seit Herbst 2013 bis voraussichtlich 2017 wird im Bereich des Herzog-Siegmund-Ufers bis hin zur Ottoburg ein neuer Sammelkanal für Abwasser – der „Sammler West“ – errichtet. Der Kanal, der die Altstadt bei starken Regenfällen entlastet, wird hauptsächlich grabenlos mittels Rohrvortrieb, der sogenannten „Maulwurf-Methode“, umgesetzt. Im Zuge der Arbeiten, die von den IKB realisiert werden, wird auch die Wasserhauptleitung abschnittsweise erneuert und die TIGAS arbeitet abschnittsweise im Bereich des Innrains (Fernwärme und Gas) mit. Seitens der Stadt werden zudem neue Lichtanlagen angebracht.

 

„Westast“

In der Kranebitter Allee beginnen Mitte Februar die Arbeiten zur Errichtung der neuen Landstraße südlich der derzeit bestehenden Allee. Es erfolgen Straßen- und Gleisbauarbeiten in den Kreuzungsbereichen Kranebitter Allee/Fischerhäuslweg/Vögelebichl und Kranebitter Allee/Technikerstraße. Außerdem erfolgt die Errichtung eines neuen Brückentragwerks Vögelebichl. Ende März erfolgen schließlich Straßen- und Gleisbauarbeiten zwischen der Kreuzung Kranebitter Allee/Technikerstraße und Technikerstraße/Viktor-Franz-Hess-Straße, wodurch für die Technikerstraße ab der Viktor-Franz-Hess-Straße eine Einbahnregelung Richtung Innenstadt gilt. Anfang April werden die Gleisbauarbeiten dann zwischen Luis-Zuegg-Straße und Peerhofstraße fortgesetzt. Sowohl im Bereich der Kranebitter Allee, als auch in der Karl-Innerebner-Straße und der Peerhofstraße finden im Zuge der Arbeiten der IVB auch Leitungsarbeiten unter anderem für Kanal, Wasser, Strom, Gas und UPC statt.

 

Innrain Süd

Am 09. Februar beginnen an der Innrain Südseite, zwischen Klinikkreuzung und Marktgraben, die Leitungsumlegungen als Vorarbeit für die Tram/Regionalbahn. Dabei werden bestehende Ver- und Entsorgungsleitungen umgelegt bzw. erneuert. Im Anschluss an die Leitungsumlegungen startet die IVB im Juli schließlich mit den Straßen- und Gleisbauarbeiten. Alle Wirtschaftsbetriebe und Geschäfte am Innrain bleiben während der gesamten Bauzeit erreichbar, da die Zufahrt zu den Parkgaragen und Betrieben für den AnrainerInnen- und BesucherInnenverkehr jederzeit möglich ist. Der Durchzugsverkehr in Richtung Osten (zum Rennweg) wird in dieser Zeit großräumig umgeleitet bzw. wird empfohlen den Südring zu nutzen bzw. am Innrain bei den Kreuzungen Bachlechnerstraße und Schöpfstraße den Innrain stadteinwärts zu verlassen.

 

Siebererstraße/Ing.-Etzel-Straße /Karl-Kapferer-Straße

Dieses Projekt betrifft die Erweiterung der Fernwärmetransportschiene Innsbruck-Wattens im Stadtgebiet von Innsbruck. In Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern hat die TIGAS eine regionale Fernwärmetransportschiene errichtet, um Wärme aus unterschiedlichen Wärmequellen verfügbar zu machen. Die Kapazität der Fernwärmetransportschiene ist dafür ausgelegt, im Endausbau mehr als 10.000 Haushalte zuverlässig mit kostengünstiger Wärme zu versorgen. Durch die erforderlichen Arbeiten wird zumeist nur eine Fahrbahn für den Verkehr befahrbar sein. Im Rahmen verschiedener Bauprojekte der IKB, der IVB und der Stadt Innsbruck verlegt die TIGAS außerdem Gas- und Fernwärmeleitungen mit. AA