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Baufortschritt am Naherholungsraum Sillmündung

Fertigstellung schon im Juli 2011.
(RMS) Die umfangreichen Arbeiten an der neuen Sillmündung, die im Rahmen des Hochwasserschutzprojektes an Inn und Sill umgestaltet wurde, sind beinahe abgeschlossen. Bereits am 1. April wurde das letzte Teilstück der Fuß- und Radwegbrücke an der neuen Sillmündung eingehoben, nun befinden sich auch die Bepflanzungsmaßnahmen und die Promenadenbereiche kurz vor ihrer Fertigstellung. Grünraumreferent Vizebürgermeister Franz X. Gruber und Tiefbaustadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter informierten vor Ort im Rahmen eines Pressegespräches am 30. Mai über den aktuellen Baufortschritt.

„Die Kombination aus Grünraum und urbanen Elementen, wie Sportmöglichkeiten und Infrastruktur, ist hier an der Sillmündung hervorragend gelungen“, so Vizebürgermeister Gruber. „Einen vergleichbaren Naherholungsraum mitten im Stadtgebiet findet man sonst nirgends.“

„Die neue Sillbrücke hat insgesamt 950.000 Euro gekostet – von der Planung bis zur Ausführung“, bestätigte Stadträtin Pokorny-Reitter. „Es ist besonders erfreulich, dass angesichts des herrlichen Sommerbeginns die Brücke nun schon im Juli und damit einen Monat früher als geplant zur Benützung freigegeben werden kann.“

Endbeschichtung an der Brücke aufgetragen
Nach der Einhebung der neuen Sill-Brücke Anfang April wurde die Außenhaut der 42 Meter langen und über sieben Meter breiten Brücke noch mit der RAL-Farbe „Weißaluminium“ endbeschichtet. Zwei sogenannte „Schwingungstilger“ werden nach der Fertigstellung des Stahlbaus vor Ort eingebaut und feinjustiert, sie minimieren die Brückenschwingung, die durch die Trittfrequenz von FußgängerInnen verursacht wird. Die Fahrbahn der Brücke wurde als orthotrope Platte ausgeführt. Deren korrosionsgeschützte Oberseite wurde mit einer besandeten Epoxyharzbeschichtung als Fahrbahnbelag abgeschlossen. Zur Absturzsicherung wird ein 1,25 Meter hohes Geländer mit einfachem Handlauf montiert. Die Geländerfüllung bildet ein Seilnetz aus Edelstahl das zwischen einer im Handlauf integrierten Stahlstange und einem unten verlaufenden Drahtseil gespannt ist.

Begrünungen schaffen Erholungsräume
Während der Bauarbeiten an der Sillmündung und am Gesamtprojekt „Hochwasserschutz Inn-Sill“ wurde stets auf eine möglichst schonende und nachhaltige Umsetzung geachtet. So wurden von den insgesamt 549 Bestandsbäumen (mit über zehn Zentimeter Stammdurchmesser) lediglich 45 Stück entfernt und circa 35 Stück auf Stock gesetzt bzw. im Baufeld umgepflanzt.

Die Begrünungs- und Bepflanzungsflächen im Bereich der Sillmündung und der anschließenden Promenadenbereiche umfassen rund 6600 Quadratmeter.
Die Bepflanzung erfolgt auf den Uferböschungen und im Bereich des „Altarmes“ in Form von Flächen- und Gruppenpflanzungen, wo 140 Bäume (Ahorn, Grauerle, Esche, Traubenkirsche, usw.), 2020 Böschungssträucher und 900 Stück Steckhölzer neu eingesetzt wurden.
Im Promenadenbereich steht die Pflanzung von Solitärbäumen im Vordergrund – 38 neugesetzte Bäume (Platane, Blütenkirsche, Ahorn, Föhre, usw.), 400 Stück Blütenhecken und 60 Stück Bodendecker werden für ein parkähnliches Flair sorgen. 5500 Quadratmeter Rasenfläche an Böschung und Promenade ergänzen die Begrünungsmaßnahmen. Sechs Liegewellen, 33 Sitzauflagen aus Holz sowie vier Parkbänke bieten Platz zum gemütlichen Entspannen.

Fertigstellung im Juli 2011
Mit dem Abschluss der Arbeiten an der Gesamtanlage Sillmündung werden sowohl die Brücke als auch die Begrünungsmaßnahmen im Juli 2011 fertiggestellt und sind somit um voraussichtlich einen Monat früher als geplant benutzbar – abgesehen von kleineren Adaptierungen, die bis zur endgültigen Eröffnung im August 2011 abgeschlossen sein werden.
Die Gesamtkosten für die Garten- und Landschaftsbauarbeiten sowie die Arbeiten an den Promenadenbereichen, die unter der Aufsicht des Amtes für Grünanlagen – Planung und Bau durchgeführt wurden, belaufen sich auf rund 576.000 Euro.
30. Mai 2011