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„BAUCHBILDER“ von Heidi Holleis

Aktuelle Ausstellung in der Galerie im Andechshof.
(RMS) Die städtische Galerie im Andechshof präsentiert von 2. bis 19. Februar als erste Künstlerin im Ausstellungsjahr 2011 die Tiroler Malerin Heidi Holleis mit ihrem dynamischen Zyklus „BAUCHBILDER“.

Galerieleiter Horst Burmann eröffnete am 1. Februar in Anwesenheit von Kulturstadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser, Kulturausschussobfrau GRin Mag.a Gerti Mayr, den Kulturausschussmitgliedern GRinnen Herlinde Keuschnigg und Sigrid Marinell die Ausstellung. Julia Sparber sprach im Namen der Kulturinitiative ubuntu von SOS-Kinderdorf einleitende Worte.

Angedacht und inspiriert vom Sommersymposium „Freistaat Burgstein“ in Gries und Meran entstanden im Sommer 2010 erstmalig dreidimensional gepolsterte Leinwände, welche bewusst zwischen Objekt und Bild schweben. Spielten die „Erstgeborenen“ der Bauchbilderserie noch mit den archetypischen Begriffen Mütterlichkeit, Fruchtbarkeit und Bauchgefühl, wird nun dem bauchig ausgewölbten Format treu geblieben, aber Holleis wendet sich neuen gesellschaftlichen Themen zu. Der Farbauftrag ist, wie bei Holleis üblich, in einer Mixtur aus Eitempera, Öl und Tusche angelegt. Die Leinwand von Hand gespannt, Eitempera frisch gerührt, das Material dem Thema unterworfen.

Bereits in den frühen 90er Jahren überzeugte die Malerin Heidi Holleis mit ihren eigenwilligen und als frei und wild titulierten Arbeiten. In Form und Farbe gefestigt, teils in sich ruhend, kehrt die Künstlerin nach zehn Jahren zurück in die Galerie im Andechshof (Heidi Holleis, Wesensart, Galerie im Andechshof, Oktober 2000). Nationale sowie internationale Ausstellungstätigkeiten und Kunstvernetzungen in spartenübergreifendem Arbeiten ließen die damals so junge Künstlerin reifen. Heidi Holleis ist Gründungsmitglied von K.A.U.Z. (Kunstbüro für Auf- und Zufälliges) ein Kunstverein für spartenübergreifendes Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern. Ein großes Anliegen Heidi Holleis’ ist nach wie vor die Kommunikation in der Kunst, so ist sie selbst an allen Ausstellungstagen in der Galerie anzutreffen.

Für den Ausstellungsabschluss bietet sich dem Innsbrucker Publikum eine Besonderheit: Mit einer Kunstperformance am Samstag, den 19. Februar 2011 um 11 Uhr werden Auszüge aus dem geplanten ubuntu-Buch „Frei-sein“ präsentiert, welches sich rund um den Vogelfrei-Zyklus (2007-2010) von Heidi Holleis entwickelt hat. Die Künstlerin malt in der Galerie, zu den Eigenkompositionen von Paul Heis und Texten von Brigitte Jaufenthaler, mit Tusche auf Karton. Julia Sparber führt im Namen der Kulturinitiative ubuntu von SOS-Kinderdorf durch das Programm. Ab Sommer 2011 kann man dieses Gemeinschaftsprojekt aus Malerei, Musik und Literatur im Hardcover-Kunstbuch mit Hör-CD über die Kulturinitiative ubuntu und den ausgesuchten Fachhandel erwerben.

Ausstellungsdauer
2. – 19. Februar 2011, Mi. bis Fr. 15 – 19 Uhr, Sa/So 15 – 18 Uhr

Galerie im Andechshof, Innrain 1/Altstadt, Innsbruck
02. Februar 2011