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Barrierefreies Planen und Bauen

Zusammenarbeit Stadt Innsbruck und TILAK.
Die Stadt Innsbruck ist seit sechs Jahren mit Sitz und Stimme in der anerkannten TILAK – Arbeitsgemeinschaft für Barrierefreies Bauen vertreten. „Diese Mitwirkung der Heimatstadt von Landeskrankenhaus (und Stadtspital) Innsbruck und TILAK ist für die PatientInnen entscheidend. Besonders für jene, die mit einer Behinderung leben und die Klinik selbständig erreichen müssen oder wollen; beispielsweise RollstuhlfahrerInnen, Blinde oder Sehbehinderte, aber auch solche die – im Fall eines Krankenhauses „üblich“ – von temporären Einschränkungen (Krücken, etc.) betroffen sind..
„Es muss ein barrierefreies Gesamtangebot geben das nicht an den Grenzen des Krankenhaus-Areals endet“, so Abteilungsvorstand Mag. Gerhard Mayer und ARGE – Vorsitzender Dr. Hannes Moser (beide TILAK Abteilung Bauliches Infrastrukturmanagement).

Was Ingenieur Exenberger fasziniert
Nach Stadtsenatsbeschluß wird die Stadt Innsbruck in der ARGE Barrierefreies Bauen durch Ing. Martin Exenberger vertreten.
Der Mitarbeiter der Bau- und Feuerpolizei und technischer Behindertenbeauftragter zu seiner Wirkungsmöglichkeit in der Arbeitsgemeinschaft:
„Was mich fasziniert ist einerseits der Einbezug der Behindertenorganisationen – sie sind die eigentlichen ExpertInnen. Andererseits wird jede planerische und bauliche Maßnahme in der TILAK der Arbeitsgemeinschaft vorgelegt und hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit begutachtet. Es ist interessant, was da oft geplant wird. Der dritte Punkt ist die Mitwirkung bei der Fortschreibung der „TILAK – Standards" und die Möglichkeit, erkannte Schwachstellen über eine „schnelle Eingreifgruppe“ unmittelbar zu beheben. Das kommt dem Ehrgeiz eines gelernten Ingenieurs sehr entgegen“.

„Sprachsäule“ für blinde MitbürgerInnen – Innraineingang Klinik
Im Bild sehen wir Ing. Exenberger mit Mitarbeitern der Arbeitsgemeinschaft vor ihrem neuesten „Produkt“: eine Info – Säule (als Teil einer gesamthaft neu konzipierten Außenanlagen-Beschilderung des Landeskrankenhauses Innsbruck), die via Sprache Sehbehinderten und Blinden den Weg durch die Klinik weist. Sie steht – als erste – im Bereich des Klinikeinganges Innrain. Im Zuge der Aufstellung der Beschilderung wird auch das vorhandene taktile Bodenleitsystem für Sehbehinderte im Klinikareal erweitert. Das taktile Leitsystem wird direkt zu den Plänen und Säulen geführt.

Auch das ist Integration!
Ing. Exenberger ist ein Mann der „Eröffnung von Möglichkeiten“. Er ist – hinsichtlich seiner Arbeit im Stadtmagistrat – stolz darauf, dass heute ein Rollstuhlfahrer bis aufs Hafelekar kommt.
Oder auf die taktilen Leiteinrichtungen in der neugestalteten Maria – Theresien – Strasse. Die es vor zehn Jahren noch nicht gegeben hätte. Bei der TILAK – Arbeitsgemeinschaft begleitet er – wie alle anderen Mitglieder – jedes Bauprojekt von Anfang an: von der unmittelbaren Änderung problematischer Zustände – dies gemeinsam mit seinem Ingenieurskollegen Ing. Günter Pfaringer (Landeskrankenhaus Innsbruck, Sicherheitstechnik) bis hin zur Integration taktiler Leitsysteme von Stadt und TILAK.
11. Oktober 2011