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Auszeichnung für Interkulturellen Gemeinschaftsgarten

Verleihung des „Preises der Vielfalt – Zusammenleben fördern“
Seit 2008 vergibt die Stadt Innsbruck jährlich einen Preis an Personen oder Institutionen, die sich im täglichen Leben um die Integration von Zugewanderten besonders verdient gemacht haben. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer und der für Integration ressortzuständige Stadtrat Mag. Gerhard Fritz verliehen den Preis am 10. Dezember an den „Interkulturellen Gemeinschaftsgarten Innsbruck-Wilten“. Vor zahlreichen Gästen, Gemeinderätinnen und städtischen MitarbeiterInnen würdigte auch Abt Mag. Raimund Schreier das Gemeinschaftsprojekt im Historischen Rathaus.

„Nicht nur die Besucherinnen und Besucher unserer Stadt sind international, auch ihre Bewohnerinnen und Bewohner“, verwies Bürgermeisterin auf die städtische Vielfalt. Sie erklärte, dass Migration eine Vielfalt mit sich bringe, von der alle profitieren können: „In einer bunten Stadt wie Innsbruck ist die gelebte Integration daher unverzichtbar.“

„Wenn wir betonen, dass Innsbruck eine offene, internationale, bunte und vielfältige Stadt ist, meinen wir mehr als den ,ethnischen‘ oder ,kulturellen‘ Hintergrund der Menschen, die hier leben. Die Identität eines Menschen zeichnet sich durch viel mehr aus“, hob Stadtrat Fritz hervor. Die Tatsache, dass die heurige Preisverleihung mit dem Tag der Menschenrechte zusammenfiel, freute ihn besonders, „denn die Vielfalt, die wir heute feiern, gehört genauso zur Gesellschaft wie die Menschenrechte“.

Abt Schreier fasste in seiner Ansprache die Bedeutung des Gemeinschaftsgartens zusammen: „Menschen finden im Interkulturellen Garten in Wilten das, was alle Menschen auf der Welt suchen – nämlich Glück.“ Für die Zukunft wünschte er dem Projekt, dass der Garten lebe, wachse und blühe.

Für die passende musikalische Untermalung der Feier sorgte die Duo-Formation der Balkan Fratelli Band mit Bobby Radosavljević an der Violine und Leli Stanojević am Piano.

Preis der Vielfalt für einen Garten der Vielfalt
Der „Interkulturelle Gemeinschaftsgarten Innsbruck-Wilten“ ist ein Ort der Begegnung für Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen, Lebensformen und Altersstufen.
Auf 2.600 Quadratmetern werden seit 2009 gemeinschaftlich genutzte Gartenflächen miteinander gestaltet und bieten darüber hinaus Raum für gesellige Veranstaltungen und Feste. Etwa 90 GärtnerInnen mit und ohne Migrationshintergrund aus 27 Ländern nutzen regelmäßig den Gemeinschaftsgarten an der Ecke Pastorstraße/Fritz-Konzert-Straße. Das Grundstück wird dem Gemeinschaftsgarten seitens des Stiftes Wilten zur Verfügung gestellt.

Seit 2012 ist der „Interkulturelle Gemeinschaftsgarten Wilten-Innsbruck“ offiziell ein Verein. Nähere Details: http://www.gartenpolylog.org/de/3/tirol/interkultureller-garten-innsbruck/innsbruck-wilten oder per Mail interkultureller.garten@gmail.com

Die Jury und die Umbenennung
Der „Preis der Vielfalt – Zusammenleben fördern“ beruht auf einem Beschluss des Gemeinderates der Landeshauptstadt Innsbruck vom 15. Mai 2008. Gruppen, Vereine, Verbände, Institutionen, aber auch Einzelpersonen können mit dem Preis ausgezeichnet werden. Die Ermittlung der PreisträgerIn erfolgt durch eine Jury, deren Vorsitz Univ.-Prof. Dr. Max Preglau inne hat. Weitere Jurymitglieder sind Stadtrat Fritz, Gemeinderätin Dr.in Renate Krammer-Stark, Amtsvorständin Dr.in Karin Zangerl (Familie, Bildung und Gesellschaft) und Mag. Hannes Gstir (Land Tirol/ JUFF-Integration).

Die Auszeichnung, die bisher „Preis der Kulturen“ hieß, wurde heuer erstmals unter dem Titel „Preis der Vielfalt – Zusammeleben fördern“ verliehen. Der einstige Name sorgte immer wieder für Diskussionen, da der Begriff „Kultur“ in Zusammenhang mit Integration oftmals mehr das Trennende als das Verbindende in den Vordergrund stellt. Um auch mit dem Namen der Auszeichnung auszudrücken, dass die Stadt die Vielfalt der in Innsbruck lebenden Menschen anerkennt, hat der Stadtsenat im Oktober die Namensänderung beschlossen.
10. Dezember 2013