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Aus 14 Tagen wurden 65 Jahre

Vizebgm. Gruber gratulierte zur Eisernen Hochzeit von Hedwig und Franz Kainz.
Vor 65 Jahren haben sich Hedwig und Franz Kainz kennengelernt, zwei Wochen später traten die beiden vor den Traualtar. Mittlerweile kann das Ehepaar auf ein langes und ereignisreiches gemeinsames Leben zurückblicken. Am 29. Juni 2011 gratulierte Vizebürgermeister Franz X. Gruber den beiden mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Wein zur Eisernen Hochzeit.

Der 88-jährige Franz Kainz ist ein gebürtiger Weinviertler und lernte seine Frau Hedwig nach der Rückkehr aus der französischen Kriegsgefangenschaft 1946 kennen. „Zu der Zeit war das Weinviertel russische Besatzungszone“, erklärte Franz, „ich wollte unbedingt nach Tirol, weil dort viel größere Zukunftschancen auf mich warteten.“ Da Hedwig als Sudetendeutsche jedoch staatenlos war, durfte sie nicht mit ihm reisen. Die beiden fassten einen mutigen Entschluss: Nach nur zwei Wochen Kennenlernphase traten sie vor den Traualtar. Aus der einstigen „Zweckehe“ hat sich eine 65 Jahre dauernde Beziehung entwickelt. „Wir haben in all den Jahren unheimlich viel erlebt. Wir haben uns viel aufgebaut und hart erarbeitet und uns durch Höhen und Tiefen zusammengerauft“, freut sich das Ehepaar Kainz.

In Tirol baute sich das junge Paar ein Leben auf und hat sich Schritt für Schritt hochgearbeitet. Der gelernte Gärtner versuchte sich als Bauarbeiter, Kraftfahrer, Leibchauffeur und wurde schließlich Erzieher, seine Frau arbeite als Heimköchin. Das Paar hat vier Kinder und ein Enkelkind großgezogen. Ihre Barackenwohnung in der Reichenau tauschten sie nach acht Jahren gegen eine größere und modernere Wohnung. Nach der Pensionierung gingen die beiden für 20 Jahre zurück ins Waldviertel, wo sie sich ein Haus gebaut hatten. Als jedoch ihre Tochter erkrankte kamen sie wieder zurück nach Innsbruck.
30. Juni 2011