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Stadtsenat

Aus dem Stadtsenat am 15. September 2010

Römerzeitliche Ausgrabungen bei der Graßmayr-Kreuzung sollen öffentlich zugänglich werden
Römerzeitliche Ausgrabungen bei der Graßmayr-Kreuzung sollen öffentlich zugänglich werden
(RMS) Im Rahmen der Untertunnelung der Graßmayr-Kreuzung werden derzeit archäologische Voruntersuchungen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeums durchgeführt. Wie medial bereits berichtet wurde, wurden im Zuge der Grabungsarbeiten die Reste eines römerzeitlichen Bades aus dem 3./4. Jahrhundert n. Chr. freigelegt.

„Ich möchte dieses wichtige Stück Innsbrucker Frühgeschichte gerne der Öffentlichkeit zugänglich machen“, teilte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz- teilte im Zuge der Stadtsenatssitzung am 15. September mit. Vorstellbar wäre etwa eine „Überglasung“ der Ausgrabungsstätte. Es soll nun die Finanzierung der Konservierung der Ausgrabungen abgeklärt werden.

Zwischenzeitlich wurden die Ausgrabungen bei der Graßmayr-Kreuzung – nach der wissenschaftlichen Dokumentation – vorübergehend wieder zugeschüttet, um einer Verwitterung bzw. Vandalenakten entgegenzuwirken. Die erneute Freilegung wäre nach Angaben der Experten unproblematisch und die öffentliche Präsentation, in Verbindung mit anderen Fundstücken aus dem römerzeitlichen „Veldidena“, zu begrüßen.


Gegenäußerung der Agrargemeinschaft Waldinteressentschaft Igls
(RMS) Derzeit ist ein Rechtsstreit zwischen der Stadtgemeinde Innsbruck und der Agrargemeinschaft Waldinteressentschaft Igls vor dem Verfassungsgerichtshof anhängig. Vorsitzende Bgm. Mag.a Christine Opptiz-Plörer brachte dem Stadtsenat in seiner Sitzung am 15. September in diesem Zusammenhang eine Gegenäußerung der Agrargemeinschaft Waldinteressentschaft Igls an den Verfassungsgerichtshof zur Kenntnis.


Neue Atemschutzgeräte für die Berufsfeuerwehr
(RMS) Wie der für das Feuerwehrwesen zuständige Vizebürgermeister Christoph Kaufmann im Rahmen der Stadtsenatssitzung berichtete, hat man mit dem Jahr 2008 den Ankauf von insgesamt 120 neuen Atemschutzgeräten begonnen. Diese stehen dem gesamten Feuerwehrbezirk Innsbruck Stadt in einem Poolsystem zur Verfügung. Für das Budgetjahr 2010 ist der Ankauf von 21 neuen Atemschutzgeräten veranschlagt. Der Stadtsenat stimmte dem Ankauf der 21 Geräte am 15. September einstimmig zu.


Schenkung an das Stadtarchiv/Stadtmuseum
(RMS) Dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck wurde von Kreszenz Plattner die Schenkung eines Bildes angeboten. Das vom Innsbrucker Maler Walter Honeder 1970 gemalte Öl-Portrait stellt Direktor Plattner dar und ist, so Kulturstadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser, v.a. unter dem historischen Aspekt als „privates Familienportrait“ interessant. Der Wert des Bildes liegt bei ca. 500 Euro.

Der Stadtsenat nahm in der Sitzung am 15. September die Schenkung einstimmig dankend an.


Gehsteigflächen im Bereich Museumstraße sollen kostengünstiger saniert werden
(RMS) Im Stadtsenat am 15. September wurde die Sanierung der Gehsteigflächen im Bereich Museumstraße, Burggraben, Marktgraben diskutiert. Wie Tiefbaustadträtin Dr. Pokorny-Reitter berichtete, geht die Gestaltung auf die Jahre 1994/95 zurück. Die Gehsteigflächen wurde damals standardmäßig mit Betonplatten (bzw. teilweise mit Natursteinen) gepflastert. Im Laufe der Zeit hat sich herausgestellt, dass die Platten nicht sehr haltbar sind, dementsprechend sind die Gehsteigflächen nun sanierungsbedürftig.

Der Stadtsenat sprach sich mit Stimmenmehrheit gegen eine Generalsanierung der Gehsteigflächen mit neuen Betonplatten aus. Stattdessen soll, so der Vorschlag von Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer, eine längerfristige Lösung überdacht werden.

Einstimmig sprach sich der Stadtsenat hingegen für die Planung der behindertengerechten Lösung der Haltestellen in der Museumstraße und am Marktgraben aus.

Hochwasserschutzmaßnahmen entlang der Tiroler Straße B171
(RMS) Im Zuge des vierstreifigen Ausbaus der B171 Tiroler Straße im Abschnitt Löfflerweg bis Siemensstraße im Gemeindegebiet von Thaur sind auch Hochwasserschutz-Maßnahmen geplant. So soll eine Verbesserung der Regulierungs- und Entwässerungsbauwerke des Arzler Lohbaches bzw. der Rumer Bäche bewirkt werden. Der Gießen soll teils umgelegt werden und zusätzlich ein neuer Entlastungskanal errichtet werden. Weiters sind Sonderbauwerke für die Hochwasserentlastung an der Ableitung zum Inn vorgesehen. Im Wesentlichen wird damit ein Mitte der 1980er-Jahre begonnenes Hochwasserschutz-Gesamtprojekt am Arzler Lohbach und Rumer Augießen fortgeführt.

Wasserrechtlich ist die Stadt Innsbruck zu einer Beitragsleistung zu den Baumaßnahmen verpflichtet. Die Kosten in Gesamthöhe von rund 1,5 Mio. Euro werden zwischen Bund, Land und Interessenten (dazu gehört die Stadt Innsbruck) aufgeteilt. Letztlich wird der Kostenanteil für die Stadt Innsbruck rund 130.000 Euro betragen.

Nach der umfassenden Erläuterung der anstehenden Maßnahmen und der Vorgehensweise durch Tiefbauamtsleiter Dr. Walter Zimmeter, sprach sich der Stadtsenat mit Stimmenmehrheit für das Hochwasserschutz-Instandhaltungs-Projekt aus.

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15. September 2010