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Auf „Du und Du“ im Sportverein

Projekt des Integrationsfonds und der Sportunion.
Sport ist nicht nur ein wesentlicher Beitrag zu einem gesunden und aktiven Lebensstil, sondern kann auch dazu beitragen, Barrieren zu durchbrechen und Brücken zu schlagen – besonders in Hinblick auf die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund.
Ein neues Projekt des Österreichischen Integrationsfonds und der Sportunion Tirol knüpft hier an, um MigrantInnen, die in ihrer Heimat bereits als TrainerInnen, FunktionärInnen oder SchiedsrichterInnen gearbeitet haben, mit erfahrenen Sportpersönlichkeiten der heimischen Sportszene zusammenzubringen.
Am 10. Oktober stellten Sportreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann und die Integrationsbeauftragte der Stadt Innsbruck Notburga Troger gemeinsam mit den Projektverantwortlichen die Mentoring-Initiative „Gemeinsam aktiv – auf Du & Du im Sportverein“ vor.

„Für die Stadt Innsbruck ist Integration in allen Bereichen ein großes Thema und auch in meinen Funktionen als Kinder- und Jugendreferent habe ich täglich damit zu tun“, so Vizebürgermeister Kaufmann. „Es freut mich aber ganz besonders, dass nun auch im Sportbereich eine vielversprechende Initiative entstanden ist und sich ein Dachverband wie die Sportunion gesellschaftspolitisch engagiert.“

„Es ist wichtig, dass aus guten Ideen konkrete Strukturen geschaffen werden, damit Projekte dauerhaft erfolgreich sein können“, betonte Integrationsbeauftragte Troger. „Die Grundlage für eine erfolgreiche Integrationsarbeit ist immer Vertrauen und das muss auch im Sportbereich geschaffen werden, damit Menschen mit Migrationshintergrund in die Strukturen der heimischen Sportszene hineinwachsen können.

Mehr MigrantInnen in Sportvereinen
Das Projekt „Gemeinsam Aktiv – Auf Du & Du im Sportverein“ des Integrationszentrums Tirol des Österreichischen Integrationsfonds und der Sportunion Tirol hat zum Ziel, Menschen mit Migrationshintergrund die Strukturen und die Dynamik der österreichischen Sportvereinswelt näherzubringen. Damit wollen die Organisatoren mögliche Hemmschwellen bei MigrantInnen abbauen, ein Sprungbrett in die Vereine anbieten und nicht zuletzt den interkulturellen Austausch und damit die Integration in Tirol fördern.

MentorInnen führen in die Vereinswelt ein
Der Einstieg ins Vereinsleben soll mit Unterstützung von ExpertInnen gelingen: Erfahrene TrainerInnen bzw. VereinsfunktionärInnen beteiligen sich als MentorInnen, engagierte MigrantInnen als Mentees. Aus beiden Gruppen werden Mentoring-Paare gebildet, die einander gegenseitig unterstützen. Vom Austausch profitieren beide Seiten: Die Mentees bringen ihre Erfahrungen und Sicht von außen ein und profitieren im Gegenzug von den bestehenden Netzwerken der MentorInnen. Sie lernen die spezifischen Regeln, rechtlichen Voraussetzungen und Ausbildungswege des österreichischen Sportvereinslebens kennen. Mögliche Aktivitäten sind etwa gemeinsame Trainings, Sportveranstaltungen, Vereinsabende oder Funktionärssitzungen.

Gemeinsame Arbeit für ein Semester
Die Mentoring-Paare werden auf Vorschlag der Organisatoren gebildet. Indikatoren sind etwa die Sportart, der gewünschte Aufgabenbereich und der Wohnort. Während der Projektlaufzeit von einem Semester (bis Mai 2012) gibt es regelmäßige Veranstaltungen, bei denen sich alle Paare treffen, Erfahrungen austauschen und inhaltliche Inputs und Tipps von den Organisatoren erhalten.
10. Oktober 2011