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Statteten Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (r.) einen Besuch ab: Günter Lieder, neuer Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg (M.) und Ehrenpräsidentin Esther Fritsch (l.)
Statteten Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (r.) einen Besuch ab: Günter Lieder, neuer Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg (M.) und Ehrenpräsidentin Esther Fritsch (l.)

Interreligiöser Antrittsbesuch im Rathaus

Neuer Präsident der Isrealitischen Kultusgemeinde (Tirol/Vorarlberg) stellte sich vor

Während die Sommermonate oftmals etwas ruhiger verlaufen, passiert in der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg gerade einiges: Nach knapp 30 Jahren als Präsidentin der Gemeinde legte Dr.in Esther Fritsch ihr Amt im Frühjahr nieder. Anfang Mai wurde Günter Lieder zu ihrem Nachfolger gewählt, Fritsch zur Ehrenpräsidentin ernannt. Vor kurzem statteten die beiden Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer einen Antrittsbesuch ab.

„Seit vielen Jahren verbindet die Stadt Innsbruck und die Israelitische Kultusgemeinde eine sehr gute Zusammenarbeit, bei der stets ein gedeihliches Miteinander im Vordergrund steht. Ich bin sicher, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird“, erläutert Bürgermeisterin Oppitz-Plörer.

Lieder blickt den kommenden Herausforderungen positiv entgegen: „Nach Wien ist unsere Gemeinde die größte in Österreich. Ich bin überzeugt davon, dass wir unseren Religionsangehörigen aus Tirol und Vorarlberg eine Gemeinschaft bieten können, in denen sich alle wohlfühlen. Dafür wird auch meine Vorgängerin und jetzige Ehrenpräsidentin sorgen, denn sie wird weiterhin ihre schützenden Flügel über uns halten.“

Eröffnung eines Gedenkfriedhofs im September

„Die von der Stadt Innsbruck umgesetzte Erinnerungsstele am Westfriedhof bereitet uns immer noch viel Freude. Außerdem sind wir für das Gemeindezentrum, das von Stadt und Land finanziert wurden, heute noch sehr dankbar“, nimmt Fritsch auf die bisherige gute Zusammenarbeit Bezug.

Neben den bevorstehenden Aufgaben berichteten die Gäste über ihr jüngstes Projekt. Am Friedhof in Seefeld wurde eine Gedenkstätte für die Opfer des Todesmarschs von Dachau im Jahr 1945 errichtet. Insgesamt 63 Betonblöcke erinnern an Menschen, die bei den grausamen Geschehnissen ums Leben kamen. Gestaltet wurde die Gedenkstätte vom Tiroler Künstler Michael Prachensky. Diese wird im September eröffnet. (DH)