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Anpruggen

Stadtteilkonferenz schließt BürgerInnenbeteiligungsprozess in Anpruggen ab

Weit über hundert AnwohnerInnen von Anpruggen, Innsbrucks ältestem Stadtteil haben in Workshops an wichtigen Zukunftsthemen gearbeitet und mit ihren Ergebnissen das Tor zur Weiterentwicklung von Anpruggen weit aufgestoßen. Mit der Stadtteilkonferenz Freitagabend schloss der BürgerInnenbeteiligungsprozess ab – die Ergebnisse wurden präsentiert. Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer zeigt sich von diesen beeindruckt: „Das Projekt Anpruggen ist ein gutes Beispiel für gelebte BürgerInnenbeteiligung“, und führt weiter aus: „Die Arbeit der Bürgerinnen und Bürger Anpruggens ist für die Stadtpolitik von großer Bedeutung. Wir werden weiterhin unser Möglichstes tun, die Anregungen und Wünsche in die Tat umzusetzen.“

 

Brennpunkt Verkehr

Es ist gelungen, für alle Teilräume zwischen der Pfarrkirche Mariahilf und dem Schülerhort Kaysergarten jeweils einen konkreten Lösungsansatz zu erarbeiten, der auf einem breiten Konsens beruht. Leitlinien bei der Suche nach Lösungen waren Verkehrsberuhigung, breite Gehwege entlang der Geschäftszeilen und Optimierung der Rad- und Fußwege. Besonderer Wert wurde auf die Schaffung von Begegnungszonen gelegt, also Straßenräume, in denen sich alle VerkehrsteilnehmerInnen gleichberechtigt bewegen können.

 

Aktive Wirtschaft

Die VertreterInnen der Wirtschaft haben im Rahmen des Prozesses bereits im Sommer 2014 den Wirtschaftsverein Mariahilf und St. Nikolaus gegründet und ihm die treffende Bezeichnung „Anpruggen aktiv“ gegeben. Nun haben die überwiegend kleinen Betriebe im Stadtteil eine Plattform, in die sie sich für gemeinsame Aktivitäten einbringen können. Gleichzeitig ist Anpruggen aktiv in wirtschaftlichen Belangen der Ansprechpartner für die Stadt Innsbruck, Innsbruck Marketing und die Wirtschaftskammer.

 

Auch wenn bislang der Aufbau der Struktur und das Gewinnen von Mitgliedern im Vordergrund gestanden sind, so wurden doch bereits konkrete Projekte in Angriff genommen. Dazu gehört die einheitliche Adventsdekoration oder die aktive Mitarbeit bei „Anpruggen leise“, einer feinen, stillen Adventfeier im öffentlichen Raum. Der nächste Schritt ist die Erarbeitung eines Konzepts für die Entwicklung der Geschäftsstraße, verbunden mit konkreten Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts und einem gemeinsamen Marketingkonzept für die Betriebe.

 

Kulturelle Vernetzung und Einbindung der Jugend

Im Bereich soziale und kulturelle Vernetzung ist eine Kulturplattform im Entstehen. Zwar sind die Traditionsvereine in Mariahilf und St. Nikolaus sehr gut aufgestellt, doch braucht es eine Plattform, auf der die anderen kulturellen Interessen und Initiativen zusammengeführt werden. In der Kulturplattform treffen sich zudem die Interessen von Kunst und Kultur mit „Anpruggen aktiv“, da der Wirtschaftsverein auch die Förderung von Kunst und Kultur im Stadtteil auf seine Fahnen geschrieben hat - ein ideales Zusammenspiel.

 

Spannende Perspektiven

Der Prozess der Stadtteilentwicklung in Anpruggen bringt neben unmittelbar greifbaren Ergebnissen, die bereits umgesetzt sind oder der Umsetzung zugeführt werden, eine Fülle weiterer positiver Effekte. Unter dem Dach Anpruggen wachsen Mariahilf und St. Nikolaus zu einer starken Einheit zusammen. Diese wird sich auszeichnen als attraktives und zentral gelegenes Wohngebiet, als Standort für Betriebe mit qualitativ hochwertigen Nischenprodukten und als Raum, in dem traditionelles Brauchtum und moderne künstlerische und kulturelle Initiativen eine spannende Symbiose bilden. Alles in allem somit ein Stadtteil, der zu Recht den Ruf genießt, die „andere Altstadt“ von Innsbruck zu sein.

 

Auftraggeber und Organisator des BürgerInnenbeteiligungsprozesses war das Stadtmarketing mit Geschäftsführer Bernhard Vettorazzi. Betreut wurden die Projektgruppen von den externen Projektbegleitern Dr. Peter Haimayer und Georg Mahnke.