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Andechsgalerie feiert einen runden Geburtstag

20-jähriges Bestehen der Galerie im Andechshof
Im April 1991 öffnete die städtische Galerie im Andechshof mit einer Ausstellung von Mag.a Andrea Holzinger ihre Tore. Zwanzig Jahre später, am 7. Dezember, beschließt die Galerie mit den neuen Werken derselben Künstlerin das Jubiläumsjahr. Die Ausstellung ist noch bis 30. Dezember 2011 zu sehen.

Zur Feier des Tages wurde eine große Torte angeschnitten und Kulturstadträtin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser begrüßte die vielen Gäste, die anlässlich der Jubiläumsausstellung gekommen waren. „20 Jahre Andechsgalerie bedeuten, dass dies eine gute, solide und beständige Sache ist. Ich freue mich, heute unter den Gästen so viele Künstlerinnen und Künstler zu sehen, die die Galerie über die Jahre begleitetet haben“, so die Stadträtin: „Dass die Galerie im Andechshof sehr erfolgreich ist, beweist die Tatsache, dass sie schon für die nächsten zwei Jahre im Voraus ausgebucht ist.“ Die Kulturstadträtin betonte außerdem das hohe Niveau der Ausstellungen und die gute Betreuung der Künstler, die dem städtischen Kulturamt unter der Leitung von Horst Burmann zu verdanken seien. Bisher fanden in der Galerie im Andechshof über 237 Ausstellungen mit 260 Künstlerinnen und Künstlern statt.

Zur Künstlerin Andrea Holzinger
Andrea Holzinger ist mittlerweile zu einer national und international bekannten Malerin geworden. Die Bilder, die Holzinger in ihrer aktuellen Ausstellung zeigt, sind fotorealistisch und farbintensiv und zeigen außergewöhnliche Ausschnitte aus dem Alltag. Ihre Ölbilder weisen durch eine spezielle Maltechnik eine gewisse Unschärfe auf, die den Bildmotiven eine dreidimensionale Tiefe gibt und sie real erscheinen lässt.

Die Kunsthistorikerin Dr. Magdalena Hörmann erklärte die Technik Holzingers: „Auf Ausflügen fotografiert die Künstlerin Szenen, die sie dann auf eine Leinwand projiziert und malerisch umsetzt. Sie gibt ihren Bilder etwas Unverwechselbares und erfüllt sie mit Leben und Leuchtkraft, sodass sie auch scheinbar schlichten Szenen eine Raffinesse gibt.“ Die Malweise Holzingers ist dabei sehr präzise und erschließt sich dem Betrachter erst bei genauerem Hinsehen. Das Bildmotiv lässt sich wiederum nur aus einer bestimmten Distanz erkennen. Die Kombination aus besonders leuchtenden Farben und einer durchdachten Bildkombination verleihen den Werken erst ihre ganz spezielle Wirkung.

Nach ihrem Abschluss der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien nahm Andrea Holzinger die Chance wahr, sich 1991 in der Andechsgalerie einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. In weiterer Folge bestritt die Künstlerin zahlreiche Personalen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland. Außerdem wurde Holzinger mit mehreren Preisen geehrt, unter anderem beim Österreichischen Graphikerwettbewerb, mit einem Auslandsstipendium des Französischen Kulturinstituts, dem Paul Flora-Preis und dem Preis für künstlerisches Schaffen der Stadt Innsbruck.

Förderung junger Talente
Mit der Galerie im Andechshof verfolgt die Stadt Innsbruck das Ziel, junge Talente zu fördern und als Sprungbrett für künstlerische Karrieren zu fungieren. Galerieleiter Horst Burmann liegt es am Herzen, den künstlerischen Werdegang der jungen Talente zu verfolgen und sie einige Jahre später neuerlich zu präsentieren. Unter den bisherigen AustellerInnen befindet sich eine Reihe klingender Namen mit einem hohen Bekanntheitsgrad in der Tiroler Kunstszene, zum Beispiel Carola Dertnig, Lies Bielowski, Thomas Feuerstein, Christoph Hinterhuber oder Christine Prantauer.

09. Dezember 2011