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Als das Essen in Innsbruck rollen lernte

40 Jahre „Essen auf Rädern“ – 10 Jahre „Innsbrucker Menu Service“
Seit 40 Jahren bietet die Stadt Innsbruck ausgewogene und frische Mahlzeiten für diejenigen, denen eine Selbstversorgung zu Hause schwer fällt. Vor zehn Jahren, also einige Monate nach Ausgliederung des Service „Essen auf Rädern“ von der Stadt zum Innsbrucker Sozialfonds 2001 wurde das Angebot in „Innsbrucker Menu Service“ (IMS) umbenannt. Seit Beginn der städtischen Serviceeinrichtung wurden insgesamt 4,234.098 Menüs zugestellt. Allein in den letzten zehn Jahren waren es 1,5 Millionen Essen. Heute werden im Schnitt rund 500 Essen am Tag, auch an Sonn- und Feiertagen zugestellt.

„Dieses Angebot ist ein wesentlicher Grund, weshalb Innsbruck nicht nur Kultur-, Sport- und Bildungsstadt, sondern eben auch eine soziale Stadt ist“, lobte Sozialreferent Vizebürgermeister Franz X. Gruber am 1. Juli im Wohnheim Pradl die Erfolgsgeschichte des IMS: „Mittlerweile zählt die kulinarische Versorgung der Bevölkerung zum kulturellen Selbstverständnis. Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen, zunehmender Alterung der Bevölkerung und der Tatsache, dass immer mehr Leute in den eigenen vier Wänden alt werden wollen, wird das IMS sicher an diese Erfolgsgeschichte anknüpfen können.“

Auch ISD-Geschäftsführer Dr. Hubert Innerebner ist zufrieden mit der Entwicklung des Angebots: „Der Weg von einer reinen Armenversorgung hin zu hochqualitativer Essensversorgung ist sehr gut gelungen.“

Innovatives Verfahren
In den vergangenen zehn Jahren hat sich viel getan: Die Zubereitung der Speisen wurde von der warmen Auslieferung auf das „Cook & Chill“ Verfahren umgestellt, erklärte Küchenchef Walter Schiestl: „Damit die Speisen ihren vollen Geschmack behalten und auch den geltenden Hygienevorschriften entsprechen, werden sie aus frischen und regionalen Zutaten gekocht, auf 3 Grad Celsius abgekühlt, portioniert und in voll isolierten Transportboxen verpackt.“ So wird optimale Haltbarkeit von Vitaminen und Nährwerten ohne Tiefkühlung oder zusätzliche Konservierungsmittel garantiert.

Zusätzlicher Vorteil ist die dadurch gegebene Flexibilität – die Kunden können ihr Essen wann immer sie wollen erhitzen: Egal ob um halb zwölf oder erst um zwei, mittels einer Induktionsplatte lassen sich die Speisen zu jederzeit sicher und komfortabel erwärmen. Die Wärmeplatten, stellt das IMS kostenlos zur Verfügung. Es ist lediglich eine Kaution von 40 Euro zu entrichten, die nach Rückgabe der Platte wieder ausbezahlt wird.

Dass mit der von Walter Schiestl entwickelten Methode die tägliche logistische Herausforderung optimal gemeistert wird, zeigt auch eine Auszeichnung im Juli 2008 von „Gastromed International“. Das Konzept fand zudem schon InteressentInnen in ganz Europa sowie Australien und Thailand.

Italienischer Hackbraten, Stiertafelspitz oder gegrilltes Seehechtfilet
Die Menüauswahl des IMS kann sich sehen lassen: Der Speiseplan ändert sich wöchentlich und wird laufend durch neue Ideen ergänzt. Kunden können täglich aus bis zu fünf dreigängigen Menüs, die das Küchenteam des Wohnheimes Pradl frisch und mit viel Liebe zum Detail zubereitet wählen. Diätformen, leichte Vollkost, vegetarische Kost sowie Alternativmenüs runden das Angebot ab.

Die Zustellung erfolgt zuverlässig und pünktlich durch Mitarbeiter des Roten Kreuzes mit insgesamt 7 Autos. Ein Menü kostet inklusive Zustellung maximal 8,60 Euro. Die Stadt Innsbruck zahlt für alle Kunden die Mehrwertsteuer und es gibt die Möglichkeiten Zuschüsse zu erhalten.

Das städtische Service-Angebot wird durch die kompetenten und freundlichen Mitarbeiterinnen des IMS-Büros rund um Administratorin Martina Nowara vervollständigt. Sie sind die Ansprechpersonen für alle Anliegen der IMS-Kunden.
01. Juli 2011