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Almentag lockte Bergbegeisterte auf die Nordkette

Innsbruck präsentierte sich als Almenstadt.
Auf Initiative von Grünraum- und Forstreferent Vizebürgermeister Franz X. Gruber lud die Stadt Innsbruck am Sonntag, den 10. Oktober zum ersten Innsbrucker Almentag. Die drei städtischen Almen auf der Nordkette präsentierten sich bei Kaiserwetter von ihrer sonnigsten Seite. Tausende bergbegeisterte Innsbruckerinnen und Innsbrucker folgten der Einladung und wanderten auf die Nordkette. „Es freut mich, dass so viele am Almentag mit dabei waren – Innsbruck ist schließlich auch Almenstadt und die Wanderrouten auf der Nordkette ein Naherholungsgebiet der Superlative“, so Vizebgm. Gruber über den gelungenen Almentag.

Eröffnet wurde der Almentag mit einem Familienfest samt buntem Kinderprogramm um 12 Uhr auf der Arzler Alm. Auf der Bodensteinalm gab es am Almentag neben kulinarischer auch literarische Kost. Dr. Florian Schaffenrath vom Institut für Sprachen und Literaturen der Universität Innsbruck sprach über die kulturgeschichtlichen Bedeutung der Berge, die immer schon als faszinierender und zugleich abstoßender Ort gesehen wurden. Einschlägige Stellen waren z. B. Hesiods Dichterkrönung am Helikon oder Petrarcas Besteigung des Mont Ventoux. Auf der Höttinger Alm spielte eine Bläsergruppe der Musikkapelle Saggen und sorgte für passende Klänge zu einer eindrucksvollen Bergkulisse.

Die Innsbrucker Almen sind nicht nur beliebte Ausflugsziele für Einheimische und Gäste, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der Landwirtschaft und Pflege der alpinen Kulturlandschaft. Im Besitz der Stadtgemeinde befinden sich fünf bewirtschaftete Almen, die zu Rast und Einkehr einladen und den Bauern in der Umgebung die Möglichkeit geben, ihre Rinder und Schafe in würziger Gebirgsluft weiden zu lassen: Es sind dies die Arzler Alm, die Bodensteinalm, Höttinger Alm, die Möslalm im Karwendel und die Fronebenalm im Stubai.
11. Oktober 2010