Logo Innsbruck informiert
188731460_0.jpg

Alevitische Glaubensgemeinschaft

Bürgermeisterin empfängt die Alevitische Glaubensgemeinschaft.
Am 1. Dezember besuchten drei VertreterInnen des „Freizeit- und Kulturzentrums der Anatolischen Aleviten in Tirol“ die Innsbrucker Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer im Rathaus. Stellvertretend für den gesamten Verein stellten sich der Vertreter für Außendienstangelegenheiten DI Özgür Erdogan, Schriftführerin Seҫil Tunҫel und der Geistliche Hüseyin Aksoy bei der Bürgermeisterin vor, um über die alevitische Glaubensrichtung zu erzählen und von ihren Tätigkeiten berichten.

Tätigkeiten des Vereins
Das „Freizeit- und Kulturzentrum der Anatolischen Aleviten in Tirol“ ist seit 1993 ein eingetragener Verein und wird von österreichischen StaatsbürgerInnen türkischer Herkunft besucht. „Der Verein zählt vorwiegend Jugendliche und junge Erwachsene zu seinen Mitgliedern und organisiert kulturelle, sportliche und integrative Aktivitäten. So werden Alphabetisierungs- und Deutschkurse angeboten, Schüler durch Lernhilfe unterstützt und Folklorekurse für Kinder und Jugendliche abgehalten“, zählt die Schriftführerin Seҫil Tunҫel auf. Besonders am Herzen liegen dem Verein eigenen Angaben zufolge die Integration und die Bildung der Frauen. „Unser oberster Glaubensgrundsatz ist die Gleichberechtigung aller Menschen, egal ob Mann oder Frau, alt oder jung oder welcher Nation, Hautfarbe und Religion sie angehören“, erklärt Erdogan.

Weiters organisiert der Verein Vorträge, Diskussionen und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung, betreibt Medien- und Informationsarbeit und hat eine kleine Bibliothek in türkischer und deutscher Sprache. „Ein bis zwei Mal im Monat veranstalten wir ein Sonntagsfrühstück, zu dem auch Personen außerhalb unserer Glaubensgemeinschaft willkommen sind, um den gegenseitigen Austausch und die Integration zu fördern“, so Erdogan.

Informationen zum Alevitentum
Das Alevitentum ist eine westlich orientierte, islamische Glaubensrichtung, die sich zu Humanität, Demokratie und allgemeinen Menschenrechten bekennt. In Österreich ist sie seit 2010 als religiöse Bekenntnisgemeinschaft eingetragen. „In Tirol leben derzeit rund 7.000 Aleviten, auf ganz Österreich verteilt sind es ca. 60.000. Unser Verein hat 400 Mitglieder aus Innsbruck und Umgebung“, berichtet Erdogan. Das Kulturzentrum verfügt über ein zentrales Vereinslokal in Innsbruck sowie über Außenstellen in Jenbach, Kufstein und Imst.


02. Dezember 2011