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Abschluss der Hochwasserschutz-Maßnahmen

Hochwasserschutz-Maßnahmen an Inn und Sill
In der laufenden Niedrigwasserperiode wurde nun der vierte und letzte Bauabschnitt des Inn-Hochwasserschutzes im Bereich der Mühlauer ÖBB-Brücke bis zur Grenobler Brücke mit der Umgestaltung der Silleinmündung fertig gestellt. Tiefbaustadträtin Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter informierte am 3. Mai vor Ort gemeinsam mit Inn-Sill-Koordinator Ing. Gerhard Dendl, Tiefbauamtsleiter DI Dr. Walter Zimmeter und Ing. Christian Paoli (Tiefbau) über den Projektabschluss.

„Ich bedanke mich bei allen Zuständigen und freue mich dass wir innerhalb von nur 3,5 Jahren das Projekt fertigstellen konnten“, so Pokorny-Reitter: „Damit konnten wir nach dem Jahrhunderthochwasser 2005 einen wesentlichen Meilenstein für mehr Sicherheit in diesen Stadtbereichen schaffen. Darüber hinaus wurde die Freizeit- und Infrastruktur in diesen Bereichen wesentlich verbessert.“

Im vierten Bauabschnitt wurden 11.000 Bruchsteine, 15.000 Tonnen Steinbruchabraum und 1.500 Stück Lärchenstämme verbaut. Er umfasste die überwiegende Neuherstellung der wasserbautechnischen Ufersicherungen am orografisch linken Innufer flussaufwärts der Grenobler Brücke entlang der Haller Straße auf einer Länge von rund 800 Metern. Die Ufersicherungen wurden durch neue Uferstrukturen (2 Buhnen und 5 Längsbauwerke) gegliedert. Damit erfolgte auch eine gewässerökologische Verbesserung dieses Uferabschnittes, der nun auch einen qualitativ hervorragenden Lebensraum für die Tiere in und an Inn und Sill bietet.

Im Zuge der Bauarbeiten wurde der Rad-Fußweg im Zufahrtsbereich der Baustraße saniert. Die Promenadenbepflanzung mit Blütensträuchern und einer Böschungsbepflanzung mit Heister und Böschungssträuchern wird bis Ende Mai 2012 durch das Amt für Grünanlagen durchgeführt.

Finanziert wird das Projekt von Bund, Land und Stadt. 3,5 Millionen Euro werden allein von der Stadt Innsbruck getragen. „Wir liegen nach wie vor innerhalb der im Jahr 2008 vom Stadtsenat beschlossenen 9,8 Millionen Euro Gesamtkosten. Aufgrund der Leistung des Innsbrucker Baubezirksamtes können wir aber schon jetzt von einer Kostenreduktion ausgehen“, so Ing. Dendl, der sich im Rahmen des Pressegesprächs bei Stadträtin Pokorny-Reitter für die Zusammenarbeit in den letzten 12 Jahren als politisch Verantwortliche für den Wasserbau bedankte: „Auch das Zusammenwirken mit den Bundes- und Landesdienststellen hat zu jeder Zeit hervorragend funktioniert, ohne dieses Zusammenspiel wäre die Umsetzung in dieser Form nicht möglich gewesen.“

Rückblick:
Im Jänner 2009 erfolgte der Start für das Großprojekt. Gebaut wurde hauptsächlich während Niederwasserperioden, die Bauzeiten konnten bis zuletzt eingehalten bzw. teilweise sogar unterschritten werden.

Bauabschnitt 1:
Die Aufhöhung des linksseitigen Innufers im Bereich des Radweges Haller Straße auf einer Länge von 240 Meter sowie die hochwasserschutztechnische Verbauung der Uferböschung flussabwärts der Mühlauer ÖBB-Brücke auf einer Länge von 360 Meter wurde von Jänner bis Mai 2009 fertig gestellt.

Bauabschnitt 2a:
Hochwasserschutz am orografisch rechten Innufer von der Mühlauer ÖBB-Brücke bis zur Silleinmündung

Bauabschnitt 2b
Dieser umfasste die Verlängerung der bestehenden Uferschutzmauer mit einem 3,5 Meter breiten kombinierten Geh- und Radweges sowie der wasserbautechnischen Ufersicherungen in der Matthias-Schmid-Straße am orografisch linken Sillufer auf einer Länge von 100 Metern.

Bauabschnitt 3
Kernstück des Gesamtprojektes Inn-Hochwasserschutz, Silleinmündung. Er umfasste das kombinierte Rampenbauwerk der neuen Sillmündung, den Altarm samt den dafür notwendigen Bauwerken, eine Uferschutzmauer am linken Sillufer, eine Rad- Fußwegbrücke (Tiflisbrücke) über die Sill, Rad- und Fußwege entlang der Sill, sowie Aufenthaltsbereiche links- und rechtsufrig unterhalb der neuen Brücke.
Der Bauabschnitt 3 wurde in der Zeit von Juli 2010 bis August 2011 fertig gestellt. Die Adaptierungsarbeiten für den Altarm (Verbesserung des Einlaufes Dotationsleitung und Spülleitung, Änderung des Auslaufgitters) wurden im Frühjahr 2012 ausgeführt.

„Der gesamte Bereich wird mittlerweile von der Bevölkerung gut angenommen“, so die Stadträtin: „Inn und Sill bilden in diesen Bereichen nun ein sicheres und abwechslungsreiches Landschaftsbild.“ Von Mitte August bis voraussichtlich Ende Oktober 2012 soll als „letzter Schliff“, der Rad- und Fußweg von der Tiflisbrücke bis in die Ing.-Etzel-Straße ausgebaut werden.
03. Mai 2012