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Der Abfall wird mehr, aber Innsbruck bleibt sauber

Die Gesamtmenge an Abfall, der im vergangenen Jahr in Innsbruck entsorgt wurde, war um knapp 0,5 Prozent höher als im Jahr davor – das geht aus dem Umweltbericht 2014 hervor. Trotz wachsender Abfallmengen gelingt es den hohen Sauberkeitsstandard der Stadt zu halten.

Im Sommer 2015 führte das renommierte SORA-Institut eine Umfrage zur Lebensqualität in der Tiroler Landeshauptstadt durch. Diese hatte unter anderem zum Ergebnis, dass für 89 Prozent der Befragten das Schlagwort „sauber“ zu Innsbruck sehr bzw. ziemlich passt. „Dieses Ergebnis ist eine Bestätigung für unsere tägliche Arbeit. In enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des städtischen Straßenbetriebs und der Innsbrucker Kommunalbetrieben (IKB) gelingt es bestens, Innsbruck sauber zu halten“, zeigt sich die ressortzuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider erfreut. Seitens der Stadt ist besonders das Referat für Umwelttechnik und Abfallwirtschaft mit diesem Aufgabenbereich betraut.

Mehr Biomüll, Metall, Kunststoff und Holz, weniger Glas & Papier

Knapp 22 Prozent des gesamten Abfalls ist Bioabfall. Dieser ist im Vergleich zu 2013 – ebenso wie Altmetall, Kunststoff, Altholz, Elektroaltgeräte und Bauschutt – mehr geworden. „Die gestiegene Menge an Bioabfall sehen wir durchaus positiv: Sie deutet auf ein gestiegenes Umwelt- bzw. Mülltrennungsbewusstsein der Innsbruckerinnen und Innsbrucker hin. Es wandert nicht mehr alles in den Restmüll, sondern der Abfall wird getrennt“, erläutert Vizebürgermeisterin Pitscheider. Hingegen haben sich die Abfallmengen bei Glas, Papier, Alttextilien, Speisefetten und Problemstoffen verringert.

"Dass Innsbruck als saubere Stadt wahrgenommen wird, bestätigte kürzlich eine Umfrage: 89 Prozent der Befragten assoziieren Sauberkeit mit Innsbruck. Dieser Wert liegt über dem Ergebnis des Städtebarometers 2014. Ich bin überzeugt, dass das neue Wertstoffsammelsystem die Sauberkeitsstandards unserer Stadt noch weiter heben wird.“

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider

Neues Wertstoffsammelsystem wird umgesetzt

Altstoffe wurden in Innsbruck bis dato vornehmlich an öffentlichen Standorten gesammelt. Über das gesamte Stadtgebiet verteilt, finden sich rund 140 sogenannte Wertstoffsammelinseln. Ein neues System, das derzeit in Umsetzung ist, soll die Entsorgung der Recyclingstoffe für die BürgerInnen einfacher machen. „Das Projekt ,Umstellung der Wertstoff-sammlung‘ hat uns bereits vergangenes Jahr viel beschäftigt. Aktuell befindet es sich in der Umsetzungsphase. Mit der Fertigstellung wird im kommenden Jahr gerechnet. Dass die Umstellung nicht problemlos verläuft, ist uns klar. Wir kümmern uns aber um jedes Anliegen. Außerdem sind alle Hausverwaltungen eingebunden, sie werden kontinuierlich informiert“, versichert die für Umwelttechnik und Abfallwirtschaft zuständige Vizebürgermeisterin Pitscheider.

Das Projekt der neuen Wertstoffsammlung startete vor rund einem Jahr im Stadtteil O-Dorf. Dort wurde die Sammlung von Papier und Leichtverpackungen weg von den Sammelinseln hin zu den Liegenschaften verlegt. Diese wurden mit ausreichend Sammelbehältern für Altpapier/Kartonagen ausgestattet. Anlagen ab fünf Wohneinheiten bekamen einen Container für Leichtverpackungen, alle anderen wurden mit dem „gelben Sack“ (Füllmenge 110 Liter) ausgestattet. Die Entsorgung von Metallverpackungen und Altglas blieb weiterhin bei den Wertstoffinseln. „Das neue System sorgt einerseits für saubere Recyclinginseln und ist gleichzeitig aber auch ein Service für die Bürgerinnen und Bürger, die durch die direkte Abholung der Leichtverpackungen und des Altpapiers wesentlich weniger und kürzere Wege zurückzulegen haben“, so Pitscheider. Bis November 2015 wurden die Reichenau, die Roßau, teilweise Amras, die Höttinger Au sowie das Gebiet südlich des Südrings, und seit kurzem auch Arzl und Mühlau auf das neue Wertstoffsammelsystem umgestellt. Bis Oktober 2016 soll das System im gesamten Stadtgebiet umgesetzt worden sein. (DH)