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Themen des Stadtsenats vom 12. November 2014

 

Städtische Kindergärten: kostenloser Halbtagsbesuch

Einführung des kostenlosen halbtägigen Kindergartenbesuchs für alle Innsbrucker Kinder der städtischen Kindergärten nach Vollendung des 2. Lebensjahrs ab dem Betriebsjahr 2015/16

Rund 1975 Kinder sind derzeit in den städtischen Kindergärten angemeldet. Von diesen sind alle Kinder ab 4 Jahren halbtags, maximal aber von 07:00 bis 14:00 Uhr vom monatlichen Kindergartenbeitrag befreit, das Land Tirol zahlt pro Kind und Monat 45 Euro brutto (maximal 10 Mal im Jahr). Die Stadtgemeinde Innsbruck hat den halbtägigen Besuch auf insgesamt 7 Stunden täglich erweitert, um Jungfamilien zu stützen und den Bedarf in Ballungszentren und den neuesten pädagogischen Kenntnissen und Förderungen bestmöglich zu entsprechend.

Dazu wird dem Stadtsenat ein neues Modell vorgelegt, welches die Halbtagesbetreuung in den städtischen Kindergärten kostenlos für alle Innsbrucker Kinder ab Vollendung des 2. Lebensjahres vorsieht. Die Mindereinnahmen wurden mit rund 236.000 Euro berechnet. Diese werden durch eine höhere Bezuschussung durch das Land Tirol ausgeglichen, konkret werden die Einnahmen (Elternbeträge) von der Berechnungsgrundlage abgezogen. Unter der Voraussetzung, dass die Bezuschussung zum Personalaufwand der gleichen Berechnungsgrundlage folgt wie bisher, werden die prognostizierten Minderreinnahmen zu 50% kompensiert.

Stadtrat Ernst Pechlaner sieht in diesem Modell eine große Chance: „Eine möglichst gute Betreuung und Ausbildung der Kinder kommt allen zu Gute, sowohl gesellschaftlich als auch sozial. Mit dem Angebot der kostenlosen Kinderbetreuung ab dem 2. Lebensjahr setzen wir ein klares Zeichen für ein soziales, kinderfreundliches Innsbruck.“

Der Stadtsenat fasste einstimmig folgenden Beschluss: „Nach der Vollendung des 2. Lebensjahrs werden alle Kinder mit Hauptwohnsitz Innsbrucks, die halbtags einen städtischen Kindergarten besuchen, gemäß dem Regierungsübereinkommen ab dem Schuljahr 2015/16 vom Kindergartenbeitrag befreit. Die errechneten Mindereinnahmen von rund 236.000 Euro werden durch eine höhere Bezuschussung zum Personalaufwand durch das Land Tirol zu rund 50% ausgeglichen.

 

Olympiamuseum

Stadtarchiv/Stadtmuseum: geeigneter Standort für die Exponate des ehemaligen Olympiamuseums

Im Zuge der Feierlichkeiten „500 Jahre Goldenes Dachl“ wurde 1996 das Olympiamuseum aus den Räumlichkeiten des Goldenen-Dachl-Hauses zu Gunsten des Maximilianeums entfernt. Die Exponate wurden zur zwischenzeitlichen Einlagerung nach Seefeld gebracht. 2010 wurde im Zuge der Vorbereitungsarbeiten für die 1. Winter Youth Olympic Games angedacht, im Sinne der Nachhaltigkeit und Nachbereitung dieser Spiele im Jahr 2014 als Abschluss des 50-er-Olympiajahres die Thematik eines möglichen Olympiamuseums zu aktivieren.

Nach einem Gemeinderatsbeschluss wurde das Referat „Stadtarchiv/Stadtmuseum“ damit beauftragt, einen geeigneten Standort für die Exponate des ehemaligen Olympiamuseums zu suchen und einen Bericht samt Kostenschätzung zu erstellen. Dieser Bericht liegt nun vor. Ziel ist es, die Besonderheiten einer dreifachen Olympiastadt hervorzuheben: Aus Sicht des Sport- und auch des Kulturamtes müsste dies nicht in Form eines „konservativen“ Museums erfolgen, sondern vielmehr sollten entsprechende Standpunkte in Innsbruck als eine Art „Parcours“ bespielt werden. Wie weit Axams und Seefeld eingebunden werden sollen, ist noch zu entscheiden.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer weiß: „Innsbruck genießt durch den Ruf einer dreifachen Olympiastadt auch international hohes Ansehen. Um das Image einer Sportstadt noch weiter zu stärken, ist es wichtig, nach außen zu gehen und sowohl den Bewohnerinnen und Bewohnern als auch den zahlreichen Gästen in unserer Stadt einen Zugang zu Innsbrucks olympischen Vergangenheit zu bieten.“

Es wird daher vorgeschlagen, einen dezentralen Parcours zu errichten, der sowohl an den ehemaligen Wettkampfstätten als auch an anderen zentralen Orten der Stadt (Flughafen, Bahnhof, Busbahnhof) eine Station im Parcours erhalten. Dieser soll aus einheitlich gestalteten Elementen (Vitrinen/bedruckte Tafeln) bestehen und möglichst frei zugänglich sein, es wird von ca. 10-15 Standorten ausgegangen. Die Kosten belaufen sich pro Vitrine auf rund 3000 bis 5000 Euro, Tafeln sind entsprechend billiger. Für die Umsetzung des Projektes soll zudem eine Kontrollgruppe aus Innsbruck Tourismus, Sportamt, Stadtarchiv/Stadtmuseum, Öffentlichkeitsarbeit etc. eingerichtet werden.

Der Stadtsenat nimmt den vorliegenden Bericht der Mag.-Abt. I samt Stellungnahme von AV Romuald Niescher und Ref. DDr. Lukas Morscher einstimmig zur Kenntnis.

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