Logo Innsbruck informiert

Themen des Stadtsenats vom 04. Dezember 2014

 

Kinderschikurse Patscherkofel

Innsbruck ist eine alpin-urbane, familienfreundliche Sportstadt, in der auf Grund der Nähe zu den zahlreichen Schigebieten der Wintersport – und insbesondere das Schifahren – sehr beliebt ist. Vor allem der Patscherkofel als „Hausberg“ der InnsbruckerInnen ist als Schigebiet sehr attraktiv und auch für AnfängerInnen bestens geeignet. Schon die Jüngsten lernen dort die Grundlagen des Schifahrens in entsprechenden Kursen.

In der Sitzung des Stadtsenats vom 04. Dezember wurde einstimmig beschlossen, diese Kurse auch weiterhin städtisch zu fördern. So wird die Teilnahme von Innsbrucker Kindern an fünftägigen Wochen-Schikursen am Patscherkofel mit maximal 5 Euro pro Kind und Kurstag unterstützt. Anspruch auf die Förderung haben alle Kinder, die einen Kindergarten oder eine Pflichtschule im Stadtgebiet besuchen und ihren Hauptwohnsitz in Innsbruck haben.

„Innsbruck ist eine Sport- und Olympiastadt. Als solche ist es uns ein großes Anliegen, den Bewohnerinnen und Bewohnern den Sport als Lebensqualität näherzubringen. In diesem Sinne übernehmen wir die Kartenkosten am Patscherkofel für die Kinder mit Hauptwohnsitz in Innsbruck“, erklärt Innsbrucks Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer.

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann freut sich: „Die finanzielle Unterstützung der Schikurse ist eine sinnvolle Investition und wird Innsbrucks Familien entlasten. Damit wird einmal mehr die Familienfreundlichkeit der Stadt Innsbruck betont.“ Auch Stadtrat Ernst Pechlaner findet lobende Worte für die neue Förderung: „Diese Aktion geht über das vom Landesschulrat vorgegebene Ziel hinaus, da nicht nur Schülerkurse, sondern auch Wochenkurse für Kindergartenkinder diese Zuschüsse erhalten.“

 

Kulturplateau am PEMA 2-Areal

Kultur hat in Innsbruck einen hohen Stellenwert: Dies bezeugen die zahlreichen Konzerte, Ausstellungen und Kulturveranstaltungen, die das ganze Jahr über auf dem Veranstaltungskalender der Landeshauptstadt stehen. Nun soll im PEMA 2-Areal in der Amraser Straße 2-4 soll ein neuer Kulturraum, das sogenannte „Kulturplateau“ geschaffen werden. An der Decke des 1. Obergeschosses ist dafür ein öffentlich zugänglicher, platzartiger Bereich geplant. Auf diesem wird eine Installation angebracht, die dem eingereichten Ideenpapier von Andreas Braun oder einem gleichwertigen Kulturkonzept entspricht.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer sieht in dem geplanten Kulturplateau großes Potenzial: „Mit der Errichtung eines öffentlich zugänglichen Kulturraumes schaffen wir einen Begegnungsort für Innsbruckerinnen und Innsbrucker, der den kulturellen Austausch fördert und sozialen Mehrwert schafft.“

Der Zugang zum Plateau wird über zwei Treppen an der West- und Ostseite des Gebäudes erfolgen sowie über einen barrierefreien Aufzug. Der neue Kulturraum wird der Stadt Innsbruck zunächst für einen Zeitraum von 120 Kalendermonaten unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Nach Ablauf dieser Zeit hat die Stadt Innsbruck das Recht, den Raum für weitere 120 Kalendermonate (samt Verlängerungsmöglichkeit) zu mieten.

Der Kulturraum wird in der Zeit vom 01.04. bis 31.10. täglich von 08:00-22:00 Uhr und vom 01.11. bis 31.03. täglich von 08:00-18:00 Uhr öffentlich zugänglich sein.

Nach Vorberatung im Stadtsenat übergibt dieser den Antrag einstimmig zur Beschlussfassung an den Gemeinderat.

 

Regional- und Straßenbahnprojekt

Die Stadt Innsbruck wächst – und mit ihr steigt die Zahl der Fahrgäste im öffentlichen Verkehr. Um das Angebot für die Bürgerinnen und Bürger noch attraktiver zu gestalten, startete 2010 die Umsetzung des Projektes Tram/Regionalbahn. Seitdem wurden bereits zahlreiche Bauabschnitte fertiggestellt, jedes Jahr werden sowohl im Osten als auch im Westen der Stadt viele weitere umgesetzt. Bis 2020 werden die Fahrgäste auf einer durchgehenden Tram-Verbindung von Rum bis Völs fahren können.

Das Straßenbahnprojekt schreitet kontinuierlich voran: Im Zuge der Umsetzung hat die Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaital GmbH (IVB) im Bereich der Kranebitter Allee und der Amraserstraße nun Teilflächen erworben. Diese Abtretung erfolgt unentgeltlich, sämtliche hierfür anfallenden Kosten, öffentliche Abgaben, Steuern und Gebühren trägt die IVB im Rahmen des Regionalbahnprojektes. Die Stadt Innsbruck übernimmt die Instandhaltungs- und Erhaltungsarbeiten sowie die Wegehalterhaftung.

Damit das Regionalbahnprojekt auch im Westen Innsbrucks „auf Schiene“ ist, wird eine Fläche im Bereich des Umspannwerkes Vögelebichl benötigt, die sich im Besitz der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) befindet. In Abstimmung mit dem Städtischen Tiefbauamt hat die IVB einen flächengleichen Grundstückstausch zwischen der Stadt Innsbruck und der IKB vorgeschlagen. Zusätzlich soll die bestehende Trafostation nach Westen in den Kreuzungsbereich verlegt werden. Dies führt zu einer Attraktivierung der Haltestelle und ermöglicht einen raschen Fortschritt des Projektes. Im Zuge der Bauarbeiten erfolgt der Abbruch der alten Trafostation durch die IVB.

In seiner Sitzung votierte der Stadtsenat einstimmig für die Übernahme der IVB-Teilflächen ins öffentliche Gut und stimmte den damit verbundenen Auflagen zu. Ebenso sprach sich der Stadtsenat einstimmig für den Grundstückstausch zwischen der Stadt Innsbruck und der IBK AG aus.

 

Silvesterprogramm 2014/15

Zum Jahresende veranstaltet die „Innsbruck Marketing GmbH“ (IMG) wieder das traditionelle Innsbrucker Bergsilvester, welches vom 30.-31. Dezember 2014 unter dem Motto „Innsbrucker Zwerg- und Bergsilvester“ steht. In der gesamten Innenstadt wird ein vielfältiges Programm für Groß und Klein geboten, und auch der beliebte Innsbrucker Silvesterlauf findet wie gewohnt im Rahmen des Silvesterprogramms am 31. Dezember statt.

Los geht es mit den Feierlichkeiten bereits am Dienstag, den 30. Dezember: Von 14:00 bis 18:00 lockt das Zwergerlsilvester mit diversen Kinderattraktionen, Bühnen und Gastroständen speziell die kleinen Gäste zum Jahresausklang in die Innenstadt. Den feierlichen Höhepunkt des Tages bietet ein Feuerwerk, welches um 17:00 Uhr beim Marktplatz stattfindet.

Am 31. Dezember findet schließlich das traditionelle Innsbrucker Bergsilvester statt: Von 11:30 bis 14:00 Uhr sowie von 20:00 Uhr bis 01:30 Uhr wird auf diversen Bühnen in der Innenstadt ein musikalisches Programm geboten, auf dem gesamten Veranstaltungsgelände haben Gastrostände geöffnet. Der Startschuss zum Silvesterlauf erfolgt um 16:30 Uhr (Kinder) bzw. 17:00 Uhr (Erwachsene), im Anschluss daran findet die Siegerehrung am Marktplatz statt.

Am Herzog-Otto-Ufer finden sich überdies Videowalls zur Live-Übertragung der Feier am Marktplatz, wo um Punkt Mitternacht das Feuerwerk samt Donauwalzer erfolgt. Und auch in der Dogana im Innsbrucker Congress wird gefeiert: Ab 23:00 Uhr lädt dort Tirols größte Indoor-Silvesterparty zum Feiern ein.

Die generellen Aufbauarbeiten für das Innsbrucker Bergsilvester starten am 27. Dezember ab 08:00 Uhr, der Abbau erfolgt vom 01.-03. Dezember. In der Silvesternacht sind die Straßenzüge im Veranstaltungsbereich sowie die Innbrücke von 31. Dezember, 15:00 Uhr bis 01. Januar, 06:00 Uhr gesperrt. Dafür verkehren in der Silvesternacht ab 20:00 Uhr Sonderlinien der IVB.

Der Stadtsenat fasste einstimmig folgenden Beschluss: Die Stadt Innsbruck als Grundeigentümerin nimmt das Programm zum Innsbrucker Bergsilvester 2014/15 zur Kenntnis und überlässt der IMG für ihre Silvesterveranstaltungen unentgeltlich die dafür erforderlichen öffentlichen Grundflächen.

 

Amraser Dorffest

Bereits seit 40 Jahren organisiert der Trachtenverein „Die Amraser“ im Zweijahres-Rhythmus sein traditionelles Dorffest. Am 03. und 04. Juli soll die Veranstaltung nun ihr 20-jähriges Jubiläum feiern, an der Organisation sind insgesamt sechs Amraser Vereine beteiligt (freiwillige Feuerwehr, Stadtmusikkapelle, Schützenkompanie, Skiclub, Kirchenchor und Trachtenverein). Bezüglich der Dauer der Musikbeschallung beantragte der Amraser Dorffestobmann zum Jubiläumsfest eine Ausnahmeregelung der Spieldauer (Beschallung) bis 01:00 Uhr beim Stadtsenat, da dieser in seiner Sitzung vom 28.05.2014 das Beschallungsende generell bei allen Musik- und Konzertveranstaltungen mit 22:00 Uhr festsetzte und eine längere Beschallungszeit nur in Einzelfällen genehmigt.

Begründet wird das Ansuchen damit, dass die teilnehmenden Amraser Vereine auf Einnahmen angewiesen sind, damit die Jugendarbeit auch weiterhin gewährleistet werden kann. Zudem sind die privaten GrundeigentümerInnen und AnrainerInnen bei der Veranstaltung miteingebunden und haben ihre Zustimmung zum Jubiläumsfest bereits erteilt. Der Stadtsenat fasste einstimmig folgenden Beschluss: Die Stadt Innsbruck als Grundeigentümerin überlässt dem Trachtenverein „Die Amraser“ die Grünflächen in der Philippine-Welser-Straße 88-101 für das 20. Amraser Dorffest unentgeltlich. Die Musikbeschallung am 03. und 04. Juli wird bis jeweils 01:00 Uhr festgelegt.

 

Fahrradstellplatzverordnung

Mobilität und Nachhaltigkeit sind aktuelle Themen in der Landeshauptstadt. Immer mehr Menschen verzichten in der Innenstadt auf ihren PKW und benützen das Fahrrad, weshalb eine große Nachfrage nach geeigneten Radabstellplätzen besteht. Daher hat der Landesgesetzgeber im Zuge der letzten Novellierung der Tiroler Bauordnung festgelegt, bei bestimmten Baumaßnahmen die verpflichtende Errichtung von Abstellmöglichkeiten für Fahrräder vorzusehen. Um diese Regelung durchzuführen, bedarf es zusätzlich einer Verordnung der jeweiligen Gemeinde.

Dem Stadtsenat lag eine Verordnung zur Schaffung von Fahrrad-Stellplätzen außerhalb von öffentlichen Verkehrsflächen in ausreichender Anzahl vor. Dies betrifft vor allem Neubauten von Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen, Zu- und Umbauten an bestehenden Gebäuden oder der Änderung ihres Verwendungszweckes.

Die Mindestgröße der zu schaffenden Stellflächen orientiert sich dabei an festgelegten Richtwerten: Bei allgemeinen Wohngebäuden ist eine Fläche von 3,0 m2 pro Wohneinheit als Fahrradstellplatz vorgesehen. Bei Neu-, Zu- und Umbau von mehr als zwei Wohneinheiten sind dabei 90% dieser Stellflächen für Fahrräder in verschließbaren und beleuchteten Räumen unterzubringen.

Der Stadtsenat übergab den Verordnungsentwurf einstimmig zur Beschlussfassung an den Gemeinderat.

 

Taubenschlag Turnleistungszentrum

Die Taubenpopulation im südlichen Teil des Olympischen Dorfes hat deutlich zugenommen, diese Beobachtungen decken sich auch mit einem Bericht der Innsbrucker Immobilien GmbH und Co KG (IIG). Betroffen sind davon vor allem die Wohnhäuser Kajetan-Sweth-Straße 26 bis 54. Herkömmliche Abwehrmaßnahmen wie Taubenspikes und Netze lösten das Problem bisher nicht und bewirken nach Ansicht des Referates für Veterinärwesen lediglich eine Verlagerung. Mit einem betreuten Taubenschlag ist dagegen eine Verringerung der Taubenpopulation möglich: Die Tauben aus einem Umkreis von mehreren hundert Metern finden dort Futter und Wasser. Anschließend legen sie Eier, die durch Imitate ersetzt werden. Bei guter Betreuung bleiben die Tiere auf lange Sicht nur noch im Taubenschlag.

Dieser Taubenschlag soll auf dem neuen Turmleistungszentrum errichtet werden, was mit dessen NutzerInnen sowie der Schulverwaltung und dem Sportamt abgestimmt ist. Die Kosten werden laut IIG auf rund € 36.000.- geschätzt, zusätzlich fallen monatliche Versorgungskosten von € 300-400 für Instandhaltung, Futter, Wasser und Heizung an. Die Stromkosten gehen zu Lasten der Schule, der Rest ist von der IIG zu tragen, die auch einen Vertrag mit dem Verein Tiroler Tierengel über die Betreuung der Anlage abschließt. Es wird vorgeschlagen, dass die Stadt Innsbruck die Errichtungskosten des Taubenschlags mit einer Einmalzahlung von € 10.000 subventioniert.

Der Stadtsenat stimmte einstimmig der Errichtung eines betreuten Taubenschlags durch die IIG zu. Dazu leistet die Stadt Innsbruck einen einmaligen Zuschuss von € 10.000.- an die IIG. Der Stadtsenat beauftragt zur Auszahlung des Zuschusses die Magistratsabteilung IV. (KS)

Ältere Stadtsenatsartikel anzeigen: